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Peter Handke

    6. Dezember 1942

    Peter Handke ist ein österreichischer Romanautor und Dramatiker, der für seine avantgardistischen Beiträge bekannt ist. Sein Werk taucht tief in die menschliche Psyche und die Welt ein, wobei es oft subjektive Erfahrungen und sprachliche Experimente betont. Handkes Texte erforschen die Grenzen von Wahrnehmung und Kommunikation und spielen dabei sowohl mit Form als auch mit Inhalt. Seine literarische Bedeutung liegt in seiner ständigen Suche nach neuen Ausdrucksformen und tiefgründigen Betrachtungen über das Wesen der Existenz.

    Peter Handke
    Die Geschichte des Bleistifts
    Der Briefwechsel
    Innerer Dialog an den Rändern
    Am Felsfenster morgens (und andere Ortszeiten 1982 - 1987)
    Das Gewicht der Welt. Ein Journal (November 1975 - Marz 1977)
    Helena
    • Ein Stück für die Bühne, ein Drama ohne Rednerwechsel, ein Lied ohne Kehrvers Im Gehen trägt er zusammen, was ihm begegnet, Tag für Tag, Schritt für Schritt: zwei Raben zu seinen Füßen, ein angebissener Apfel am Wegrand, der Fliegenschwarm, »der auf der Stelle fliegt«. Dazwischen Gedanken an den durch Weltgeschehen und -geschichte irrenden Odysseus, Erinnerungen an die Schlange am Kindswaldrand, der Klang der Regentropfen im Laub, das Bild der Wolkenschatten. Dann das »Lachen von Kindern am Horizont«, ihr ausgelassenes Spiel, das den Krach am Straßenrand übertönt. Dort findet er den Frieden, den es nicht gibt, »im Mundschwung des Kindes, dort herrscht er«. Bis der eine, der da unentwegt spricht, aufbricht und ein anderer kommentiert: »Angeblich soll er vor einiger Zeit noch gesehen worden sein, als letzter Fahrgast hinten zusammengekauert im allerletzten Nachtbus.« Schnee von gestern, Schnee von morgen ist ein Stück für die Bühne, ein Drama ohne Rednerwechsel, ein Lied ohne Kehrvers. Als ob Peter Handkes Figur sprechend und singend versucht, sich in die Stille einzuhören, also zugleich wegzuhören, Welt und Welterfahrung gerecht zu werden. Der Sprecher fällt sich selbst ins Wort, setzt neu an, und er sammelt nicht nur auf, was ihm im Gehen begegnet, sondern folgt auch den »Nachbildern bei geschlossenen Augen«.

      Schnee von gestern, Schnee von morgen2025
      3,2
    • Noch einmal vom Neunten Land

      Peter Handke im Gespräch mit Jože Horvat

      • 94 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Die drei Gespräche, die Peter Handke mit dem slowenischen Freund Jože Horvat führte – 1987 in Salzburg, 1988 im Karst und im Dezember 1992 in Paris –, entfalten sich um slowenische Motive im literarischen Werk, über Sloweniens Unabhängigkeit und den Krieg. Der »Bewohner des Elfenbeinturms« weilte, saß, ist oft – meist zu Fuß – herumgekommen und hat viel, das Weite, das Enge, wahrgenommen – in seiner „Geh-Heimat“. Landschaften, vor allem der Karst, die Menschen und ihre Sprache, das Slowenische, finden sich im Schreiben wieder, im Buch wie dem Anfang der 80er Jahre verfaßten poetischen epischen Werk Die Wiederholung. So „heimisch“ es dem Autor im „Land der Erzählung“ erging, so kritisch zeigt er sich zur Staatswerdung von Slowenien. Bewandert in den Landen, die seit 1991 in Staatsgebilde und Kriegswirren zerfallen, fügt Handke gängigen Balkan-Schlagworten keine eilfertigen, abschätzigen Kommentare hinzu – vom Nachsinnen gelebter, erlebter und beobachteter Vielfalt erfahren wir. Wie schon der Abschied des Träumers vom Neunten Land. Da und dort auch unverstanden, mißbraucht, geben auch die Ansichten und Einwände in diesen Gesprächen, nicht mit ausgewogenem, wohl aber eigenes Erfahren wägendem Wort, immer wieder Anstoß – zum Bedenken. „In Die Wiederholung ist das gerecht beschrieben, nicht sine ira et studio, es ist nur erzählt … Das Poetische und das Politische kann man nicht trennen …“

      Noch einmal vom Neunten Land2023
    • Próby

      • 520 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Próba o grzybiarzu Petera Handkego to nie tylko opowieść o grzybobraniu, ale przede wszystkim o głupcu, za którym autor chowa się, stosując najrozmaitsze chwyty autobiograficzne, i którego stworzył jako idealnego literackiego sparingpartnera. Z wiekiem Handke wydaje się coraz zabawniejszy, lubi sobie pożartować, na przykład gdy jego alter ego wyrzuca mu, że nigdy nie przestał czarować i szeptać lub gdy tworzy psalmodie o listku figowym. Helmut Boettiger Eseje Handkego są wyraziste, oryginalne i niebagatelne. Trzeba się poddać nurtowi pisma autora, by zaakceptować ich charakter czy odmienność od klasycznych przykładów tego gatunku. Obdarzony niezwykłą wyobraźnią pisarz prowadzi czytelnika krętymi drogami, zawsze biorąc sobie za cel odkrycie indywidualnego dla każdej sytuacji i miejsca znaczenia. Ukazuje dynamiczne interakcje człowieka ze skomplikowanym światem zewnętrznym, który zarazem odciska swój hieroglif na rozbudowanym świecie wewnętrznym bohaterów. Odkrywamy tu całą paletę motywów, zdarzeń i kontekstów, choć jeden motyw wyróżnia się spośród innych najbardziej wszechobecna samotność. Z posłowia

      Próby2023
      3,5
    • Die Ballade des letzten Gastes

      Das neue Buch des Literaturnobelpreisträgers

      • 185 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Von einem anderen Erdteil kehrt Gregor zurück in die Heimat. Das »vormalige Vieldörferland« ist eine städtische Agglomeration geworden, vertraut und zum Verirren fremd zugleich. Auch die Familie hat sich verändert: Zwar wartet der Vater wie früher mit den Spielkarten, doch hat die Schwester überraschend einen Säugling auf dem Arm. Er, der große, ältere Bruder, soll der Taufpate des Kindes werden. Vom jüngeren Bruder Hans bleiben derweil nur die Todesnachricht, vom älteren der Familie verschwiegen, und Erinnerungen, zum Beispiel an den Unfall in den Brennesseln. Selbst der Obstgarten ist ein anderer geworden, noch immer an Ort und Stelle, aber längst nicht mehr zu retten. Es zieht ihn also in die Straßen und Gassen, ins Kino, ins Fußballstadion, in den Wald, und er geht und geht immer weiter. In Peter Handkes neuem Buch durchdringen sich Gegenwart und Vergangenheit, scheint das eine ins andere zu kippen, steht alles »auf Messers Schneide«. Auf seinem Weg zurück zur Familie, durch einstmals bekannte Landschaften hält der Erzähler immer wieder inne, Kindheitserlebnisse werden wachgerufen, innere Stimmen treten ins Zwiegespräch. Was einmal war, hat sich unwiderruflich verändert – und bleibt dennoch vertraut.

      Die Ballade des letzten Gastes2023
      3,6
    • Quiet Places

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      "A collection of literary essays by Nobel laureate Peter Handke"--

      Quiet Places2022
      3,6
    • Zum 80. Geburtstag von Peter Handke die Neuauflage eines seiner Prosastücke – mit Faksimiles der Handschrift und Fotografien von Isolde Ohlbaum. Die Esche, deren Individualität Peter Handke in diesem Band mit großer Genauigkeit beschreibt, erkundet, porträtiert, steht in einem Garten in der Schackstraße in der Mitte Münchens. Er nimmt ihre Form von der Ferne in Augenschein und ihren Stamm (und das Leben auf ihm) von der Nähe, ihn interessieren die Äste und das Laub, aber auch ihr Charakter und ihre Haltung. Es ist eine Binsenwahrheit, dass kein Baum dem anderen gleiche, aber wie diese Einmaligkeit beschreiben? Da die Esche in ihrer ganzen Schönheit und Größe existiert, hat Isolde Ohlbaum sie von allen Seiten aufgenommen: Auf ihren Bildern kann man sehen, wie der Baum sich reckt, um sich mit dem Siegestor zu messen. In seinem Nachwort beschreibt Michael Krüger den Standort des Baumes als Mittelpunkt der Welt. Der Band erscheint zum 80. Geburtstag des Dichters Peter Handke, dessen lange Blicke in das unerschöpfliche Buch der Natur mit zum Schönsten in seinem Werk gehören.

