Der Bauernspiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf von ihm selbst beschrieben
- 504 Seiten
- 18 Lesestunden
Dieser Schweizer Autor aus einer Pastorenfamilie konzentrierte sein Schaffen auf das Leben einfacher Leute und ländlicher Gemeinschaften. Seine Werke, geschrieben auf Deutsch mit Anklängen an den Berner Dialekt, bieten realistische Darstellungen des Dorflebens, ohne dessen Mängel zu beschönigen. Obwohl er erst spät im Leben zu schreiben begann, wurde er zu einem produktiven und bedeutenden Romanautor im deutschsprachigen Raum, geschätzt für seine authentische Stimme und tiefen Einblicke in die menschliche Natur. Seine bekanntesten Werke erforschen Themen wie Moral, gesellschaftliche Dynamiken und den Kampf des Einzelnen gegen Widrigkeiten und das Böse.







Die Bauern in Vehfreude finanzieren lieber eine Käserei als ein Schulhaus, da dies Wohlstand und Fortschritt verspricht. Eine Käsegenossenschaft wird gegründet und ein Senn gewählt, der die Milchwirtschaft leitet. Der Kapitalismus hält Einzug ins Emmental, doch der erwartete Profit bleibt fraglich.
Mit dem ›Bauernspiegel‹ wurde aus dem Pfarrer Albert Bitzius der Schriftsteller Jeremias Gotthelf. Mit Zorn und Humor erzählt er in seinem ersten Roman das Leben eines »Verdingkindes«, dessen Weg aus der Knechtschaft es bis ins Paris der Julirevolution führt. Die Schonungslosigkeit, mit der Gotthelf der eigenen Welt – den Bauernfamilien, aber auch den Schulmeistern und Politikern – den Spiegel vorhält, sorgte schon zu Zeiten der Erstveröffentlichung für Aufruhr und hat bis heute nichts an Brisanz und Aktualität verloren.
Enth.: Die schwarze Spinne; Elsi, die seltsame Magd; Das Erdbeerimareili; Barthli der Korber; Jeremias Gotthelf von Gottfried Keller.
Die schwarze Spinne
Der Besenbinder von Rychiswyl/Barthli der Korber/Die Frau Pfarrerin - bk93; Diogenes Verlag; Jeremias Gotthelf; pocket_book; 1978
Ein einfühlsames, aber auch aufgebrachtes Buch, das anhand der Figur Anne Bäbi ohne Scheu auf Ursachen seelischer Depressionen zeigt und sich empört über jene, die daraus Profit schlagen.