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Claudio Groff

    Werkausgabe 13. Ein weites Feld
    Mein Jahrhundert
    Brief an den Vater
    Der fliegende Berg
    • Brief an den Vater

      • 88 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Franz Kafka hat den „Brief an den Vater“ im Alter von 36 Jahren, fünf Jahre vor seinem Tode, geschrieben. Er stand damals, im Jahre 1919, auf der Höhe seines literarischen Schaffens. Um so erstaunlicher erscheint es, daß Kafka in diesem Zeitpunkt ausgereifter künstlerischer Produktionsfähigkeit einen solchen „schrecklichen Prozeß“ mit seinem Vater führt in Gestalt eines Riesenbriefes, in dem alle Qualen seiner Kindheit noch ebenso unbewältigt und beklemmend anwesend sind wie ehedem. Kein Wunder, daß sich die psychoanalytische Forschung dieses erstaunlichen „Falles“ Kafka in zahlreichen Abhandlungen und Büchern annahm und auch das gesamte dichterische Schaffen Kafkas unter dem Blickpunkt des sogenannten „Ödipus-Komplexes“ sah, analysierte und aufzuhellen suchte, in ihm den Schlüssel zu allen „Rätseln“ und Dunkelheiten dieser Dichtung der Weltliteratur in Händen zu halten glaubte.

      Brief an den Vater2013
      4,1
    • Der fliegende Berg

      Roman

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Christoph Ransmayrs epischer Roman über die Suche nach dem vermeintlich letzten Weißen Fleck der Weltkarte. Den Geschichten dieses Erzählers zu folgen, bedeutet beispielsweise am Gipfel des Everest die atlantische Brandung zu hören. ›Der fliegende Berg‹ ist die Geschichte zweier Brüder, die von der Südwestküste Irlands in den Transhimalaya, nach dem Land Kham und in die Gebirge Osttibets aufbrechen, um dort, wider besseres (durch Satelliten und Computernavigation gestütztes) Wissen, einen noch unbestiegenen namenlosen Berg zu suchen, vielleicht den letzten Weißen Fleck der Weltkarte. Auf ihrer Suche begegnen die Brüder nicht nur der archaischen, mit chinesischen Besatzern und den Zwängen der Gegenwart im Krieg liegenden Welt der Nomaden, sondern auf sehr unterschiedliche Weise auch dem Tod. Nur einer der beiden kehrt aus den Bergen ans Meer und in ein Leben zurück, in dem er das Rätsel der Liebe als sein und seines verlorenen Bruders tatsächliches, lange verborgenes, niemals ganz zu vermessendes und niemals zu eroberndes Ziel zu begreifen beginnt. Verwandelt von der Erfahrung, ja der Entdeckung der Wirklichkeit, macht sich der Überlebende am Ende ein zweites Mal auf den Weg.

      Der fliegende Berg2008
      4,2
    • Werkausgabe 13. Ein weites Feld

      • 784 Seiten
      • 28 Lesestunden

      Berlin 1989, Wendezeit. An der durchlässig gewordenen Mauer entlang gehen zwei alte Männer: der Bürobote Theo Wuttke, genannt Fonty, und sein „Tagundnachtschatten" Hoftaller, der ewige Spitzel. Beider Erinnerungen reichen über große Distanzen, beide leben Vorgängern nach, beiden ist Vergangenheit so gegenwärtig wie die sich überstürzenden Tagesereignisse… Aus der Gegenüberstellung ungewöhnlicher Lebensläufe und politischer Ereignisse entsteht ein Panorama deutscher Geschichte zwischen der Märzrevolution von 1848 und unseren Tagen.

      Werkausgabe 13. Ein weites Feld2002
      3,2
    • In den Geschichten, die Günter Grass hier erzählt, kommen Männer und Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten zu Wort. Sie sind Zeugen der Geschichte, die sie erleben und erleiden, und ihre Erlebnisse spiegeln die bedeutenden Ereignisse des 20. Jahrhunderts wider. Diese reichen von technischen Errungenschaften und wissenschaftlichen Entdeckungen bis hin zu Kriegen, Verfolgung und Fanatismus. Der Autor verbindet erzählerische Phantasie mit historischer Genauigkeit und rückt den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Mit einhundert Geschichten entsteht ein epischer Bilderbogen des vergangenen Jahrhunderts, der sowohl ernste als auch komische, tragische und heitere Momente umfasst. Die Erzählungen sind ein einzigartiger Versuch, dem zerrissenen Jahrhundert gerecht zu werden und zeigen die Vielfalt menschlicher Erfahrungen. Sie beleuchten die Herausforderungen und Hoffnungen der Menschen, die oft im Schatten der großen historischen Ereignisse stehen. Grass' Werk ist mehr als ein Geschichtsbuch; es ist eine tiefgreifende Reflexion über das menschliche Leben und die Zeit, in der wir leben. Es lädt dazu ein, die Vergangenheit zu betrachten und die Geschichten derjenigen zu hören, die oft nicht im Mittelpunkt der Geschichtsschreibung stehen.

      Mein Jahrhundert1999
      3,5