      Kleine Fabel der Esche von München2022
    • Im vielfältigen Werk Peter Handkes gehören die Journale gewiss zu den Büchern, in denen uns Leserinnen und Lesern der Dichter am nächsten kommt, auch in seinem »Ideal«, in der »Souveränität eines, der von niemandem etwas will, von niemandem etwas fordert, von niemandem etwas erwartet«. Seine über die Jahre gesammelten Aufzeichnungen sind ein Wunder der Literatur. Handke zitiert darin (auswendig) aus seinen Lektüren, aus Tolstoi, Goethe, Doderer, Simenon, aus der Apostelgeschichte u. a., blättert im bereits knisternden Griechisch-Deutsch-Schulwörterbuch, schreibt an der »Obstdiebin«, später an »Zdenek Adamec« und an »Das zweite Schwert«, zweifelt, wundert sich, horcht, beobachtet mit zartem Blick seine nahe Umgebung und erdichtet wieder und wieder ein 11. Gebot. Wir dürfen ihn durch die Jahre bei all dem begleiten, auch durch die »Quarantänestille« der jüngsten Zeit

      Innerer Dialog an den Rändern2022
      4,7
    • Zwiegespräch

      • 66 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Der eine erinnert sich noch immer an jenen Theaterbesuch als Schulkind: nicht an das Stück, dafür an das Dekor, die Kulisse. Ein Urbild, das er auf seinen Wanderungen durch die Nachbarorte wiedererkennt, in einer Scheune, dem Haus auf dem Friedhof – und in ständiger Erwartung, dass die Türen aufgehen, die Fenster aufspringen, ein Mensch heraustritt. Der andere erinnert sich an seinen Urahn, den Großvater, der am Isonzo und in Galizien in den Schützengräben lag und mit den Tieren auf seine Art umging, die Schlange auf den Rechen spießte und die Hornissen lebendig im hohlen Baum einmauerte. Für ihn ein Spiel wie die sonntägliche Kartenrunde. »Wahr gesagt, alter Freund: Zwei besondere Narren sind wir, ein jeder auf seine Weise.« Mit unvergleichlicher Musikalität lässt Peter Handke zwei Sprecher auftreten. In der Wechselrede, ihrem Dialog, scheinen Bilder und Erinnerungen auf. Dabei im Zentrum: der Großvater, ein Spieler, und die Theaterbühne, ein Spielort. Das Spiel im Spiel? Ein meisterhaftes Zwiegespräch .

      Zwiegespräch2022
      3,8
    • Tausende Notizbuch-Seiten wurden von Peter Handke seit Anfang der siebziger Jahre beschrieben. Diese Hefte, Bücher, Blöcke, die in Jacken- oder Hosentasche passen, sind seine ständigen Begleiter, zuhause wie unterwegs. Aufgezeichnet werden Selbstgespräche und poetische Reflexionen, Einfälle und Ideen für literarische Projekte, vor allem aber Gesehenes, Gelesenes und Gehörtes. »Ich übte mich nun darin, auf alles, was mir zustieß, sofort mit Sprache zu reagieren, und merkte, wie im Moment des Erlebnisses gerade diesen Zeitpunkt lang auch die Sprache sich belebte und mitteilbar wurde«, so Peter Handke zur Praxis seines Notierens. Anlässlich des 80. Geburtstags des Nobelpreisträgers wird nun eines dieser Notizbücher erstmals vollständig in einer Transkription der Handschrift veröffentlicht. Es dokumentiert vor allem eine ausgedehnte Reise, die Peter Handke im Sommer 1978 zu Fuß, mit dem Bus und per Bahn unternahm und die ihn von seiner Herkunftsgegend Kärnten nach Slowenien, in den Karst und weiter nach Norditalien führte. Neben dem fortlaufend Niedergeschriebenen erweisen sich auch die vielen, teils ganzseitigen Zeichnungen als wichtige Vorarbeiten für die später erschienenen Erzählungen, insbesondere Langsame Heimkehr und Die Wiederholung.

      Die Zeit Und Die Räume2022
      1,0
    • To dane z mojego własnego życia. Pisząc o nich udaję się w swego rodzaju podróż, nie wiem jednak dokąd mnie ona zaprowadzi. Lecz mimo to w nader jednostajny sposób kolekcjonuję elementy, z których składam się sam, oczywiście muszę wierzyć, że nie są to moje własne elementy, lecz sprawy ogólne, które fabrykuję w swoisty rodzaj narracji, opowieści, jakiej sam nigdy nie doświadczyłem, ale z pewnością przeżyłem wiele poszczególnych jej elementów. Peter Handke

      Drugi miecz2021
      3,4
    • Mein Tag im anderen Land

      Eine Dämonengeschichte

      In der Gegend gilt er als Besessener, »besessen nicht allein von einem, sondern von mehreren, vielen, gar unzähligen Dämonen«. Tags geht er, der eigentlich Obstgärtner ist, durch den Ort. Leise redet er in Zungen in einer nichtexistierenden Sprache, erschreckt die Dorfbewohner mit Beschimpfungen und Schmähreden, mit Orakelsprüchen. Nur die Schwester hält zu ihm, die Eltern leben schon lang nicht mehr. Sie beobachtet, wie er anderen Lebewesen, Tieren zuspricht, und will nicht wahrhaben, dass er wie aus der Kehle eines Engels singt. Sie folgt ihm, auch an den See »mit dem anderen Land an dem Ufer gegenüber« – dort blickt ihn ein Mann an, wie er »noch keinmal von einem Menschen angeblickt worden war«, und da fahren die Dämonen aus ihm heraus. So macht er sich, »nach einem freilich langgezogenen Abschied, auf den Weg hinüber ins andere Land«. Peter Handke erzählt von Dämonen, die ihren Schrecken verlieren im Blick desjenigen, der sagt: »Da bist du mir ja wieder, mein Freund!« Im Moment, in dem der Besessene so ist, wie er da war. Er erzählt von einer poetischen Verwandlung, einer Befreiung, die neben den Harmonien das »unausrottbar Widerständige« bewahrt; denn: »Ohne es wird nichts. Ohne es nichts als Dasein, Dortsein, und ewig unbeseeltes Sein.«

      Mein Tag im anderen Land2021
      3,7
    • Kniha představuje tři Handkeho divadelní texty (Nebe nad Berlínem, 1987; Podzemní blues, 2003; Zdeněk Adamec, 2020) z různých období tvorby, jejichž spojníkem je svět mezi samotou a láskou, ostychem z lidí a slávychtivostí, jazykem, filozofií a politikou, mezi snem a světem.

      Nebe nad Berlínem / Podzemní blues / Zdeněk Adamec2021
      3,5
    • The book features three introspective meditations by Nobel Prize winner Peter Handke, exploring themes of memory and identity as he navigates from Alaska to his Austrian childhood. Through this self-reflexive journey, Handke delves into the nuances of the writing process, offering a profound reflection on the interplay between place and personal history.

      Jukebox and Other Essays on Storytelling2020
      3,5
    • This collection features six plays by Nobel Prize winner Peter Handke, showcasing his early career as an Austrian playwright. The works reflect his innovative approach to language and form, exploring themes of identity, existence, and the human experience. Handke's unique narrative style and profound insights into the complexities of life are evident throughout these plays, offering readers a glimpse into the foundational elements that shaped his later acclaimed works.

      Ride Across Lake Constance and Other Plays2020
      3,0
    • In »Eine weitläufige Szene« wird das Schicksal von Zdenek Adamec beleuchtet, der sich 2003 aus Protest selbst verbrannte. Die Erzählung spielt an einem öffentlichen Ort und thematisiert die Reflexion der Spieler über sein Leben und die Welt. Handkes Figuren diskutieren, erinnern und versuchen, Zdenek ins Leben zurückzurufen.

