Wie können wir uns in der Welt ohne Selbstverlust orientieren und unsere rationalen Fähigkeiten bewahren? Kant, der Philosoph der reinen Vernunft und des kategorischen Imperativs, zeigt in seinen Überlegungen zur Selbsterhaltung der Vernunft ein klares Bewusstsein für die wesentlichen Aspekte unseres Lebens: Selbstbilligung, Selbstständigkeit, Selbstdenken, Kritik, Aufklärung, Humanität, Recht und Freiheit. Er thematisiert die Überwindung unserer Unmündigkeit sowie den Austausch von Argumenten und Perspektiven. Der Fokus auf die Selbsterhaltung der Vernunft bietet einen neuen Zugang zu Kants Werk und trägt zur Debatte über die Modernität seines Denkens bei.
Heiner F. Klemme Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Im Jahre 1781 ruft der Philosoph Immanuel Kant (1724–1804) das »Zeitalter der Kritik« aus. Alles muss sich der »freien und öffentlichen Prüfung« durch die Vernunft unterwerfen: die Religion, die Gesetzgebung, in erster Linie aber die reine Vernunft selbst. In ihrem ungezügelten Verlangen nach Erkenntnis verstrickt sie sich in endlose Streitigkeiten mit sich selbst. Kein Wunder also, dass die alte Metaphysik ein Kampfplatz ist, auf dem ein »rüstiger Ritter« den »Siegeskranz« davonträgt, solange er keinen neuen Angriff des Gegners aushalten muss. Abhilfe schafft die Kritik, ein Gerichtshof, den die reine Vernunft einsetzt, um über ihre berechtigten und unberechtigten Ansprüche zu entscheiden. Die Kritik stiftet Frieden im Reich des Denkens. Wir erkennen die Bedingungen, unter denen Metaphysik, Mathematik und Naturwissenschaft als Wissenschaften möglich sind. Der Comic bietet anschaulich und leicht verständlich Einblicke in Kants Leben sowie den historischen und intellektuellen Kontexten seines Wirkens. Wir schauen dem »Fürsten der deutschen Denker« (K. von Knoblauch) beim Philosophieren über Gut und Böse, Freiheit und Natur, Politik und Recht, das Schöne und Erhabene, die Entstehung des Universums und vieles andere mehr über die Schulter. Und natürlich kommen auch seine Anhänger und Kritiker zu Wort.
David Hume zur Einführung
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
In Abgrenzung zu Metaphysik und Rationalismus versucht der schottische Philosoph David Hume (1711-1776) die in den Naturwissenschaften erfolgreich angewandte experimentelle Methode auch für die Erforschung der menschlichen Natur fruchtbar zu machen. Seine skrupolöse Orientierung an Beobachtung und Erfahrung führt ihn jedoch wider Erwarten in den Skeptizismus, einer Form der Philosophie, die zwar gedacht, aber nicht gelebt werden kann. Nach Hume sollte daher nicht die Vernunft, sondern die Natur der letzte Maßstab unseres Denkens, Fühlens und Handelns sein. Ausgehend von dieser Konzeption diskutiert die Einführung Humes innovative Beiträge zur Theorie der Erkenntnis, Moralphilosophie, Ästhetik und Religionsphilosophie, die noch heute systematisches Interesse beanspruchen dürfen.
Im Werk Kants sind die entscheidenden Geheimnisse der modernen Epoche enthalten, ihre Tugenden und ihre Grenzen, schrieb José Ortega y Gasset. Kants Denken der Freiheit und der Aufklärung hat unsere heutige Sicht auf die Welt tief geprägt. Seine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Erkenntnis, mit Fragen der Ethik sowie seine religions- und geschichtsphilosophischen Schriften beeinflussen nach wie vor die philosophischen Debatten. Heiner F. Klemme gibt einen Überblick über die gesamte Bandbreite der Philosophie Kants, dessen Todestag sich am 12. Februar 2004 zum 200. Mal jährt.
Philosophische Bibliothek - 507: Kritik der Urteilskraft
- 535 Seiten
- 19 Lesestunden
Mit der Kritik der Urteilskraft (1790) schließt Kant seine Untersuchungen zu den Möglichkeiten und Grenzen der reinen Erkenntnisvermögen a priori ab. Die Schrift basiert auf der Einsicht, dass auch die reflektierende Urteilskraft einem a priori Prinzip, der Zweckmäßigkeit, folgt. Im ersten Hauptteil behandelt Kant die ästhetische Beurteilung der Zweckmäßigkeit der Naturformen für unsere Erkenntnis. Das reine Geschmacksurteil gründet auf einem Gefühl der Lust oder Unlust, das bei der Beurteilung einer Vorstellung als zweckmäßig oder unzweckmäßig auftritt. Das Gefühl des Erhabenen entsteht, wenn ein Gegenstand als unzweckmäßig für unsere Erkenntnis erscheint, aber dennoch aus bestimmten Gründen als zweckmäßig empfunden wird. Im zweiten Hauptteil erörtert Kant, inwieweit wir der Natur objektive Zweckmäßigkeit zuschreiben können, wobei die Begriffe des Naturzwecks und der sich selbst organisierenden Wesen zentral sind. Eine teleologische Beurteilung der Natur ist notwendig, wenn der Naturmechanismus die Form eines Gegenstandes nicht erklären kann. Kants Ausführungen führen zu einer Ethikotheologie, die den Menschen als moralischen Endzweck der Schöpfung begreift. Die vorliegende Edition ersetzt die Ausgabe von Karl Vorländer und dokumentiert den Wortlaut der zweiten Originalausgabe von 1793, einschließlich relevanter Lesarten und Konjekturen früherer Herausgeber. Die Einleitung des Herausgebers führt in die Themenstellung ein und
Immanuel Kant. Der Mann und das Werk
- 432 Seiten
- 16 Lesestunden
Immanuel Kant (1724-1804) war ein einflussreicher deutscher Philosoph der Aufklärung. Sein Werk "Kritik der reinen Vernunft" markiert den Beginn der modernen Philosophie und beeinflusst bis heute die Erkenntnistheorie, Ethik und Ästhetik. Kant untersucht die Bedingungen der Erkenntnis und die Möglichkeit einer Metaphysik als Wissenschaft.