Lew Nikolajewitsch Tolstoi Bücher
- Л. Н.
- Л. Н. Т.
Leo Tolstoi ist einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller, bekannt vor allem durch seine monumentalen Romane Krieg und Frieden und Anna Karenina. Seine Werke zeichnen sich durch eine tiefgehende psychologische Analyse, moralische Dilemmata und detaillierte Darstellungen der russischen Gesellschaft aus. Tolstois Schreibstil verbindet Realismus mit philosophischen Einsichten und untersucht die Beziehungen zwischen Individuen und der Gesellschaft, während er traditionelle Werte infrage stellt. Sein Stil ist präzise, detailliert und episch, mit einem starken Fokus auf die inneren Konflikte seiner Charaktere. Tolstoi gilt als Meister des psychologischen Realismus, und seine Werke beeinflussen weiterhin Literatur und Philosophie.







Krieg und Frieden
- 1645 Seiten
- 58 Lesestunden
Freunde der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts müssen sich mit einer traurigen Wahrheit auseinandersetzen: Die bekannte Version von Tolstois Meisterwerk existiert nicht in einer einheitlichen Form. Stattdessen gibt es verschiedene Fassungen, wobei die gängigste eine Mischung aus den ersten beiden Ausgaben von 1868/69 und den Korrekturen der dritten Ausgabe von 1873 darstellt. Tolstoi erklärte sein Epos 1866 für beendet, fügte jedoch später Änderungen hinzu, die den Umfang verdoppelten. Zahlreiche Exkurse zur Geschichtsphilosophie und Zeitpolitik wurden integriert, während die anfängliche Napoleon-Begeisterung zugunsten einer politisch legitimierten Darstellung gemildert wurde. Diese Überarbeitungen machten das Werk zwar interessanter und vielschichtiger, führten jedoch auch zu einem trägeren Erzählstil und einseitigeren Figuren. Viele satirische und groteske Elemente der ursprünglichen Fassung sind in späteren Druckversionen nicht mehr vorhanden. Die mühsam „rekonstruierte Urfassung“ bietet nun einen Einblick in Tolstois Psyche und präsentiert einen neuen (oder eigentlich alten) Schluss. Dabei bleibt unklar, ob es sich um die einzig autorisierte Fassung handelt. Leser erwartet ein überraschender und nicht gerade dünner Roman.
Patriotismus und Christentum
- 124 Seiten
- 5 Lesestunden
Der unveränderte Nachdruck der Originalausgabe von 1894 bietet einen authentischen Einblick in die literarischen und kulturellen Strömungen der damaligen Zeit. Leser können sich auf historische Kontexte und Themen freuen, die in der Originalausgabe behandelt werden. Diese Ausgabe bewahrt den ursprünglichen Stil und die Sprache, wodurch sie für Historiker und Literaturinteressierte gleichermaßen von Interesse ist.
Keiner ist besser als der andere
Worte eines menschheitlichen Menschen
Es gibt kaum einen Schriftsteller, der nicht von ihm beeinflusst ist, kaum einen Leser, den er nicht bewegt der große Erzähler Tolstoi. Doch er war mehr als der Autor von Anna Karenina und Krieg und Frieden – er war Philosoph, Moralist, Anarchist, Stimme der Wahrheit und der Freiheit, Reformpädagoge, Selbstzweifler, Asket, Pazifist und Inspiration für Gandhi. Er war nicht nur ein literarisches Genie, sondern auch ein großer Denker, das Gewissen und der Spiegel seiner Epoche. Seine Romane, Erzählungen, Essays, Briefe und Tagebücher zeigen den Weg seiner Selbstwerdung, seiner Suche nach dem Sinn und dem rechten Leben – sie offenbaren die vielen, oft widersprüchlich wirkenden Facetten dieses "menschheitlichen Menschen", wie Maxim Gorki ihn nannte. Die hier ausgewählten Worte, Gedanken und Erkenntnisse zeigen das wertvolle Vermächtnis eines Jahrhundertmenschen.
Eine Ehe in Briefen
- 493 Seiten
- 18 Lesestunden
Lew Tolstoj und seine Frau Sofja führten während ihrer fünfzigjährigen Ehe einen ausgedehnten Briefwechsel. Diese Briefe geben Einblick in das Alltags- und Familienleben der Tolstojs und die Entstehung von Tolstojs großen Werken wie "Krieg und Frieden", "Anna Karenina", "Die Auferstehung" und "Die Kreutzersonate". Vor allem aber sind sie Dokument einer großen und zugleich schwierigen Liebe.
'Unsterblichen Realismus' rühmte Thomas Mann an Tolstoi, 'naive Großartigkeit, Körperlichkeit, Gegenständlichkeit', und Kurt Tucholsky sagte, beeindruckt von der 'erhabenen Ruhe' und gelassenen Objektivität einer Erzählung dieses großen russischen Schriftstellers: 'Der liebe Gott könnte sie nicht anders geschrieben haben.' An sechs besonders kennzeichnenden Erzählungen aus seiner frühen und späten Schaffensperiode können sich die Leser hier ein Bild von Tolstois Prosakunst machen: ›Sewastopol im Dezember 1854‹ - ›Zwei Husaren‹ - ›Familienglück‹ - ›Der Tod des Iwan Iljitsch‹ - ›Herr und Knecht‹ - ›Vater Sergius‹.
Ein großer Tag für Vater Martin
- 29 Seiten
- 2 Lesestunden
Vor vielen jahren lebte in einem kleinen Dorf im weiten Rußland ein Schuhmacher. Er hieß Martin, und bei der Arbeit zwinkerten seine Augen vergnügt hinter der runden Nickelbrille. Eines Tages erwartete Vater Martin hohen Besuch. Doch der kommt ganz anders, als er es sich vorgestellt hat.