      Zdenek Adamec2020
      3,0
    • Crossing the Sierra de Gredos

      • 480 Seiten
      • 17 Lesestunden

      In this visionary novel, Nobel Prize winner Peter Handke offers descriptions of objects, relationships, and events that teach readers a renewed way of seeing; he creates a wealth of images to replace those lost to convention and conformity. On the outskirts of a northwestern European river port city lives a powerful woman banker, a public figure admired and hated in equal measure, who has decided to turn from the worlds of high finance and modern life to embark on a quest. Having commissioned a famous writer to undertake her "authentic" biography, she journeys through the Spanish Sierra de Gredos and the region of La Mancha to meet him. As she travels by all-terrain vehicle, bus, and finally on foot, the nameless protagonist encounters five way stations that become the stuff of her biography and the biography of the modern world, a world in which genuine images and unmediated experiences have been exploited and falsified by commercialization and by the voracious mass media. Crossing the Sierra de Gredos is a very human book of yearning and the ancient quest for love, peopled with memorable characters (from multiple historical periods) and imbued with Handke's inimitable ability to portray universal, inner-worldly adventures that blend past, future, present, and dreamtime.

      Crossing the Sierra de Gredos2020
      3,5
    • 19 Pilzdrucke

      • 48 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Für die Vorzugsausgabe seines jüngst erschienenen Zeichnungsbuchs hat uns Peter Handke eine Suite von 20 Pilzdrucken geschaffen, die wir Ihnen als Zyklus in Buchform vorstellen wollen, bevor die Blätter, die alle Unikat-Charakter haben, an Handke-Sammler in der ganzen Welt zerstreut werden. 0Handkes Pilzdrucke haben als Ausgangspunkt kleine Pilze, die er auf seinen Spaziergängen im Wald findet und in seinen Notizbüchern presst. Dabei entstehen nach dem Zufallsprinzip der Natur seltsam phantastische Figuren, in denen in Blasen gelblich-brauner Flüssigkeit, die sich aus der Feuchtigkeit der Pilze durch den Vorgang des Pressens ergibt, die getrockneten Reste der Schwämme zurückbleiben wie Zellkerne in einer Plazenta. Die kleinen monochromen Blätter, die in allen Schattierungen von Braun bis Schwarz changieren, sind von hohem graphischen Reiz. Sie erinnern in ihrer Leichtigkeit und Zartheit an die schwarzweißen Aquarelle von Victor Hugo oder die graphischen Blätter des Komponisten John Cage. Mit kurzen Textzitaten aus Peter Handkes Buch Versuch über den Pilznarren

      19 Pilzdrucke2020
    • Zurückgekehrt nach jahrelangem Unterwegssein in die Gegend südwestlich von Paris, drängt es den Helden drei Tage später bereits zu einem erneuten Aufbruch. Im Gegensatz zu vorangegangenen Welterkundungen verfolgt er diesmal ein unumstößliches Ziel: »›Das also ist das Gesicht eines Rächers!‹, sagte ich zu mir selber, als ich mich an dem bewußten Morgen, bevor ich mich auf den Weg machte, im Spiegel ansah.« Rache warum? Für die Mutter, die in einem Zeitungsartikel denunziert worden war, dem Anschluss ihres Landes an Deutschland zugejubelt zu haben. Rache an wem? Eine Journalistin, der Urheberin dieser wahrheitswidrigen Behauptungen, die in Tagesentfernung in den Hügeln um Paris wohnte. Die Erfahrungen all jener Reisenden, die Peter Handke von zu Hause aufbrechen lässt, bestätigen sich jedoch auch hier: »Ich hatte keinerlei Plan ausgeheckt. Es hatte zu geschehen. Andererseits: Es gab ihn, den einen Plan. Aber dieser Plan ist nicht mein eigener.« Und so mündet der Rachefeldzug in ein Fest, eine bewusste Entscheidung des Erzählers Peter Handke: In die geschriebene Geschichte erhält nur Zutritt, was in der Realgeschichte Bestand hat. Und umgekehrt: Sich vollziehende Geschichte erlangt nur Wirklichkeit, wenn sie des Erzählens wert ist.

      Das zweite Schwert : eine Maigeschichte2020
      3,3
    • Peter Handke knüpft in seinem neuen Stück an sein früheres Werk an und präsentiert einen Platz als Hauptakteur. Die Zuschauer erleben alltägliche und besondere Szenen, die das typische Verhalten und die Merkmale der Menschen zeigen. Die Begegnungen intensivieren sich und nehmen burleske Züge an, während die Akteure zu einem Volk zusammenwachsen.

      Die Stunde da wir nichts voneinander wußten. Ein Schauspiel2019
      4,0
    • Peter Handke, geboren 1942 in Griffen, lebt heute bei Paris. Er wurde für sein Werk 2019 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Auf das Jahr 1967 datiert die Verpflichtung gegenüber dem eigenen Schreibprozeß: »Eine Möglichkeit besteht für mich jeweils nur einmal. Die Nachahmung dieser Möglichkeit ist dann schon unmöglich.« Damit beginnt die ständig neugestartete Erprobung literarischer Formen, Welt und Welterfahrung gerecht zu werden. Das gesamte Oeuvre von Peter Handke ist ein unablässig vorangetriebener Vorstoß ins Reich der Literatur – von den Metropolen bis zu den Rändern, und darüber hinaus: »Wer sagt denn, daß die Welt schon entdeckt ist?« In diesem Sinne versammelt der vorliegende Band fünf Prosawerke Peter Handkes zur Entdeckung seines Œuvres, entstanden zwischen 1970 und 1991.

      Wer sagt denn, dass die Welt schon entdeckt ist?2019
      2,8
    • Seit mehr als 40 Jahren hält Peter Handke Tag für Tag fest, was ihm auf- und einfällt oder ihn – wie er sagt – »anfliegt«. 2007 übergab er 67 seiner Notizbücher dem Deutschen Literaturarchiv Marbach. Zehn Jahre später fügte er weitere 154 hinzu. Aus diesem Anlass hat Peter Handke im Oktober 2017 zum ersten Mal öffentlich Auskunft gegeben über sein tägliches Notieren, das für ihn seit langem eine »Art schöner Notwendigkeit« geworden ist. Im Gespräch mit Ulrich von Bülow half er beim Entziffern einzelner Textstellen, erinnerte er sich bestimmter Schreibsituationen und erläuterte, welche Bedeutung seine Notizbücher für ihn haben. Der vorliegende Band enthält neben dem Gespräch drei Essays: Erkundungsgänge in eine weitläufige, größtenteils noch unbekannte Text- und Bild-Landschaft von mehr als 33 000 Seiten voller Beobachtungen und Zeichnungen, Beschreibungen und Sprachspielen, Selbstgesprächen und Lektüre-Notizen – beispielsweise zu Spinoza und Heidegger.

      Das stehende Jetzt2018
    • Als das »Letzte Epos« (mit großem »L«) hat Peter Handke seinen neuen Roman bezeichnet. Mit der Niederschrift begann er am 1. August 2016: »Diese Geschichte hat begonnen seinerzeit an einem jener Mittsommertage, da man beim Barfußgehen im Gras wie eh und je zum ersten Mal im Jahr von einer Biene gestochen wird.« Dieser Stich wird, wie der Autor am 2. August festhält, zum »Zeichen«. »Ein gutes oder ein schlechtes? Weder als gutes noch als ein schlechtes, gar böses – einfach als ein Zeichen. Der Stich jetzt gab das Zeichen, aufzubrechen. Zeit, daß du dich auf den Weg machst. Reiß dich los von Garten und Gegend. Fort mit dir. Die Stunde des Aufbruchs, sie ist gekommen.«Die Reise führt aus der Niemandsbucht, Umwegen folgend, sie suchend, in das Landesinnere, wo die Obstdiebin, »einfache Fahrt«, keine Rückfahrt, bleiben wird, oder auch nicht?. Am 30. November 2016, dem letzten Tag der Niederschrift des Epos, resumiert Peter Handke die ungeheuerlichen und bisher nie gekannten Gefahren auf ihrem Weg dorthin: »Was sie doch in den drei Tagen ihrer Fahrt ins Landesinnere alles erlebt hatte: seltsam. Oder auch nicht? Nein, seltsam. Bleibend seltsam. Ewig seltsam.«

      Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere2017
      3,5
    • Vor der Baumschattenwand nachts

      Zeichen und Anflüge von der Peripherie, 2007-2015

      • 421 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Kaum ein zweiter Autor hat in den letzten Jahrzehnten die Welt mit so viel Aufmerksamkeit angeschaut wie Peter Handke; und diese Aufmerksamkeit ist Wahrnehmung, die gelten lässt. Sie muss nicht mehr in Sprache übertragen werden, denn sie ist Sprache, der Blick ist das Wort, in dem das Gesehene sich tatsächlich wahrgenommen fühlt. Immer wieder gelingt es diesem Dichter die Welt so darzustellen, dass sie zur Geltung kommt und sie sich und wir sie erkannt wissen, und immer schon ist ihm das in besonderer Weise in seinen Notiz- und Tagebüchern gelungen. In denen der Jahre nach der Jahrtausendwende hat Peter Handke sich zunehmend darauf eingelassen, seine Beobachtungen in aphoristischen Formulierungen zu bündeln, die für den Leser Anstöße in offenes Gelände sind, wo er im »Karawanenzug der Sätze« der Welt auf ungewohnte und erfrischende Weise begegnet.

