Cornwall, 1876: Nach dem Tod ihres Vaters Vollwaise, sieht sich die junge Helena Lawrence vor dem finanziellen Ruin stehen. Der geheimnisvolle Ian Neville, der wie aus dem Nichts in ihr Leben tritt, macht ihr ein Angebot: Er wird für ihr Auskommen sorgen – wenn sie ihn heiratet und auf seine Teeplantage im indischen Darjeeling begleitet. Zuerst widerwillig, sieht Helena schließlich keinen anderen Ausweg mehr, als mit ihm zu gehen. Das fremde, exotische Indien mit seinen Farben und Düften schlägt Helena in seinen Bann und sie glaubt fast schon daran, hier glücklich zu werden. Doch trotz Momenten der Nähe bleibt Ian ihr fremd. Sein Geheimnis droht Helenas Leben und ihre aufkeimende Liebe zu ihm für immer zu zerstören.
Jean-Marie Argelès Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Nirgendwo in Afrika
- 334 Seiten
- 12 Lesestunden
Rongai, den 4. Februar 1938 Meine liebe Jettel! Setz Dich ruhig hin und hol Dir ein Taschentuch. So Gott will, sehen wir uns bald wieder. Seit meinem letzten Brief aus Mombasa ist viel passiert. In Nairobi war ich niedergeschlagen, da mir gesagt wurde, dass ich ohne Englischkenntnisse keine Arbeit finden kann. Doch dann wurde ich von der jüdischen Familie Rubens eingeladen, die sich um Refugees kümmert. Sie haben mir geholfen, und ich wurde auf eine Farm geschickt, wo ich arbeiten kann, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Es ist wichtig, dass Du und Regina schnellstmöglich abreist. Gehe zu Karl Silbermann, der Dir helfen kann, Schiffskarten zu bekommen. Nimm eine Drei-Bett-Kabine, um Geld zu sparen. Kümmere Dich auch um unsere Kisten und besorge einen Eisschrank und eine Petromaxlampe. Auf der Farm gibt es kein elektrisches Licht. Regina braucht Gummistiefel und Manchesterhosen. Hier auf der Farm ist es heiß, aber abends kalt. Ich habe einen Boy namens Owuor, der viel lacht und mir hilft. Ich bin dankbar, dass ich hier bin, auch wenn die Tage lang sind. Ich mache mir Sorgen um Euch, besonders wenn die Deutschen in Polen einmarschieren. Ich hoffe, Du hast bald Nachrichten von mir. Es umarmt Dich voller Sehnsucht, Dein alter Walter. P.S. Die Söhne von Mr. Rubens sind ganz nett. Rongai, den 15. Februar 1938 Mein lieber Vater! Ich hoffe, Du hast von Jettel gehört. Ich bin Farmer geworden und habe schon ein Kalb geb