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Shirah Lachmann

    Im Kampf für Gott
    Die kleine Geschichte des Islam
    • Der Islam ist wahrscheinlich die am meisten missverstandene und falsch interpretierte Religion der Moderne. Eine merkwürdige Unkenntnis herrscht im Westen seit den Kreuzzügen, als eine verzerrte Sichtweise des Islam als eine gewalttätige und intolerante Religion entstand. Dennoch gehörten die islamischen Reiche zu den größten und am besten gelegenen der Erde, bis sie im 19. Jahrhundert von den europäischen Nationen abgelöst wurden. Karen Armstrong erklärt die zentralen Ereignisse in der Geschichte dieser Religion – die Spaltung zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen, das Aufkommen des Sufismus, die Ausbreitung im Mittelmeerraum und in Asien, die verheerenden Auswirkungen der Kreuzzüge, das Aufblühen des imperialen Islam im 14. und 15. Jahrhundert sowie die Ursprünge und Folgen des revolutionären Islams – und analysiert die Herausforderungen, denen diese jahrtausendealte Religion heute gegenübersteht. In diesem Buch werden Stereotypen konfrontiert und es wird gezeigt, dass das, was wir als „Islam“ bezeichnen, ein viel reichhaltigeres und komplexeres Phänomen ist, als es die moderne fundamentalistische Fraktion nahelegt.

      Die kleine Geschichte des Islam
      4,1
    • Im Kampf für Gott

      • 608 Seiten
      • 22 Lesestunden

      Seit dem späten zwanzigsten Jahrhundert sieht sich die Welt mit dem Aufkommen fundamentalistischer Bewegungen konfrontiert, die die Vorherrschaft westlicher, säkularer Werte in Frage stellen und sich aggressiv und gewaltsam Gehör verschaffen - ob in Oklahoma City, Jerusalem, New York, Madrid oder anderswo. Fundamentalismus lässt sich heute in jeder großen Glaubenstradition beobachten. Es ist eine kampfbereite Form der Religiosität, die zu ignorieren wir uns nicht mehr leisten können. Die englische Theologin und Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong untersucht drei Beispiele: protestantischen Fundamentalismus in den Vereinigten Staaten, jüdischen in Israel und islamischen im sunnitischen Ägypten und im schiitischen Iran. Dabei geht sie bis ins Jahr 1492 zurück, um zu zeigen, wie sich in Christentum, Judentum und Islam - parallel und in enger Verbindung miteinander - fundamentalistische Bewegungen als Reaktion auf die gravierenden Umwälzungen der Moderne entwickelten. Der Fundamentalismus, so ihre zentrale These, ist keineswegs ein Rückfall ins Mittelalter, sondern in jeder Hinsicht ein Produkt der Moderne: in seinen Methoden, seinen Ursprüngen, seinen Zielen. 'Durch Gewalt lässt sich der Fundamentalismus nicht abwehren. Wenn wir ihn besiegen wollen, müssen wir ihn zunächst einmal verstehen. Dieses gescheite und ausgewogene Buch', urteilte der 'Daily Telegraph', 'leistet dazu einen entscheidenden Beitrag.'

      Im Kampf für Gott
      3,9