      Vor der Baumschattenwand nachts2016
      3,0
    • Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße

      Ein Schauspiel in vier Jahreszeiten

      • 176 Seiten
      • 7 Lesestunden

      »Bei dem Ort habe ich an Griffen gedacht, wo ich herkomme, an die Straße, die nach Süden, in ein Dorf namens Ruden, führt. … Im Stück ist die Straße außer Betrieb, ein Wächter sitzt dort, es ist sein Reich, keiner darf dort hinein. Die Unschuldigen kommen daher, sind unschuldig, machen jedoch einen Haufen Scheiß. Es sind nicht die alten Bösewichte, die alles absichtlich machen, sondern sie wissen nicht, was sie tun, wie Jesus sagt: Herr, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Ich bin eher der Meinung: Herr, verzeih ihnen nicht! Es gibt jedenfalls Konfrontationen der Figuren, ganz lustige, scharfe und traumhafte, wie es meine Art ist. Dann geht es ordentlich los, aber dann höre ich wieder auf, weil ich finde, es nicht interessant, nur draufzuschlagen. … Der Held heißt ›Ich‹, er ist eine Mittelgestalt zwischen Caliban und Prospero, ein Monstrum, ein Irrer, ein Tier und zugleich ein Zauberer. Es gibt auch zwei Frauen in dem Stück, die ›Unbekannte‹ und die ›Andere‹, diese ist ein bisschen wie Lady Macbeth. Sie ist die Frau des Anführers der Unschuldigen, letzten Endes schreit sie vorlauter Jammer, aber sie geht nicht zugrunde, sie geht nur weg.«

      Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße2015
      3,8
    • Versuch über den Pilznarren

      Eine Geschichte für sich

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden

      2012 nahm Peter Handke mit seinem »Versuch über den Stillen Ort« die Reihe seiner Versuche wieder auf. Nur ein Jahr später beschließt er sie, endgültig, wie der Dichter selbst sagt, mit einem fünften und letzten erzählenden Essay, dem »Versuch über den Pilznarren« – worin die Pilze für den Helden der Geschichte nicht nur Passion, sondern das letzte Abenteuer, das Abenteuer an sich sind.

      Versuch über den Pilznarren2013
      3,7
    • Kniha Pět her přináší průřez dramatickou tvorbou světově uznávaného a kontroverzního rakouského autora, žijícího dlouhodobě ve Francii, Petera Handkeho. Handke ruší divadelní mimesis, napodobení skutečnosti, ve svých textech vytváří realitu svébytného novodobého mýtu a vypůjčuje si přitom citáty z křesťanské, asijské či germánské tradice, od Goetha, stejně jako z německého romantismu, z libret Mozartových oper, ale i z hitů pop-music. Výbor přináší texty, tematicky i žánrově reprezentativní pro jednotlivé varianty Handkeho poetiky dramatu v časovém rozpětí od počátku 70. let po rok 2006: od básnivé kritiky kapitalismu a podobenství života jako hry v dramatu Nerozumní vymřou (1973), přes autobiografickou dramatickou báseň Přes vesnice (1981), putování sedmi poutníků do země zaslíbené ve Hře o ptaní (1989), až po lyricko-epickou fragmentární koláž Proč kuchyň? (2003) a epizující scénář Stopy zbloudilých (2007), jehož jedinou mluvící postavou je brechtovský komentátor, který čtenáři zprostředkuje veškeré scénické dění.

      Pět her2013
    • Insel-Bücherei - 1367: Notizbuch

      31. August 1978 - 18. Oktober 1978

      • 63 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Seit Mitte der siebziger Jahre, seit der Flaneur Peter Handke zum Wanderer geworden ist, benutzt er Notizbücher. In der Jackentasche trägt er sie mit sich und notiert in ihnen Einfälle, Gesehenes, Gelesenes und Gehörtes. Das bislang unveröffentlichte »Notizbuch Nr. 16« handelt von der Zeit der Entstehung der Erzählung Langsame Heimkehr. Die Faksimile werden ergänzt durch eine Transkription der Handschrift Peter Handkes.

      Insel-Bücherei - 1367: Notizbuch2012
      3,5
    • Die schönen Tage von Aranjuez

      • 69 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Personen: Eine Frau, namenlos, ein Mann, namenlos: das Paar schlechthin. Sie treffen sich, um über die Liebe zu reden, die erste Liebe, darüber, was Mann und Frau fühlen, wenn sie miteinander sind. Sie reden darüber, wie man über die Liebe redet. Und wer über die Liebe redet, der redet unweigerlich von der Natur, von der Geschichte – von dem, was dem Leben Sinn verleiht. »Und wieder ein Sommer. Und wieder ein schöner Sommertag. Und wieder eine Frau und ein Mann an einem Tisch im Freien, unter dem Himmel. Ein Garten. Eine Terrasse. Unsichtbare, nur hörbare Bäume, mehr Ahnung als Gegenwart, in einem sachten Sommerwind, welcher, von Zeit zu Zeit, die Szenerie rhythmisiert. Der Tisch ist ein Gartentisch, ziemlich groß, und Mann und Frau sitzen sich da im Abstand gegenüber. Die beiden sind unauffällig sommerlich gekleidet, die Frau eher hell, der Mann eher dunkel, zeitlos der eine wie die andere.«

      Die schönen Tage von Aranjuez2012
      3,5
    • Der Briefwechsel

      • 798 Seiten
      • 28 Lesestunden

      Siegfried Unseld wählt einen feierlichen Ton in seinem ersten Brief an Peter Handke, in dem er bekanntgibt, dass der Suhrkamp Verlag Handkes Manuskript übernehmen wird. Diese Korrespondenz, die über 35 Jahre und nahezu 600 Briefe umfasst, zeigt die enge Beziehung zwischen Autor und Verleger. Handke gratuliert Unseld zu seinem 75. Geburtstag und beschreibt ihn als einen, der fähig ist, ein stilles, wohltätiges Dasein zu führen. In ihren Briefen diskutieren sie zentrale Themen wie Literatur, Buchprojekte, Erscheinungstermine, Ausstattung, Publikationsstrategien und Kritiken. Der Austausch bietet tiefgreifende Einblicke in die Bedingungen des Schreibens und der Buchverbreitung und skizziert die intellektuelle Biographie beider Männer sowie die Umstände, die ihr Schaffen beeinflussen. Konflikte sind unvermeidlich, doch sie werden stets beigelegt, da beide die Überzeugung teilen, dass allein die Literatur Möglichkeiten eines freien Lebens schafft, in dem Glücksmomente möglich sind. Der Briefwechsel ist somit nicht nur ein Dokument ihrer Zusammenarbeit, sondern auch ein Spiegel der literarischen und persönlichen Entwicklungen beider Korrespondenten.

      Der Briefwechsel2012
      4,5
    • 1989 veröffentlichte Peter Handke den »Versuch über die Müdigkeit«, ein Jahr danach folgte der »Versuch über die Jukebox«. Den vorläufigen Abschluss dieser erzählerischen Umkreisungen des Alltags bildete der »Versuch über den geglückten Tag«. Zwanzig Jahre später legt er einen neuen Versuch vor: »Versuch über den Stillen Ort«.

      Versuch über den Stillen Ort2012
      3,2
    • In fünf thematisch gegliederten Gesprächen öffnet Peter Handke die Tür zu seinem Denken und auch zu seiner Seele. Das Spiel von Fragen begann mit einem schmucklosen Fax, das im Winter des Jahres 2010 wochenlang unbeachtet in Handkes Villa lag. Peter Handke war auf Reisen und meldete sich nach seiner Rückkehr. Er sei bereit die beiden Journalisten, Hubert Patterer und Stefan Winkler, aus Österreich zu empfangen. Aus einem Gespräch wurden zwei und so entstand ein fünfteiliger Zyklus der hier in Buchform vorliegt. Die Protokolle geben Einblick in den Handke’schen Kosmos und tragen zu einem tieferen Verständnis von Werk und Autor bei.

