In dieser autobiographischen Schrift schildert André Gide mit großer Offenheit seine ersten Lebensjahrzehnte: die Kindheit im streng puritanischen Elternhaus, die Zeit in den literarischen Zirkeln von Paris, schließlich die entscheidende Reise nach Nordafrika im Jahr 1893. Hier wird sich Gide seiner Homosexualität bewusst, löst sich aus den Konventionen seiner Erziehung und beginnt ein freies, selbstbestimmtes Leben. Dieser Selbstbericht löste bei seinem Erscheinen im Jahr 1920 heftige Reaktionen aus. Dem heutigen Leser zeigt das Lebenszeugnis des scharf beobachtenden, sich selbst gegenüber schonungslos aufrichtigen Individualisten den Autor als einen bedeutenden Wegbereiter der Moderne.
André Paul Guillaume Gide Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Der französische Autor André Gide erforschte die Spannung zwischen persönlichem Verlangen und gesellschaftlicher Ordnung. Sein literarisches Schaffen, das von seinen symbolistischen Anfängen bis in die Zwischenkriegszeit reicht, befasst sich mit inneren Konflikten und dem Streben nach Freiheit. Gide setzte sich mit komplexen Fragen der Sexualität und Moral auseinander und setzte sich für intellektuelle Ehrlichkeit und den Mut ein, sich selbst vollständig anzunehmen. Sein Schreibstil zeichnet sich durch Selbstbeobachtung und eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Zwängen aus.


De enge poort
- 141 Seiten
- 5 Lesestunden
Gide (1869-1951) toont in deze korte roman hoe in de relatie tussen Jerome en Alissa, neef en nicht, een onoverbrugbare kloof ontstaat. Zo'n veertien, vijftien jaar lang verklaren zij elkaar mondeling en schriftelijk hun liefde zonder dat dit tot een verloving, laat staan een huwelijk kan leiden. Waarom niet? Door de invloed van de "afstandelijke" Jerome, de mystieke neigingen van Alissa, of...? Wat is oorzaak, wat gevolg? De psychologische analyse is scherp, aan intellektuele en stylistische hoogstandjes geen gebrek, toch zal de huidige lezer aan herkenning nauwelijks toekomen, en blijven steken in be- en verwondering. Vooral interessant als literair-historische kuriositeit.