Mack, Transit zwischen Okzident und Orient
- 359 Seiten
- 13 Lesestunden




Starting with the alifA", the first letter of the Arabic alphabet that symbolizes divine beauty and exploring the fascinating aesthetic qualities of calligraphy, the book presents the contextual and symbolic intentions of writing in religion, magic, and poetry. Writing surfaces include not only parchment, papyrus, and paper, but also ceramics, metal, stone, wood, leather, and textiles. Ranging from the early period of Islam to the 21st century, the book presents works from the art of the ruling elite to folk art and everyday aesthetics. Muslim cultures' artistic forms of expression are brought to life in this lavishly illustrated book, which includes contributions by renowned international experts in their field and explores the art of writing in Islam in all its richness and diversity. -- Product Description.
Die Sammlung des Ungarn Edmund de Unger, international als Keir Collection bekannt, umfasst herausragende Werke aus nahezu allen Perioden und Kunstlandschaften der islamischen Kernländer um das Mittelmeer und Zentralasien. Ihr archäologischer Wert und die stilistische Breite stehen in Konkurrenz zu den Beständen bedeutender Museen islamischer Kunst. Der Band präsentiert in prägnanten Einführungstexten und fundierten Werkbeschreibungen, unterstützt durch hochwertige Farbabbildungen, verschiedene Formen des islamischen Kunstschaffens anhand besonders qualitätvoller Beispiele. Besonders hervorzuheben ist die Buchkunst, ein zentrales Sammelgebiet de Ungers, mit wertvollen Kalligraphien, aufwendig verzierten Bucheinbänden und prachtvollen Miniaturen aus dem Iran, Zentralasien und mamlukischem Ägypten. Diese Exponate bestechen durch feinen Dekor und märchenhaft anmutende Szenen. Ein weiteres Highlight sind seltene Bergkristallobjekte, deren Herstellung unter der Fatimidenherrschaft in Ägypten (969–1171) eine Blütezeit erlebte. Hochgeschätzte Bronzen, ungewöhnliche Keramiken und begehrte Brokate sowie Teppiche mit prächtigen Farben und Ornamenten runden den erstklassigen Querschnitt durch die Meisterleistungen islamischer Kunst ab.
Jahrhunderte bevor erste Automaten in Europa für Erstaunen sorgten, wurde ihre Technik in arabisch-islamischen Kulturen entwickelt: Bereits zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert notierten arabische Gelehrte ihr durch die Übersetzung und Weiterentwicklung antiker Texte und Ideen erworbenes Wissen über Maschinen zur Lobpreisung Gottes des Allmächtigen. Die opulente Publikation stellt vier Meistermanuskripte des Automatenbaus vor: zwei Schriften der Banu Musa ibn Shakir aus der Mitte des 9. Jahrhunderts, eine des Ingenieurs Ibn al-Razzaz al-Jazari, die wohl um 1200 entstanden ist, sowie ein Manuskript des andalusischen Ingenieurs Ahmad ibn Khalaf al-Muradi aus dem 11. Jahrhundert. Begleitende Essays rekonstruieren aus medienarchäologischer Perspektive die Entwicklung der muslimischen Automaten aus den Traditionen von Alexandria, Rom oder Byzanz und eröffnen Ausblicke auf ihre Weiterentwicklung in Europa.