      Peter Handke im Gespräch mit Hubert Patterer und Stefan Winkler. [Fotogr.: Wolfgang Zajc]2012
    • Der Grosse Fall

      • 278 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Die Geschichte eines müßiggängerischen Schauspielers, an einem einzigen Tag, vom Morgen bis tief in die Nacht: Das Gehen durch eine sommerliche Metropole, von den Rändern bis in die Zentren. Die Begegnungen: mit den Läufern, den Obdachlosen, den Paaren, dem Priester, den Polizisten. Ein Weg mitten durch Nachbarnkriege, vorbei an überlebensgroßen Leinwandpolitikern, dann inmitten von Untergrundfahrern aus einer anderen Welt. Wetterleuchten in der Stadtmitte. Und das Gesicht einer Frau.

      Der Grosse Fall2011
      2,7
    • Helena

      Übersetzt von Peter Handke

      • 135 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Peter Handke hat durch seine Neuübersetzung der "Helena" des Euripides eine einzigartige Trilogie geschaffen, die auch "Prometheus, gefesselt" von Aischylos und "Ödipus in Kolonos" von Sophokles umfasst. "Helena", erstmals 412 v. Chr. in Athen aufgeführt, erzählt Euripides' eigene Version der Geschichte der schönen Helena. In dieser Erzählung wird sie von Hera auf der ägyptischen Insel Pharos in Sicherheit gebracht; sie befindet sich also nicht in Troja, sondern nur ihr Ebenbild. Kurz bevor sie König Theoklymenos heiraten soll, trifft Menelaos auf der Insel ein, und gemeinsam gelingt es ihnen, durch Täuschung nach Griechenland zurückzukehren. Handke beschreibt seine Übersetzungsmethode als das „Laufen lassen“, inspiriert von einem Rat eines Altphilologen. Er betont, dass das Verstehen jedes einzelnen Wortes und Satzes entscheidend war, bevor er den Text in die deutsche Sprache übertrug. Dieses Verständnis, das oft langwierig war, gab den Rhythmus und Takt für die Übersetzung vor. So wurde das „Laufen lassen“ des Textes durch das Rhythmusgefühl des Verstehens geleitet, was zu einer tiefen und nuancierten Neuinterpretation führte.

      Helena2010
      5,0
    • Described as an answer to or at least an echo of Samuel Beckett's Krapp's Last Tape, this title presents a monologue delivered by the 'she' in Beckett's play.

      Till Day You Do Part or a Question of Light2010
      3,8
    • Immer noch Sturm

      • 165 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenzen aus.) Entwirft er das Geschichtsdrama der ewigen Verlierer (die einmal die Historie auf ihrer Seite wähnten und doch nichts erreichten)? Oder wendet er sich, erzählend-dramatisch, zurück zur eigenen Biographie, deren Voraussetzungen und Folgen? Im neuen Buch von Peter Handke durchdringen sich Prosa und Drama, Theatralisches und Poetisches, Geschichtliches und Persönliches, und so wird am Ende doch fraglich, ob der überlebende Bruder der Mutter wirklich das letzte Wort hat: »Es herrscht weiterhin Sturm. Andauernder Sturm. Immer noch Sturm. Ja, wir haben das Unrecht begangen – das Unrecht, hier, gerade hier, geboren zu sein.«

      Immer noch Sturm2010
      3,7
    • Ein Jahr aus der Nacht gesprochen

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Ist die Nacht überhaupt eine Tageszeit? Folgt sie einfach dem Abend wie der Mittag dem Morgen? Oder folgt sie nicht eher ganz anderen Gesetzen, jenen, die dem Taghellen, Vernunftgewogenen und Überschaubaren das Unberechenbare, Welt- und Traumverlorene gegenüberstellen und so das Überraschende, Undenkbare, Nicht-Erlaubte erlauben? Jeder kennt diese Augenblicke zwischen Schlaf und Nicht-Schlaf noch vor dem wirklichen Wachsein, wenn aus dem Gemisch von Tagesresten und Träumen sich Bilder und Wörter zu halben und ganzen Sätzen verbinden wollen, meist aber zerrinnen, ehe sie Form angenommen haben. Peter Handke hat die Fähigkeit, solche Sätze zu fassen und so seinen Tagebüchern ein Nachtbuch zur Seite zu stellen. Es sind oft seltsame Sätze, deren Herkommen so rätselhaft ist wie ihr Weiterwirken offen. Ihr Zauber entfaltet sich wie eine Rose von Jericho im Wasser: Ob sie wie Teile einer alten Erzählung klingen oder wie der Beginn einer neuen - sie blühen auf wie der junge Tag.

      Ein Jahr aus der Nacht gesprochen2010
      2,5
    • Die Kuckucke von Velika Hoča

      • 99 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Peter Handke wurde am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Seine Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich, während sein deutscher Vater nach Kärnten kam. Handke besuchte zwischen 1954 und 1959 das Gymnasium in Tanzenberg und studierte nach dem Abitur 1961 Jura in Graz. 1966 veröffentlichte er seinen ersten Roman und sein legendäres Theaterstück „Publikumsbeschimpfung“ wurde in Frankfurt inszeniert. Seitdem hat er über dreißig Erzählungen und Prosawerke verfasst, darunter „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“, „Wunschloses Unglück“ und „Der kurze Brief zum langen Abschied“. Seine Theaterstücke reichen von „Kaspar“ bis „Die schönen Tage von Aranjuez“ und „Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße“. Handke hat auch Werke von Kollegen ins Deutsche übersetzt, darunter Stücke von Aischylos und Sophokles sowie Werke von Emmanuel Bove und Walker Percy. Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Handke erklärte 2007, dass ein Künstler durch verschiedene, oft qualvolle Verwandlungen gehen muss, um exemplarisch zu sein. 2019 erhielt er den Literaturnobelpreis.

      Die Kuckucke von Velika Hoča2009
      3,6
    • Die morawische Nacht

      • 560 Seiten
      • 20 Lesestunden

      In einer Neumondnacht lädt ein »ehemaliger Autor« die Freunde seines Lebens auf sein Hausboot am Ufer der Morawa, einem serbischen Nebenfluß der Donau, um ihnen eine Geschichte zu erzählen. Sie führt zu den Orten, an denen alles begann, sie erzählt seine Lebensreise durch Europa. Kritik und Publikum reagierten begeistert auf Peter Handkes märchenhafte Bilanz eines Dichterlebens.

      Die morawische Nacht2008
      3,3
    • Kali

      Eine Vorwintergeschichte

      • 160 Seiten
      • 6 Lesestunden

      In Peter Handkes letztem Roman berichtet Don Juan von seinen Frauenerlebnissen auf einer Weltreise. In Kali, seinem neuen Buch, einer »Vorwintergeschichte«, bricht eine Sängerin auf ins Handke-Land: nach Abschluß ihrer Tournee reist sie »in die Gegend gleich nebenan, hinter dem Kindheitsfluß. … Dort ist der Winter noch Winter. Oder: Es ist eine Auswanderer-Gegend … Das Einzige, was ich noch weiß: Der Untergrund dort besteht bis in die tiefsten Tiefen aus Salz – Kali. … Auch im Sommer ein schneeweißer Bergrücken mitten in der Ebene.« An jenem Ort treffen sich die unterschiedlichsten Weltenbewohner, »Überlebende des Dritten Weltkriegs, der rund um uns schon seit langem wütet, unerklärt, wenig sichtbar, aber um so böser«. Die Situation dieser Desperados ist völlig aussichtslos, seit ein Kind verschwunden ist. Reisen ist für die Sängerin gleichbedeutend mit der Neuentdeckung der Welt und der anderen Menschen, Reisen erlaubt aufmerksame und zugleich gelassene Anschauung. Und diese erfordert eine spezifische Erzählweise, in der sich außen und innen in einer noch nie dagewesenen Grammatik verschränken.

      Kali2007
      3,0
    • Meine Ortstafeln - meine Zeittafeln

      • 623 Seiten
      • 22 Lesestunden

      Das Versetzen von Ortstafeln, das Anbringen einer neuen Aufschrift, der Streit um Gedenktage - solche Veränderungen machen deutlich, wie stark politisch-gesellschaftliche Ereignisse realer und symbolischer Landkarten und zeitlicher Bezugspunkte bedürfen. Auch das „Volk der Leser“ braucht eine eigene Landkarte und die korrespondierenden Daten. Peter Handke hat für sie, für uns in seinen Essays die Rolle des Kartographen und Chronisten der letzten vier Jahrzehnte übernommen: In Schrift-Text-Bildern breitet er in allen Dimensionen die persönliche Karte der Kunstkontinente aus - von Prosa, Drama, Lyrik, Essay, Film und bildender Kunst.

