Der Jüngling
- 779 Seiten
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Onkelchens Traum
Das Problem von Freiheit, Verbrechen, Schuld und Strafe, sowie die Polarität zwischen Gut und Böse bestimmen das Werk Dostojewskis. In »Die Brüder Karamasow« erfahren diese Themen ihre letzte vollendete literarische Gestaltung. Dostojewskis letzter und bedeutendster Roman erzählt von der Idee der absoluten Freiheit, die für den Skeptiker und Atheisten Iwan Karamasow auch die Idee des Vatermordes einschließt ... Ein packender Kriminalroman, eine ergreifende Familienchronik, ein beklemmendes Psychogramm der menschlichen Existenz - Dostojewskijs letzter und größter Roman. Mit Nachwort und Zeittafel von Horst-Jürgen Gerigk
Der Schriftsteller Iwan Petrowitsch liegt todkrank im Hospital und bringt seine Erinnerungen zu Papier. Er schreibt die Geschichte der kleinen Nelly nieder, der Nichte des alten Smith, einer Elendsgestalt aus den Petersburger Slums, die eigentlich eine Tochter des Fürsten Walkonski war. Und er erzählt von Walkonskis willensschwachem Sohn Aljoscha, der ein Mädchen aus einem verarmten Adelshaus verführt und sie auf Geheiß des Fürsten im Stich läßt, welcher seinem Sohn eine reiche Erbin zugedacht hat. „Erniedrigte und Beleidigte“, erschienen 1861, ist Fjodor Dostojewskis zweiter Roman. Als Schauplatz wählte er Petersburg, das er nach der damaligen europäischen Mode und in Anlehnung an Meister solchen Kolorits wie Balzac und Dickens als Brutstätte düsterer Geschichten und sinnlosen, unmoralischen Lebens darstellt. Auch übte der junge Schiller zu dieser Zeit eine ungemein starke Wirkung auf Dostojewski aus, wie frappierende Übereinstimmungen im Handlungsgerüst von „Erniedrigte und Beleidigte“ und „Kabale und Liebe“ bezeugen. „... Dostojewski, der einzige Psychologe, von dem ich Etwas zu lernen hatte: er gehört zu den schönsten Glücksfällen meines Lebens, mehr selbst noch als die Entdeckung Stendhals.“ Friedrich Nietzsche
À Saint-Pétersbourg, en 1865, Raskolnikov, un jeune noble sombre et altier, renfermé mais aussi généreux, a interrompu ses études faute d'argent. Endetté auprès de sa logeuse qui lui loue une étroite mansarde, il se sent écrasé par sa pauvreté. Mais il se croit aussi appelé à un grand avenir et, dédaigneux de la loi morale, se pense fondé à commettre un crime : ce qu'il va faire bientôt - de manière crapuleuse. Publié en huit livraisons par Le Messager russe au cours de l'année 1866, le roman de Dostoïevski montre en Raskolnikov un témoin de la misère, de l'alcoolisme et de la prostitution que l'auteur décrit sans voiles, un criminel aussi qui ne sait trop pourquoi il l'est devenu, tant les raisons qu'il s'invente pour agir sont contradictoires. Mais la tragédie n'exclut pas la vision d'une vie lumineuse, et le châtiment de son crime va lui permettre un long cheminement vers la vérité, et la renonciation à sa mélancolie brutale. Après quoi sera possible ce que l'épilogue annonce : l'initiation de Raskolnikov à une réalité nouvelle, le passage d'un monde à un autre monde.