Crypto-Assets: DLT-Token als Objekt der Finanzmarktaufsicht
Taxonomie, Kritik und Lösungsansätze
- 416 Seiten
- 15 Lesestunden
Die vorliegende Arbeit präsentiert einen innovativen und praxisorientierten Ansatz zum Umgang mit DLT-Token und Crypto-Assets im Kontext des Finanzmarktaufsichtsrechts. Sie vereint technische und wirtschaftliche Grundlagen der DLT in einem automatisierungsfähigen Modell, das eine umfassende rechtliche Analyse der zentralen Normen des europäischen und österreichischen Finanzmarktaufsichtsrechts umfasst. Methodisch wird eine ökonomisch-technische Morphologie von DLT-Systemen entwickelt, die als Basis für die detaillierte aufsichtsrechtliche Behandlung dient. Aus der Synthese des morphologischen Modells und der Normenanalyse entsteht die DLT-Business Model Taxonomy, die eine strukturierte Erhebung von Sachverhalten bei der aufsichtsrechtlichen Beurteilung von DLT-Geschäftsmodellen unterstützt. Die Analyselogik ermöglicht die Identifikation potenziell anwendbarer Normen, deren Überschneidungen sowie kritische Elemente für die rechtliche Würdigung konkreter Geschäftsmodelle. Zudem werden Bruchlinien, Lücken und Verbesserungspotentiale des bestehenden Rechtsrahmens (MICA) für DLT-Token aufgezeigt, während Lösungsansätze und offene Fragen für Wissenschaft und Praxis diskutiert werden. Der Fokus liegt auf dem aufsichtsrechtlichen Umgang mit Decentralized Finance, der zunehmenden Komplexität des Normenwerks und dem Anlegerschutz im Zeitalter der Desintermediation.