      Meine Ortstafeln - meine Zeittafeln2007
      3,0
    • Es leben die Illusionen

      Gespräche in Chaville und anderswo

      • 183 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Peter Hamm im Gespräch mit Peter Handke beleuchtet die Sicht auf die Welt, das Selbstverständnis und biographische Prägungen der beiden Autoren. Ihre langjährige Freundschaft von über vierzig Jahren schafft ideale Voraussetzungen für einen tiefgehenden Austausch. Beide begannen in den sechziger Jahren ihre literarischen Karrieren und kennen den Schaffensprozess aus unterschiedlichen Perspektiven. Handke reflektiert nicht nur über sein eigenes Schreiben, sondern auch als Übersetzer und Kommentator anderer Schriftsteller, während Hamm als einfühlsamer und kenntnisreicher Journalist agiert. Hamm erkundet Handkes Kindheit, seine Mutter, die Internats- und Universitätsjahre, sowie seine literarischen Anfänge und Einflüsse wie Kafka, Wim Wenders und Thomas Bernhard. Auch Themen wie Jugoslawien und Deutschland sowie das Verhältnis von Spiel und Gebet in der Dichtung werden angesprochen. Hamm zeigt eine umfassende Kenntnis von Handkes Werk und eröffnet einen Raum für einen offenen Dialog, in dem Handke bereitwillig seine Gedanken teilt, nach den richtigen Formulierungen sucht und sich selbst reflektiert. Die Gespräche, die im Rahmen von Hamms Film über Handke, »Der schwermütige Spieler«, stattfanden, erstrecken sich über einen längeren Zeitraum und zeichnen sich durch eine fast unwirkliche Ruhe aus, die einen literarischen Rhythmus erzeugt und zeigt, was Literatur heute sein kann.

      Es leben die Illusionen2006
    • Berichterstatter des Tages

      • 459 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Der 31-jährige Peter Handke, bekannt für seine Theaterstücke und Erzählungen, veröffentlicht 1973 in der Süddeutschen Zeitung eine „Einladung, Hermann Lenz zu lesen“ und empfiehlt dessen Werke überschwänglich. Trotz ihrer unterschiedlichen Schreibstile und Selbstverständnisse zeigt ihr Briefwechsel eine enge Verbindung. Leser können am Entstehungsprozess ihrer Bücher teilhaben: Lenz arbeitet an seinen autobiografischen Romanen, während Handke fast jährlich neue Werke veröffentlicht. Beide teilen die Herausforderungen im Umgang mit „Wirklichkeitsmenschen“ sowie eine Liebe zur Natur und zum Gehen im Freien. Handke beschreibt einen wunderbaren Tag im Mai 1981, den er fast ausschließlich draußen verbrachte, und findet in Lenz einen Vertrauten. Der Briefwechsel, der über 25 Jahre bis zu Lenz' Tod andauert, ist ein intensives, poetisches Dokument einer Freundschaft. In knapp 300 Briefen tauschen die beiden geistesverwandten „Nebendraußensteher“ in herzlichem und heiterem Tonfall ihre Beobachtungen über das Schreiben und das Leben aus.

      Berichterstatter des Tages2006
      5,0
    • Gestern unterwegs

      • 552 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Es ist lange kein Buch wie dieses erschienen. Keines, das diese Fülle, diese Aufmerksamkeit, Gewissenhaftigkeit und zugleich Beschwingtheit hätte, diesen Ernst und diese Offenheit. Und keines von solcher Sprachmacht. Es enthält die Notizen, die Peter Handke sich gemacht hat, 'ohne festen Wohnsitz, in der hier memorierten und evozierten Zeit, vom November 1987 bis zum Wieder-Seßhaftwerden im Juli 1990'. Er selber nennt es 'die letzte Phase meines Mit-Schreibens mit den täglichen und nächtlichen Geschehnissen'. Es war ein Reisen, das ganz sich selbst überlassen war, ein Unterwegssein, dessen Ziel immer weit vor dem Reisenden lag und doch in jedem Augenblick erreichbar war. Es führte durch Jugoslawien, nach Griechenland, nach Ägypten, quer durch Europa, nach Japan und immer wieder in den slowenischen Karst. Aus den Augenblicken wurden Tage, Wochen, Monate und Jahre – Zeit, in der Räume durchquert wurden, die ebenso außen wie innen liegen.

      Gestern unterwegs2005
      3,5
    • Seit den ersten Büchern von Peter Handke wird immer wieder deutlich, daß das Zentrum für ihn an den Rändern jener Welt liegt, die wir mit ihm teilen. Was unserer Aufmerksamkeit eher entgeht, hält seinen Blick fest, was uns des Hinsehens kaum wert ist, schaut er an. So tritt auch das Kleine, Unbedeutende, Verborgene in Erscheinung und gelangt zur Würde des Wahrgenommen-Werdens. Von solchen Gedanken ging Peter Handke bei seiner Rede aus, die er als Dank für die Verleihung des Ehrendoktorats der Universität Salzburg gehalten hat. Zusammen mit der Begrüßung durch den Rektor Heinrich Schmidinger, der den Dichter als Forscher beschrieb, und der Laudatio des Germanisten und langjährigen Freundes Adolf Haslinger, der empatisch das Besondere der Arbeit Handkes umriß, ergibt sich damit ein kleines Porträt des Dichters, das zugleich mit seiner Stimme spricht.

      Einige Anmerkungen zum Da- und zum Dort-Sein2004
    • Don Juan

      (erzählt von ihm selbst)

      • 158 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Peter Handke erzählt nichts weniger als »die endgültige und die einzig wahre Geschichte Don Juans«. Genauer gesagt: Er läßt Don Juan selbst erzählen, sieben Tage lang in einem Maigarten nahe Port-Royal-des-Champs, und nur ab und an findet sich ein Kommentar desjenigen, dem die Abenteuer der vergangenen sieben Tage vorgetragen werden. Dieser Zuhörer bezeugt, daß all die Don Juans im Fernsehen, in der Oper, im Theater oder auch im »primären Leben« die falschen sind. »Don Juan ist ein anderer. Ich sah ihn als einen, der treu war – die Treue in Person.« Das heißt nun nicht, daß die Geschichten mit Frauen, Geschichten von geglückten Begegnungen und geglückten Abschieden, ausgeblendet bleiben, im Gegenteil: An jeder Station der Reise, die Don Juan zunächst zu einer Hochzeit in den Kaukasus führt, dann nach Damaskus, am dritten Tag in die nordafrikanische Enklave von Ceüta, weiter auf einen Bootssteg in einem Fjord bei Bergen, zu einer Düne in Holland … überall trifft er Frauen, mit denen er, energisch trauernd, in eine Zeit des großen Innehaltens eintauchen kann, in eine Zeit, in der Augenblick und Ewigkeit in eins fallen.

      Don Juan2004
      2,7
    • "Warum eine Küche?" von Peter Handke untersucht die Küche als zentralen Ort des Lebens, wo Schicksale sich kreuzen und Beziehungen entstehen. In dieser zweisprachigen Ausgabe vereint der Autor die französische Originalfassung und seine deutsche Übersetzung, während er die Küche als Raum der Wiederholung und des Austauschs thematisiert.

      Warum eine Küche2003
      4,0
    • Ein Lesebuch der musikalischen Nebenwege im Werk Peter Handkes. Der Band versammelt Texte und Stellen aus verschiedenen Schreibphasen und Genres (Erzählungen, Romane, Essays, Drehbücher, Interviews), die Kontinuitäten, Zusammenhänge, Brüche und Widersprüche in Handkes Verhältnis zur Musik nachvollziehbar machen. Musik ist kein zentrales Thema im Werk Peter Handkes, aber sie durchzieht es, ist gegenwärtig wie ein auf- und abschwellender Unterton. Das Spektrum der Äußerungen reicht von Euphorie und Begeisterung bis zu Skepsis und Ablehnung, und es bezieht sich – wenn auch mit deutlicher Präferenz für Rock und Blues – auf die verschiedensten Erscheinungsformen von Musik. Wie Handke ein skrupulöser Sprachforscher geblieben ist, einer, dem Sprache nicht selbstverständlich zur 'Verfügung' steht, so spürt er auch 'Musik' dort auf, wo sie kaum zu vernehmen ist, am Rand des Hörbaren, jenseits verabredeter Hörgewohnheiten. Bemüht, die 'Erzählbarkeit' der Welt zu erhalten, geht es Handke letztlich um das 'erzählerische' Potential der Musik, das sich etwa zeigt, wo Gesang in Sprechen, Sprechen in Gesang übergeht.

