Zwölf Geschichten aus der Fremde
- 221 Seiten
- 8 Lesestunden
Kabinettstückchen des kolumbianischen Nobelpreisträgers (Jg. 1928) über die auf wahren Begebenheiten beruhenden Erlebnisse von Lateinamerikanern in Europa.






Kabinettstückchen des kolumbianischen Nobelpreisträgers (Jg. 1928) über die auf wahren Begebenheiten beruhenden Erlebnisse von Lateinamerikanern in Europa.
1945: Ein Skandal in Liebesdingen hat den Physiker Francis P. Bacon seine Universitätskarriere gekostet. Nun macht er sich im Auftrag der US-Army auf die Suche nach jenem Wissenschaftler, der unter dem Decknamen Klingsor für das Atomprogramm der Nazis verantwortlich war. Zusammen mit dem Mathematiker Gustav Links verfolgt er Spuren, befragt Max Planck, Werner Heisenberg und Niels Bohr - und stößt auf ein Netz von Intrigen, Missgunst und Verrat. Ist Heisenberg Klingsor? Oder ist der Verräter an Bacons Seite? Jeder könnte Klingsor sein.
Roman über Aufstieg, Triumph, und Mythos Eva Pérons, der Frau (1919-1952) des argentinischen Präsidenten.
Aura ist eine erotisch phantastische Novelle. Ebenso modern wie einer romantischen Erzähltradition verpflichtet, bannt ihr dunkler magischer Zauber, ihr vampirhafter Sog und Spuk den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile. Ihr zentrales Thema ist die sexuelle Begierde. Diese treibt den jungen Historiker Felipe Montero in den Bannkreis zweier Frauen, die in Wirklichkeit ein- und dieselbe Person sind: die zwanzigjährige Aura und die uralte Senora Consuelo. In einem Patrizierhaus aus der Kolonialzeit Mexikos inszeniert Fuentes die Geschichte einer Leidenschaft, in der das weibliche Verlangen die Aporien des Daseins - Jugend und Alter, Tod und Leben - zu überwinden scheint.
Roman. Die Abenteuer und Irrfahrten des Gaviero Maqroll
In so unterschiedlichen Häfen wie dem winterlichen Helsinki und dem karibischen Kingston begegnet Gaviero Maqroll immer wieder demselben Schiff: einem heruntergekommenen Tramp Steamer, ein Frachtschiff, das ohne feste Routen über die Weltmeere schippert. Auf einer Flussfahrt trifft er schließlich auf den ehemaligen Kapitän des Frachters, der ihm eine eigenartige Geschichte erzählt. Von der jungen libanesischen Reederin Warda Bashur, die sich in den Kopf gesetzt hat, einen geerbten Tramp Steamer von zweifelhafter Seetüchtigkeit als Frachtschiff zu betreiben. Von einem baskischen Kapitän, der sich auf das ungewöhnliche Abenteuer einlässt. Und von einer Liebe, die nur andauern kann, solange der Tramp Steamer über die Meere vagabundiert.
In einer spannenden Reportage läßt Gabriel García Márquez den Filmregisseur und Allende-Anhänger Miguel Littín von seinen Abenteuern im Chile Pinochets erzählen. Als Exilchilenen ist es Littín verboten, in sein Heimatland zurückzukehren. Aber es gelingt ihm, und mit generalstabsmäßiger Planung täuscht er die allgegenwärtige Geheimpolizei. In einem aufregenden Katz- und Mausspiel dreht er einen 32.000 Meter langen Film über das Leben unter der Diktatur.
Maytas Geschichte ist ein Roman über die revolutionäre Hoffnung und die organisierte Linke, über Peru heute, über politisches Handeln — seine Notwendigkeit und sein Scheitern —, die eindringliche Studie eines politischen Charakters und nicht zuletzt die Standortbestimmung eines Intellektuellen in einer zerrissenen Situation, die Gleichgültigkeit nicht zuläßt.
Der Mann, dem dieses ungewöhnliche Buch an der Grenze von Roman und historischer Biographie gilt, ist Simon Bolivar, der Führer des südamerikanischen Unabhängigkeitskrieges gegen Spanien im frühen 19.Jh. Bolivar vereinigte in sich die ungeheuren Widersprüche dieses Kontinents: Er war glühender Patriot und englischer Agent, uneigennütziger Freund des Volkes und eiskalter Taktiker, Draufgänger und zarter Poet, Frauenheld, Macho, er träumte von der Herrschaft des Volkes und wurde zum Urbild des lateinamerikanischen Caudillos; er kümmerte sich um das Schicksal eines armen Bauern und ließ Köpfe rollen, wenn er es für nötig hielt. Selbst wer den Helden des Romans zu kennen meint, erlebt ihn mit Garcia Marquez zum ersten Mal. Das Buch selbst ist eigentlich fast wie neu. Der Einband hat Spuren: bestoßen und Knicks und Abrieb (besonders auf Rückseite), die die Farbe verloren haben.
In einem abgelegenen Geröllfeld wird die Leiche des Mestizen Palomino Molero, Rekrut der peruanischen Luftwaffe, gefunden. Die mit der Mordaufklärung beauftragten Polizisten stossen bei den Militärs des nahegelegenen Stützpunktes auf eine Mauer des Schweigens
Carlos Prullàs nimmt an den Proben seines neusten Stückes teil. Regie führt wie immer sein ältester Freund Gaudet, in der Starrolle Mariquita Pons, mit der noch jedes seiner Stücke zum Renner wurde. In diesem schwül-heißen August aber scheinen sich die Dinge zu verschieben: Erst entdeckt er seinen Freund dabei, wie er heimlich Sartres "Der Ekel" liest, dann deutet auch Mariquita Pons an, daß Prullàs mit seinen Stücken aus der Mode zu geraten droht. Ihr eigener Stern freilich scheint auch zu sinken, jedenfalls taucht plötzlich Lilí Villalba im Ensemble auf, ein hübsches junges Ding, das von einem reichen Geschäftsmann protegiert wird. Und ausgerechnet in sie verliebt sich Prullàs geradezu blindlings. Als der Geschäftsmann ermordet aufgefunden wird, steht Prullàs unversehens als Hauptverdächtiger da. Alles scheint er nun falsch zu machen, und er muß erleben, wie sich selbst seine Freunde gequält von ihm abwenden. Als sich die Schlinge1 um seinen Hals enger zieht, unternimmt er einen Abstieg in eine Unterwelt, von der er nicht die geringste Ahnung hatte.