Italo Calvino entfaltet in »Die Mülltonne« eine tiefsinnige Geschichte über den Mülleimer als Symbol für Informationen, Müll und Kants kategorischen Imperativ. Er thematisiert Geschlechterrollen und die Vergänglichkeit. Calvinos autobiographische Texte sind eine Hommage an Fellini und die Traumfabrik Kino. Pflichtlektüre!
Ein Mailänder Anwaltsehepaar gerät auf einen mysteriösen Landsitz in der Toskana und in eine seltsame Abendrunde. Gesprächsthema ist das bevorstehende Reiterfrest in Siena. In derselben Nacht wird ein Toter in der Bibliothek gefunden. Das Autorenduo läßt mit genüßlicher Ironie die Welt der Fernseh- und Konsumwirklichkeit mit uralten kulturellen Ritualen zusammenprallen.
Eco, der Zeichenleser und Spurensucher, erkundet die Musentempel und Kultstätten der Massenkultur und entdeckt dabei oft übersehene Aspekte in Fußballstadien, TV-Studios, Supermärkten und mehr. Er betrachtet alltägliche Dinge – von Jeans über Bestseller bis hin zu Politikern – mit einem spielerischen Blick, der uns neue Perspektiven eröffnet. Ob der Campus als Kloster oder Humphrey Bogart als Heiliger interpretiert wird, Eco zeigt, dass bestimmte Muster immer wieder auftauchen, wenn man auf Details und Zeichen achtet. Mit Leichtigkeit zerlegt er komplexe Zusammenhänge und führt den Leser durch seine Überlegungen, als würde man sich in einem anregenden Gespräch über Gott und die Welt befinden.
Die Themen sind vielfältig und reichen von der Krise der Pax Americana und ökologischem Verfall bis hin zu hyperrealen Städten und den Herausforderungen der modernen Kultur. Eco diskutiert die Rolle der Kunst, die Bedeutung von Symbolen und die Dynamiken der Medienlandschaft, während er auch philosophische Überlegungen anstellt. Sein Ansatz, alltägliche Objekte und kulturelle Phänomene zu analysieren, bietet tiefere Einsichten in unsere Gesellschaft und regt zur Reflexion über die Welt um uns herum an.