      Über Musik2003
      5,0
    • Einzug in Cremona. Gedichte

      • 184 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Miodrag Pavlovic, ein bedeutender serbischer Dichter, wird in einem Auswahlband seiner Werke gefeiert, der ein halbes Jahrhundert umfasst. Seine Lyrik reicht von schockierenden frühen Gedichten bis zu ruhigen Prosagedichten und thematisiert das Verhältnis des Menschen zu seiner Geschichte, geprägt von Krieg und den Tragödien Jugoslawiens.

      Einzug in Cremona. Gedichte2002
    • In der Sierra de Gredos erstreckt sich von Ost nach West eine bis in den Frühling hinein verschneite, fast zweihundert Gratkilometer lange Gipfelflur. Dorthin macht sich die Bankfrau, von deren Abenteuern dieser Roman handelt, aus einer nordwestlichen Flußhafenstadt auf den Weg. Sie will diese Bergkette durchqueren und dort in dem Manchadorf den Autor treffen, mit dem sie einen klassischen Lieferantenvertrag abgeschlossen hat: Sie, die mächtige Strippenzieherin mit den verschiedenen Namen, die nach einem tödlichen Verkehrsunfall der Eltern bei ihren Großeltern auf dem Dorf aufwuchs, viel herumreiste und gar einmal als Schauspielerin in einem berühmten Film mitspielte, bezahlt den Autor und kümmert sich um seine Geldgeschäfte; und er erzählt im Gegenzug ihre Geschichte nach vorgegebenen Regeln. Abschweifungen sind erlaubt, und als einziger Maßstab gilt: \"mich erzähltwerden spüren.\" Wir erfahren von den Begegnungen der wundersamen Abenteurerin mit den Menschen in d er Sierra, vom Busfahrer und seinem Sohn, vom wandernden Steinmetz, dem Maultrommelspieler, vom Stadtrandidioten und Liebhaber und nicht zuletzt vom Bruder, der lange im Gefängnis gesessen hat, und der Tochter, die verschwunden ist und doch immer wieder ganz anwesend in der Erinnerung und Sehnsucht. Vergangenheit und Zukunft, Jetztzeit und geträumte Zeit fließen ineinander in eine von den Bildern erhöhte Gegenwart.

      Der Bildverlust2002
      3,3
    • Unter Tränen fragend

      Nachträgliche Aufzeichnungen von zwei Jugoslawien-Durchquerungen im Krieg, März und April 1999

      Vorsichtig schauend, tastend, sich der Dinge erst vergewissernd, unternimmt Peter Handke es, über zwei Jugoslawien-Durchquerungen während des Krieges zu sprechen. Sein Text, dessen beide Teile jeweils unmittelbar nach den Reisen entstanden sind, zeigt ihn als genauen Beobachter, als einen poetischen Beschwörer der kleinen Ereignisse, als Mitleidenden mit den Menschen an den Orten des Geschehens.

      Unter Tränen fragend2000
      3,1
    • Aischylos: Der gefesselte Prometheus Edition Holzinger. Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2016 Vollstandiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Wurde als Teil einer Prometheus-Trilogie nach 470 v. Chr. aufgefuhrt. Der Text folgt der Ubersetzung von Johann Gustav Droysen. Textgrundlage ist die Ausgabe: Griechische Tragiker: Aischylos, Sophokles, Euripides. Hg. v. Wolf Hartmut Friedrich, ubers. v. J. G. Droysen (Aischylos), K. W. F. Solger (Sophokles), J. A. Hartung (Euripides), Munchen: Winkler, 1958. Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger Reihengestaltung: Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Gustave Moreau, Prometheus, 1868 Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. "

      Der gefesselte Prometheus1999
      3,9
    • In der Halle des Hotels Acapulco in einer kleinen Provinzstadt im innersten Balkan treffen sich zwei Regisseure, um die Darsteller für einen geplanten Film zum ein Jahrzehnt zurückliegenden Krieg in dieser Gegend zu bestimmen. Und so lassen sie die möglichen Akteure des Films - ein Fremdenführer, ein Historiker, drei Journalisten - auftreten. Damit werden den beiden Regisseuren die Widersprüche in dieser Region vorgeführt: alle gegensätzlichen Beurteilungen und Schuldzuweisungen sind während dieses Defilees in der Hotelhalle zu hören. Die beiden Regisseure - und mit ihnen der Leser und Zuschauer - können sich ihr eigenes Bild von den Ereignissen machen. Und die Leser werden im weiteren Fortgang des Stücks auch erfahren, wie der Film zum Krieg aussehen wird und was es mit dem Einbaum auf sich hat, der während der ganzen Zeit in der Hotelhalle liegt und der überall fahren kann.

      Die Fahrt im Einbaum oder Das Stück zum Film vom Krieg1999
      3,1
    • Ein Wortland

      Eine Reise durch Kärnten, Slowenien, Friaul, Istrien und Dalmatien

      • 231 Seiten
      • 9 Lesestunden
      Ein Wortland1998
    • Handkes viertes Journal Jemand träumt, liest, durchstreift die Stadt und ihre Ränder, hört zu, schaut hin, schreibt auf. Erfahrung wird Sprache. Acht Jahre hat Peter Handke in Salzburg gelebt, und von den letzten fünf geben diese Aufzeichnungen Nachricht. Nach ›Das Gewicht der Welt‹, ›Die Geschichte des Bleistifts‹ und den ›Phantasien der Wiederholung‹ ist dies sein vierter Journalband. Es sind Notizen von intensiver Gegenwärtigkeit, die den Leser auf jeder Seite wiederholte Male dazu einladen, mitzuschauen, mitzudenken, mitzuentdecken: Wahrgenommenes und Gelesenes, Erinnertes, Zurufe, Aufforderungen und Wünsche. Und seltsam: so verschieden die Anlässe gewesen sein mögen, den Bleistift in die Hand zu nehmen und das Notizbuch aufzuschlagen – alle Eintragungen haben einen Zusammenhang, sind Teil eines Forscherlebens, das dem immer entstehenden Werk gewidmet ist. »Überraschend bleibt am Ende, wie frisch sich diese Notizen aus der Zeit vor der Wende von 1989/90 lesen. Offenbar erweist sich in Zeiten des Umbruchs und einer ungewissen Zukunft gerade die Skizze als das Stabile, das Tragende.« Der Spiegel

      Am Felsfenster morgens (und andere Ortszeiten 1982 - 1987)1998
      4,6
    • Die drei Versuche

      • 194 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Peter Handke wurde am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Seine Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich, während sein deutscher Vater nach Kärnten kam. Handke besuchte zwischen 1954 und 1959 das Gymnasium in Tanzenberg und begann nach dem Abitur 1961 ein Jurastudium in Graz, das er 1966 abbrach. Im selben Jahr veröffentlichte er seinen ersten Roman und sein bekanntes Theaterstück „Publikumsbeschimpfung“ wurde in Frankfurt inszeniert. Seitdem hat er über dreißig Erzählungen und Prosawerke verfasst, darunter „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1970) und „Der kurze Brief zum langen Abschied“ (1972). Seine dramatischen Werke umfassen „Kaspar“ (1968) und „Immer noch Sturm“ (2011). Handke hat auch zahlreiche Übersetzungen aus dem Griechischen, Französischen und Amerikanischen angefertigt. Sein Schaffen wurde mit internationalen Preisen gewürdigt, und er erklärte 2007, dass ein Künstler durch verschiedene Verwandlungen gehen müsse, um das Leben in seinen Werken widerzuspiegeln. 2019 erhielt er den Literaturnobelpreis.

      Die drei Versuche1998
      3,7
    • Dvě krátké novely spojující v sobě autorovu originalitu básníka, dramatika i prozaika toužícího svět beze zbytku popsat a uchovat.

