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Michail Sygar

    Gazprom
    Endspiel
    • Endspiel

      Die Metamorphosen des Wladimir Putin

      • 400 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Wie konnte Wladimir Putin zum Paria der Weltgemeinschaft werden? Michail Sygar, ein Kenner des Kremls, beschreibt in seinem eindringlichen Buch die Transformation Putins vom Reformer zu einem gefürchteten Führer. Nach seiner überraschenden Wahl zum Präsidenten im Jahr 2000 strebt Putin zunächst eine Annäherung an den Westen an, um Teil des Kreises führender Staatslenker zu werden. Doch bald fühlt er sich betrogen durch die NATO-Osterweiterung und die vermeintlich westlich unterstützten „orangen“ Revolutionen in Georgien und der Ukraine. Um seine Macht zu sichern, beseitigt er Rivalen wie Michail Chodorkowski und verstärkt die Kontrolle im Inland. In einer Phase, in der er sich wie ein Oligarch verhält, genießt er den Luxus der Superreichen. Während der Präsidentschaft Medwedews bleibt er durch PR-Stunts omnipräsent, doch als sich das Großstadtpublikum von ihm abwendet, sucht er die Nähe des einfachen Volkes, das sich im Hass auf Amerika vereint. Die Maidan-Revolution in Kiew verstärkt seine Paranoia, und er glaubt, dass die USA ihn ins Visier genommen haben. Die Folgen dieser Entwicklungen sind bekannt, doch die Auswirkungen auf sein politisches Überleben bleiben ungewiss.

      Endspiel2015
      4,4
    • Gazprom

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Gazprom ist der größte Erdgasproduzent der Welt, und Deutschland ist der wichtigste Abnehmer für russisches Gas, was zu einer erheblichen Abhängigkeit führt. Putin nutzt den Konzern als Instrument, um russische Machtansprüche durchzusetzen. Deutschland ist zu 45 Prozent, Österreich zu 75 Prozent und Finnland zu 100 Prozent vom Import russischen Gases abhängig. Je mehr Gazprom seinen Einfluss ausdehnt, desto leichter kann Moskau alte Machtansprüche geltend machen. Historisch haben alle Präsidenten, von Chruschtschow bis Putin, Gazprom als Teil ihrer Machtpolitik eingesetzt. Waleri Panjuschkin und Michail Sygar, zwei renommierte unabhängige Journalisten Russlands, analysieren präzise die Strukturen des Konzerns und die politischen sowie wirtschaftlichen Machenschaften, die mit ihm verbunden sind. Sie beleuchten die Erpressung, wie im Fall der Ukraine, und die unheilige Allianz zwischen Politik und Gas in Russland. Gazprom erweitert kontinuierlich seine Interessensphäre, wobei Deutschland und Westeuropa zentrale strategische Ziele sind. Mit der Verpflichtung von Gerhard Schröder als Aufsichtsratschef der Ostseepipeline wird die Verquickung von Gasgeschäft und Machtanspruch deutlich. Dies wirft Fragen auf: Führt der Missbrauch von Gazprom zu einer Vernachlässigung seiner Aufgaben? Die wachsende Energieabhängigkeit könnte zu einer Krise führen, die nicht nur Russland, sondern auch Deutschland und Westeuropa betrifft.

      Gazprom2008
      4,6