Politik und Unternehmen setzen immer noch auf finanzielle Anreize, um gesellschaftliche Missstände zu korrigieren oder Mitarbeiter zu motivieren. Dabei entscheiden die Menschen nach ganz anderen Kriterien. Wirtschaftliche Entscheidungen laufen nicht so ab, wie es die Lehrbücher gerne hätten. Wenn wir wirklich verstehen wollen, was Menschen kaufen, welchen Bildungsweg sie einschlagen, ob sie mehr Gehalt wollen oder lieber mehr Freizeit - dann müssen wir etwas berücksichtigen, was die Wirtschaftswissenschaften bisher übersehen haben: ihre Identität. Unsere Identität bestimmt, was wir für richtig halten oder für falsch, welchen Gruppen wir uns zugehörig fühlen, ob wir Vorbilder haben und wenn ja, welche. Das hat ganz praktische Konsequenzen: Warum strengen sich die einen im Beruf an, während die anderen eine ruhige Kugel schieben? Soll man Investitionen in Bildung befürworten oder sind sie reine Verschwendung? Ist es in Ordnung, wenn Banker üppige Boni kassieren, oder nicht? Wie setzt man sich als Frau im Topmanagement gegen lauter Alpha-Tiere durch?
George Akerlof Bücher
George A. Akerlof ist ein renommierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California, Berkeley, und Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften. Seine wegweisenden Arbeiten untersuchen die tiefgreifenden Auswirkungen von Informationsasymmetrien und decken auf, wie ungleiches Wissen Marktdynamiken und wirtschaftliche Ergebnisse beeinflusst.







Viel zu lange hat die Ökonomie einen der wichtigsten Faktoren im wirtschaftlichen Agieren von Menschen vernachlässigt: die Animal Spirits, also die nicht-rationalen Aspekte unseres Handelns. Ein großer Fehler, sagen George A. Akerlof und Robert J. Shiller, dessen Folgen wir in der Wirtschaftskrise täglich neu zu spüren bekommen. Sie fordern, das Verhalten des Menschen in der Wirtschaft wieder stärker zu berücksichtigen, anstatt sich auf reinen Marktglauben zu konzentrieren. Dieses Buch ist das Ergebnis ihrer langjährigen Forschungsarbeit. Es zeigt uns, wie erfolgreiches ökonomisches Denken und Handeln in der Zukunft aussehen muss.
Seit Adam Smith ist eine der zentralen Thesen der Wirtschaftswissenschaften, dass freie Märkte und freier Wettbewerb die besten Voraussetzungen für allgemeinen Wohlstand sind. Die Wirtschaftsnobelpreisträger George Akerlof und Robert Shiller argumentieren dagegen, dass Märkte nicht von sich aus gutartig sind und sich auch nicht immer die besten Produkte durchsetzen. Die Autoren behandeln in diesem Buch erstmals die zentrale Rolle von Manipulation und Täuschung in der Wirtschaft. Anhand von zahlreichen Fallbeispielen zeigen sie, wie wir verleitet werden, mehr Geld auszugeben, als wir haben; wie wir von Werbung stärker beeinflusst werden, als wir glauben; warum wir oft zu viel bezahlen und wie massiv die Politik durch Wirtschaft beeinflusst wird.
Phishing for Phools
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Since Adam Smith, the prevailing belief in economics has been that free markets enhance our material well-being through an "invisible hand." However, Nobel Prize-winning economists George Akerlof and Robert Shiller challenge this notion in a compelling way, arguing that markets can also be harmful. They assert that sellers will exploit our psychological weaknesses and ignorance for profit, manipulating and deceiving us. Instead of being purely beneficial, markets are filled with tricks and traps that "phish" us as "phools." This work introduces a new perspective in economics, emphasizing that markets both provide and take away. Through numerous stories, Akerlof and Shiller illustrate how phishing impacts nearly every aspect of life. We often overspend and then struggle to meet our financial obligations. The financial system experiences cycles of boom and bust, and we find ourselves swayed by advertising. Money distorts our political landscape, and we frequently overpay for gym memberships, cars, homes, and credit cards. Pharmaceutical companies market drugs that may offer little benefit or even pose risks. The authors delve into the pervasive nature of manipulation and deception across these domains, explaining a paradox: despite unprecedented levels of material comfort, many lead lives of quiet desperation. The book also highlights individuals who resist economic trickery and suggests that increased knowledge, reform, and re
This work bridges a critical gap in the social sciences. It brings identity and norms to economics. People's notions of what is proper, and what is forbidden, and for whom, are fundamental to how hard they work, and how they learn, spend, and save.
Phishing for Phools: The Economics of Manipulation and Deception
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
Akerlof and Shiller argue that markets harm as well as help us. As long as there is profit to be made, sellers will systematically exploit our psychological weaknesses and our ignorance through manipulation and deception. Based on the intuitive idea that markets both give and take away, they show how phishing affects everyone, in almost every walk of life. We spend our money up to the limit, and then worry about how to pay the next month's bills. The financial system soars, then crashes. In doing so they explain a paradox: why, at a time when we are better off than ever before in history, all too many of us are leading lives of quiet desperation.