Louis de Bernières führt ins London der 1970er Jahre zu Chris, einem 40-Jährigen Handelsvertreter, der den eintönigen Alltag mit seiner Frau, einem „großen, weißen Teigklops“, satt hat. Als er auf die junge Roza trifft, die er für eine Prostituierte hält, fühlt er sich sofort magisch angezogen von der serbischen Partisanentochter mit der dunklen Vergangenheit. Jedes Mal, wenn Chris die Schwelle zu ihrer verwahrlosten Wohngemeinschaft übertritt, verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge: Rozas Leben ist ein Geflecht aus Geschichten, die oft so absurd scheinen, dass dem Leser das Lachen im Hals steckenbleibt. Doch wie viel davon ist wahr, und spielt das überhaupt eine Rolle? Louis de Bernières, 1954 in London geboren, wuchs im Nahen Osten auf und lebt heute als Schriftsteller in London. Sein Bestseller »Corellis Mandoline« (Fischer Taschenbuch Bd. 16784) wurde erfolgreich mit Nicholas Cage und Penelope Cruz verfilmt. Louis de Bernières erhielt u. a. den Commonwealth Writers Prize 1995 und den Lannan Award.
Frans van der Wiel Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



Pingeland, zo noemt Dismas het rijke land, dat veel op Nederland lijkt en hem ooit als vluchteling gastvrij ontving. Sinds Blaatpan minister-president van Pingeland is voelt hij zich er steeds minder thuis. Het sociale klimaat wordt grimmiger, asielbeleid en terrorisme bepalen de politieke agenda. Dismas doet er vanuit zijn flat in een rustige buitenwijk ogenschijnlijk afstandelijk verslag van, maar in werkelijkheid gaat in hem de aanstichter schuil van een reeks van aanslagen. Voorbedachte daden is een sterk, met vaart geschreven verhaal waaruit koele woede spreekt, maar ook humor, egoïsme en mededogen.
J. M. Coetzee konstruiert in seinem Roman eine literarische Fiktion um Fjodor Dostojewskij: Ein alternder Schriftsteller namens Fjodor Michailowitsch reist 1869 von Dresden nach Petersburg, um die näheren Umstände des Todes seines Stiefsohns Pawel zu erfahren. Ist Pawel von der zaristischen Polizei getötet worden, handelt es sich um Selbstmord, oder sind gar die Anarchisten um Sergej Netschajew für Pawels Tod verantwortlich? Der zwischen Trauer und Schuldgefühlen hin- und hergerissene Fjodor verstrickt sich zusehends in die Petersburger Verhältnisse, die die seines Sohnes waren und nun seine eigenen werden: Er zieht in Pawels ehemaliges Zimmer, schlüpt in dessen Anzug, stellt Pawels Wirtin, der sinnlichen Anna Sergejewna, nach und verbringt einige wilde, verzweifelte Nächte mit ihr. Coetzee schildert Euphorie und Albdruck, die einem epileptischen Anfall vorausgehen, mit ebenso großem psychologischem Einfühlungsvermögen wie Fjodors vergebliche Versuche, den Tod des Sohnes zu verwinden. Die wahre Trauerarbeit leistet Dostojewskij schließlich schreibend: An Pawels Schreibtisch beginnt er, die ersten Seiten der ›Dämonen‹ zu skizzieren.