Argentinien, 1984. Pat Finnegan versteckt sich mit ihrer kleinen Tochter Miranda in einem Dorf in Patagonien vor einer mysteriösen Gefahr. Durch Zufall treffen die beiden auf Teo, einen Sprengmeister aus Buenos Aires, der sich unsterblich in Pat verliebt. Die beiden werden ein Paar, doch allmählich beginnt Teo an Pats Geschichte zu zweifeln. Ist Mirandas Vater wirklich tot, wie sie behauptet? Wovor genau ist Pat auf der Flucht? Figueras entfaltet mit Herz und grandiosem Erzähltalent ein farbenprächtiges Panorama des Lebens, in dem sich der Leser lustvoll verliert.
Brigitte Coopmans Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





Die Informanten
- 378 Seiten
- 14 Lesestunden
Voller Stolz schenkt der junge kolumbianische Journalist Gabriel Santoro seinem Vater, einem bekannten Rhetorikprofessor, sein erstes Buch. Er kann nicht ahnen, dass sein Vater diese Chronik einer befreundeten deutsch-jüdischen Familie mit einem Verriss in der größten Zeitung des Landes zunichtemachen wird. Mehr noch, dass er mit der Veröffentlichung seines Buches auf ein dunkles Geheimnis gestoßen ist. Gabriel begibt sich auf Spurensuche, die ihn vom Kolumbien der dreißiger Jahre in die Gegenwart führt, und entreißt ein bis heute vertuschtes, unrühmliches Kapitel der Geschichte seines Landes der Vergessenheit. Vásquez' großes Thema ist die Erinnerung, die Rückkehr unserer persönlichen und politischen Albträume. In einer melodischen, bildreichen Prosa deckt er immer neue Schichten der historischen Wahrheit auf und dringt in seelische Abgründe vor.
Das Rätsel des Philosophen
- 410 Seiten
- 15 Lesestunden
An einem kühlen Morgen im 4. Jahrhundert v. Chr. wird die zerfleischte Leiche des jungen Tramakos in den Wäldern vor Athen entdeckt. Der Arzt Aschylos vermutet, dass Wölfe verantwortlich sind, doch der Rätsellöser Herakles Pontor glaubt an ein Verbrechen. Beauftragt von Tramakos' Lehrer Diagoras, beginnt er zu ermitteln. Als ein weiterer Schüler tot aufgefunden wird, wird Herakles' Misstrauen verstärkt, und er stößt auf eine geheimnisvolle Bewegung im Untergrund Athen. Parallel dazu kämpft ein eigenbrötlerischer Übersetzer, der die Geschichte von Herakles Pontor ins Deutsche übertragen soll, mit einer alten Handschrift, die mehr Rätsel birgt als erwartet. Seine ausführlichen Fußnoten reflektieren seine Entdeckungen und lassen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen. Der Autor inszeniert ein cleveres Verwirrspiel, indem er die Ermittlungen in Athen nach dem Peloponnesischen Krieg und die Gedanken des Übersetzers miteinander verwebt. Platons Ideenlehre wird aufgegriffen, ohne dass philosophisches Fachwissen erforderlich ist. Intellektuelle Kapriolen und überraschende Wendungen des Kriminalfalls fesseln den Leser. Ein postmoderner Kriminalroman, der sowohl unterhaltsam als auch tiefgründig ist.
Bloemlezing van verhalen over Cuba.
Fortunas Tochter
- 482 Seiten
- 17 Lesestunden
Der Roman erzählt die bewegte Geschichte von Eliza Sommers, einer lebenshungrigen jungen Frau, die Mitte des 19. Jahrhunderts zwischen zwei Kulturen lebt: in Chile und Kalifornien. Als chilenisches Findelkind in der Obhut einer englischen Familie in Valparaiso aufgewachsen, bricht sie, kaum 17-jährig, aus ihrer wohlbehüteten Welt aus. Die Suche nach ihrem Geliebten Joaquin Andieta, einem nicht gesellschaftsfähigen jungen Mann, der dem Sog des kalifornischen Goldrauschs nicht widerstehen konnte, macht aus dem unerfahrenen Mädchen eine selbstbewußte Frau - und am Ende ihrer Odyssee ist Eliza endlich ganz bei sich und in der Welt.