Laura Noulian Bücher






Janet Frames erster Roman von 1957, der ihren literarischen Ruhm begründete und von den Heimsuchungen einer neuseeländischen Eisenbahnarbeiter-Familie erzählt, wird nach dem großen Erfolg ihres nachgelassenen Romans "Dem neuen Sommer entgegen" in einer überarbeiteten Übersetzung neu vorgelegt. Die Familie des Eisenbahners Bob Withers in der Kleinstadt Waimaru wird von Unglück und Krankheit geplagt: Eine Tochter, Francie, stirbt durch einen tragischen Unfall, eine andere, Daphne, erkrankt psychisch so schwer, dass sie in eine Heilanstalt eingewiesen werden muss, ihr Bruder Toby hat epileptische Anfälle. Hinter dem Drama der Familie werden aber auch gesellschaftliche Konflikte sichtbar: Kann man im ganz anders gearteten Kosmos Neuseelands einfach die Werte und Bildungsstandards des weißen Europa vermitteln, ohne Rücksicht auf die angestammte Kultur?
High fidelity
- 321 Seiten
- 12 Lesestunden
Was macht der 35jährige Rob Fleming, Besitzer eines kurz vor der Pleite stehenden Plattenladens, als er von seiner Freundin verlassen wird? Er darf endlich wieder ungestört in der eigenen Wohnung rauchen, er überlegt, wie wohl sein nächster One-Night-Stand aussieht, und sortiert erst einmal seine Plattensammlung. Kurz: Er genießt die Rückkehr ins »Königreich der Singles«. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer. High Fidelity »zu lesen ist, wie einer guten Single zuzuhören. Du weißt, es ist von der ersten Minute an wunderschön, und sobald es vorbei ist, willst du es von vorn anhören.« Guardian »Nick Hornbys Roman über wackelige Beziehungskisten und seelentröstende Songs ist längst schon Kult.« Brigitte
'One of our finest living authors ... propulsively entertaining' New York Times 'Sly, profound ... Electrifying' Observer 'Wonderfully strange and alive' Jon McGregor
Amsterdam 1636 – die Stadt ist im Tulpenfieber. Aus dem Fernen Osten stammt diese neue Blumenart, und ihre kostbaren Zwiebeln sind bald mehr wert als Diamanten. An der Amsterdamer Börse riskieren Bürger, Kaufleute und andere Spekulanten alles für die wertvollste unter ihnen: die wunderschöne, rotweiß gestreifte Semper Augustus. In dieser fiebrigen Atmosphäre verliebt sich der junge Maler Jan van Loos in eine verheiratete Frau. Er verewigt sie in seinen Bildern, doch ihre Liebe muss geheim bleiben. Schließlich ist er nur ein armer Künstler, und sein Verhältnis zu der Frau seines Auftraggebers könnte für ihn zum Verhängnis werden. Da erfährt er von der neuen Möglichkeit, ohne viel Aufwand zu sehr viel Geld zu kommen: Von seinen Ersparnissen erwirbt er eine Zwiebel der wertvollsten Tulpe der Welt. Er plant, sie wieder zu verkaufen, um ihm und seiner Geliebten die Flucht in die Neue Welt zu ermöglichen. Doch dann passiert das Schreckliche: der ganze Tulpenmarkt bricht zusammen ...
Es ist 1968. Patrick Clarke ist zehn Jahre alt, und abends sitzt er vor dem Fernseher, knabbert Chips und sinniert über die amerikanischen Soldaten, die im Mekong-Delta gegen 'Gorillas' kämpfen. Er liebt den Geruch seiner Wärmflasche und das Gefühl im Mund, wenn er eine Lebertrankapsel zerbeißt. Er haßt Zoos, läßt sich ungern küssen und empfindet die Jungs aus der neuerbauten Sozialsiedlung als seine natürlichen Feinde. Seinen kleinen Bruder Sinbad kann er nicht ausstehen, dafür ist Kevin sein bester Freund, mit dem er Fußball und Verbrechen spielt. Dennoch ist Paddys Welt alles andere als heil: Sein Vater trinkt zuviel und streitet immer häufiger mit seiner Mutter, und schließlich bekommt auch die Freundschaft mit Kevin einen Riß. Ohne Psychologisierungen, unsentimental und nüchtern, zeichnet Doyle das Leben dieses kleinen Jungen nach, der aus dem Paradies der Kindheit vertrieben wird. Ein einfühlsames, stilsicheres Portrait eines zehnjährigen Jungen und seiner Welt.
Der irische Schuhverkäufer Billy Lynch fällt - kaum sechzig - eines Tages tot um. War es der Alkohol, der ihn ins Grab brachte? Oder hatte ihn längst jenes rothaarige Mädchen das Herz gebrochen, das nach einem Sommer der Liebe spurlos verschwand? Billys Verwandten und Freunde lassen das Leben jenes Mannes Revue passieren, der sie mit seinem Suff an den Rand des Wahnsinns brachte und sie doch mit seinen Geschichten zusammenhielt.
An einem kleinen amerikanischen College fühlt sich der Dozent Lawrence Miller von einem mysteriösen Doppelgänger verfolgt; in seinem Büro wird nachts der Computer benutzt, seine Frau flieht voller Panik vor ihm. Lawrence nimmt seinerseits die Verfolgung auf – die brillante Studie eines Wahns und zugleich eine postmoderne „gothic novel“.

