Im Sommer 1913 verbringt der junge aristokratische Dichter Cecil Valance ein Wochenende bei der Familie seines Cambridge-Kommilitonen George Sawle. Besonders Georges kleine Schwester Daphne ist sofort von dem gut aussehenden Gentleman eingenommen, und Cecil widmet ihr ein Gedicht. Es wird zum lyrischen Symbol einer ganzen Generation. Nach Cecils Tod im Ersten Weltkrieg ranken sich immer neue Mythen und Geheimnisse um die Person und das Werk des Dichters. Cecils Leser und sogar seine Familie stehen vor einem Rätsel. In den folgenden Jahrzehnten werden nicht nur Daphne und George, sondern vor allem Cecils literarischer Nachlass von Öffentlichkeit, Biografen und Wissenschaft instrumentalisiert – entsprechend der jeweiligen literarischen und kulturellen Mode der Zeit. Doch dann macht sich ein junger Literaturfreund daran, Cecils Geheimnis zu lüften, und ein Antiquar macht eine überraschende Entdeckung. Ein sinfonischer Roman um eine schillernde und geheimnisvolle Figur – brillant erzählt in sinnenfreudigen Bildern und kommentiert mit ironischem Witz.
Bernard Turle Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)




Die andere Seite der Stille
- 410 Seiten
- 15 Lesestunden
Nach Jahren der Erniedrigung in einem Bremer Waisenhaus wandert Hanna nach Deutsch-Südwestafrika aus. Doch statt der erhofften Freiheit erfährt sie dort nur Gewalt und Ablehnung. Bis sie schließlich ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Ein erschütterndes Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte vom wichtigsten Romancier Südafrikas erzählt. André Brink wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem "Prix Médicis Etranger" "Ich habe durch Sie die Welt ein bisschen besser verstehen gelernt" Nelson Mandela über André Brink "Ein Roman, der einen Sog ausübt - gut recherchiert und imaginiert." Hamburger Abendblatt
Boyles grandiose Geschichte einer Hippie-Kommune, die von Kalifornien nach Alaska zieht, mit allen berechenbaren und unberechenbaren Folgen. „Drop City“ ist der Roman einer naiven und idealistischen Generation, die das Lebensgefühl von vielen von Grund auf verändert und bis auf den heutigen Tag geprägt hat. Satirisch, realistisch, skurril.
Im weißen Zimmer
- 298 Seiten
- 11 Lesestunden
In einem packenden psychologischen Thriller, der ebenso fesselnd wie tiefgründig ist, taucht Rupert Thomson furchtlos in die dunkelsten Bereiche des menschlichen Geistes ein, um die sinistere Verbindung zwischen Sexualität und Macht zu enthüllen. Als ein charismatischer 29-jähriger Engländer an einem Aprilnachmittag sein Amsterdamer Studio verlässt, um Zigaretten für seine Freundin zu kaufen, denkt er über ihre wunderbare siebenjährige Beziehung und seine erfolgreiche Karriere als international gefeierter Tänzer und Choreograf nach. Doch das Schicksal des namenlosen Protagonisten nimmt eine unvorstellbar erschreckende Wendung, als ihn ein Trio mysteriöser, vermummter Frauen entführt, ihn an den Boden eines kahl weißen Raumes fesselt und ihn als sexuellen Gefangenen hält, während er achtzehn Tage lang Demütigung, Verstümmelung und Vergewaltigung erleidet. Nach einer bizarren öffentlichen Aufführung wird er freigelassen, doch er bleibt gefangen in dem Fegefeuer seiner eigenen Schuld und Qual: Die Erkenntnis, dass ihm niemand seine seltsame Geschichte glauben wird. Kalt und aufschlussreich, sorgfältig gestaltet, zeigt Rupert Thomson hier seine beste imaginative Leistung.