      Dětský příběh. Číňan bolesti1997
      3,4
    • Die Sonnenzeit geschlossener Horizonte, die Weite einer kleinen Enklave, die Ruhe eines selbstgenügsamen Völkchens sind vorbei. Krieg sickert durch die Grenzen. Noch ungeboren, werden Pablo und Felipe dazu auserkoren, ihrem Volk eine Geschichte zurückzugeben, das Recht einzusetzen, das allein den Niedergang der Enklave verhindert. Als Prinz der eine, als Nichtsling der andere kommen die beiden zur Welt, auf denen die Hoffnung einer neuen Ordnung lastet. Während Pablo der Ruf zum König ereilt, wird Felipe ein hinkender Schreiberling, der mit seinen unleserlichen Schriften gegen die bedrückende Geschichtslosigkeit nicht ankommt. Selbst dem Idioten geht der Stoff für Erzählungen aus, und so kommt die fremde Erzählerin im rechten Moment, um das »Feenmärchen« in ein »Königsdrama« zu wenden.

      Zurüstungen für die Unsterblichkeit1997
      2,0
    • Ein Apotheker, beheimatet in einem unbekannten, weil nahezu unzugänglichen Vorort Salzburgs, von Frau und erwachsenen Kindern getrennt lebend, fährt mit dem Auto zum Essen ins Erdkellerrestaurant. Dort begegnet er zwei Personen: einem ehemals berühmten Skifahrer und einem einst gleichfalls berühmten Dichter. Mit ihnen begibt er sich auf eine Reise jenseits der Grenze, und damit beginnt für ihn eine unerhörte Abenteuer- und Liebesgeschichte.

      In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus1997
      3,1
    • Phantasien der Wiederholung

      • 99 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Nach der vierteiligen, zwischen 1979 und 1981 publizierten Werkgruppe (Langsame Heimkehr, Die der Sainte-Victoire, Kindergeschichte und Über die Dörfer) hat Peter Handke vor allein unterwegs, beim Innehalten im Gehen, bei bestimmten Momenten im Erwandern, also im Erfahren, der Landschaft geschrieben. Dieser Art und Weise der Beobachtung und Produktion verdankt sich auch das vorliegende Journal aus den Jahren 1981/82.

      Phantasien der Wiederholung1996
      4,0
    • Peter Handke wurde am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Seine Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich, während sein deutscher Vater nach Kärnten kam. Von 1954 bis 1959 besuchte Handke das Gymnasium in Tanzenberg und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur 1961 studierte er Jura in Graz, brach das Studium jedoch 1966 ab. Im selben Jahr erschien sein erster Roman und sein legendäres Theaterstück wurde in Frankfurt am Main inszeniert. Seitdem hat er über dreißig Erzählungen und Prosawerke verfasst, darunter Titel wie „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ und „Wunschloses Unglück“. Seine Theaterstücke umfassen „Kaspar“ und „Der Ritt über den Bodensee“. Handke hat auch zahlreiche Werke anderer Autoren ins Deutsche übersetzt, darunter Stücke von Aischylos und Sophokles sowie Werke von Emmanuel Bove und Walker Percy. Er erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter den Literaturnobelpreis 2019. Handke beschreibt die Vielfalt seiner Formen und Themen als Ausdruck der künstlerischen Entwicklung, die durch verschiedene Verwandlungen geprägt ist.

      Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa, oder, Gerechtigkeit für Serbien1996
      3,4
    • Peter Handke wurde am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Seine Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich, während sein deutscher Vater nach Kärnten kam. Von 1954 bis 1959 besuchte Handke das Gymnasium in Tanzenberg und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur 1961 begann er ein Jurastudium in Graz, das er 1966 vor der Abschlussprüfung abbrach. Im selben Jahr veröffentlichte er seinen ersten Roman und sein Theaterstück "Publikumsbeschimpfung" wurde in Frankfurt am Main uraufgeführt. Handke hat über dreißig Erzählungen und Prosawerke verfasst, darunter "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1970) und "Wunschloses Unglück" (1972). Weitere bedeutende Werke sind "Der kurze Brief zum langen Abschied" (1972), "Langsame Heimkehr" (1979) und "Die Morawische Nacht" (2008). Neben seiner eigenen Schriftstellerei hat er auch Werke von anderen Autoren ins Deutsche übersetzt. Handkes vielfältiges Schaffen, das Lyrik, Essays, Drehbücher und Regie umfasst, wurde mit zahlreichen internationalen Preisen gewürdigt. Er erklärte 2007, dass ein Künstler durch mehrere qualvolle Verwandlungen gehen müsse, um exemplarisch zu sein. 2019 erhielt er den Literaturnobelpreis.

      Sommerlicher Nachtrag zu einer winterlichen Reise1996
      3,1
    • Eine waldige Vorstadtgegend. Ein Jahrzehnt dort. Dann das Jahr. Sieben ferne Freunde. Eine verschwundene Frau. Wer? Wer nicht? Wo? Wo nicht? Der Bahnhofsplatz mit dem Baum, worin die Vögel schlafen. Die Bar der Reisenden. Die Jahreszeiten. Die Pilze. Die Wanderarbeiter. Die Nachbarn. Die Grillen. Kriege, Vulkanausbruch, heiße Quellen. Ein Steinmetz aus dem Mittelalter. Ein kleinlicher Prophet. Das Kind namens Vladimir. Die Fabel vom Lärmmacher, der gesteinigt wird von den Ureinwohnern. Die blaue russische Kirche am Waldrand. Und dann das Wiedersehensfest mit den Freunden in einer Winterrauhnacht kurz vor dem neuen Jahr.

      Mein Jahr in der Niemandsbucht1994
      4,1
    • Quatre personnages anonymes, une femme, un soldat, le joueur et le vieil homme, réunis par l'aventure de l'espace quotidien le découvrent au fur et à mesure qu'il s'étend devant eux - le plus proche devient un paysage lointain, un terrain vague devient l'immensité, une étendue dénudée le désert. À chaque pas naissent des paysages inconnus, c'est le regard qui les fait apparaître. Les endroits les plus banals deviennent des terres inconnues. Peut-être le voyage s'est-il déroulé à travers un grand pays vide ou aux confins immédiats d'une ville, on ne sait, mais il révèle aux voyageurs les lignes du sol, sa consistance, ses dimensions et les transforme en lieux d'être. La fin du voyage, aussi fortuite que le début, sépare ce groupe rassemblé par le visible et rend chacun des voyageurs à sa solitude initiale. Le 'guide' qui les a conduits est peut-être l'absence. Ce qu'ils ont en commun, c'est ce qu'ils ont vu.

      L' absence1993
      2,3
    • Die drei Gespräche zwischen Peter Handke und dem slowenischen Freund Joze Horvat, die in Salzburg, im Karst und in Paris stattfanden, beleuchten slowenische Themen in Handkes literarischem Werk, die Unabhängigkeit Sloweniens und den Krieg. Der Autor, oft zu Fuß unterwegs, nimmt die Weite und Enge seiner „Geh-Heimat“ wahr. Die Landschaften, insbesondere der Karst, sowie die Menschen und ihre Sprache, das Slowenische, spiegeln sich in seinem Schreiben wider, wie im poetischen epischen Werk „Die Wiederholung“. Trotz seiner Verbundenheit mit dem „Land der Erzählung“ äußert Handke kritische Gedanken zur Staatswerdung Sloweniens. Er bleibt den Konflikten in den Ländern, die seit 1991 von Kriegen betroffen sind, gegenüber sensibel und vermeidet oberflächliche Kommentare zu gängigen Balkan-Klischees. Stattdessen vermittelt er durch seine Erfahrungen und Beobachtungen ein Gefühl für die Vielfalt der Region. Die Ansichten in diesen Gesprächen regen zum Nachdenken an und stehen im Kontrast zu oft ignoranten und arroganten Äußerungen. Handke betont, dass das Poetische und das Politische untrennbar sind, und erfordert ein differenziertes Verständnis der komplexen Realität.

      Noch einmal vom neunten Land1993
    • Pokus o únavě — Pokus o jukeboxu — Pokus o vydařeném dni Tři esejistické prózy známého rakouského spisovatele a dramatika. Handke zpochybňuje navyklé způsoby dorozumívání a zmechanizovaného vnímání, přičemž se vždy pokouší o nové postupy.

      Tři pokusy1993
      5,0
    • Theaterstücke in einem Band

      • 575 Seiten
      • 21 Lesestunden

      Publikumsbeschimpfung. Weissagung. Selbstbezichtigung. Hilferufe. Kaspar. Der Mündel will Vormund sein. Quodlibet. Der Ritt über den Bodensee. Die Unvernünftigen sterben aus. Über die Dörfer. Das Spiel vom Fragen oder die Reise zum Sonoren Land. Die Stunde da wir nichts voneinander wußten.

      Theaterstücke in einem Band1992
      4,0