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Erwin Mortier

    28. November 1965

    Erwin Mortier ist ein flämischer Dichter und Schriftsteller. Sein Werk zeichnet sich durch scharfsinnige Einblicke in die menschliche Psyche und soziale Beziehungen aus. Mortiers Stil wird oft als lyrisch und introspektiv beschrieben, wobei er sich häufig mit Themen wie Erinnerung, Identität und Vergänglichkeit beschäftigt. Leser schätzen seine Fähigkeit, komplexe Emotionen und Atmosphären mit einem feinen sprachlichen Gespür zu evozieren.

    Stammered Songbook
    Berlinde De Bruyckere: Angel's Throat
    Meine zweite Haut
    Belichtungszeit
    Götterschlaf
    Marcel
    • Marcel

      Roman

      • 118 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Wenn die Lehrerin in die Dorfschneiderei kommt, um sich von der Großmutter "was Neues" nähen zu lassen, sitzt deren Enkel im Stoffballenversteck und sieht gebannt zu. Es wäre sterbenslangweilig auf dieser Welt, gäbe es die Anproben nicht - und nicht die Geburtstage und Besuche der Verwandtschaft, bei denen mit Leidenschaft Nachbarn, Müllers Kuh, Kartoffelernte und Familienmitglieder durchgenommen werden. Oder, nach drei Gläschen, Marcel. Marcel, der nie heimgekehrt ist nach Flandern in seiner schwarzen Uniform und im Silberrahmenfoto einmal die Woche sorgfältig abgestaubt wird, ruiniert die Feststimmung gründlich. Schnell werden Rechnungen aufgemacht, wer wen damals "an die Deutschen verkauft" hat und "deswegen heute Mercedes fährt" - aber warum lasst ihr Marcel nicht in Ruh, fragt der Enkel die Großmutter, und die sagt, ach, das ist eine ganz besondere Geschichte mit meinem Bruder. Erwin Mortiers preisgekrönter Roman erzählt von einer Familie, die nicht zueinanderkommt wegen "di eser schiefen Vergangenheit", und von einem Jungen, der alles tut, um hinter Marcels Geheimnis, hinter die Geheimnisse der Erwachsenen zu kommen. Mit Marcel ist Mortier ein "sprachliches Meisterwerk" gelungen und das Kunststück, ein verschlafenes Dorf und eine sehr wache Großmutter auf 150 Seiten zum Mittelpunkt der Welt zu machen.

      Marcel
      3,5
    • Götterschlaf

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der neunzigjährigen Helena drängen sich die Bilder ihres Lebens auf. Eine letzte Inventur, die sie in der Obhut ihrer Pflegerin Rachida vornimmt. Orte suchen sie im Halbschlaf auf, Requisitenkammern vom Schauspiel ihrer Existenz. Da ist die Kindheit in Flandern, in der sie nur handarbeiten und Konversation betreiben durfte. Oder die Jahre des Ersten Weltkriegs kehren wie ein Echo zu Helena zurück. In ihren Reflexionen über Zeit, Erinnerung, soziale Klasse, Krieg und Liebe entsteht die exemplarische Geschichte eines Frauenlebens im 20. Jahrhundert. ›Götterschlaf‹, Erwin Mortiers hochgelobter und vielfach ausgezeichneter Roman, spielt auf der Grenze zwischen großer Geschichte und kleinem Menschenleben, zwischen Sprache und Welt, Fantasie und Wirklichkeit. Zu entdecken ist ein Autor von europäischem Rang, der in seiner Heimat längst die Bestsellerlisten anführt. »Erwin Mortier besitzt ein hochfeines Gespür für die Risse und Verwerfungen in den Seelen seiner Figuren.« Frankfurter Rundschau

      Götterschlaf
      3,7
    • Belichtungszeit

      • 165 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Joris wächst bei Onkel und Tante auf; sein Vater ist früh gestorben, die Mutter nach Spanien gezogen – viel mehr weiß Joris nicht über sie. In Stuyvenberghe, seinem Dorf, geht es beschaulich zu; der Kirchturm schaut seit Jahrhunderten schläfrig auf die Häuser herunter, und selbst das Schloß mit den hohen, dunklen Zypressen verfällt auf pittoreske Weise. Bis der Gemeinderat eines Sommers bekanntgibt, daß die Gräber auf dem Kirchhof wegen Umbauten verlegt werden müssen. Das heißt: auch das Grab von Joris’ Vater. Von dem hat Joris die allerschönste Vorstellung – und eine alte Keksdose mit wenigen Fotos, der Rest ist: unscharfe Erinnerung, Wunsch, Erfindung und die Geschichten der Verwandtschaft. Als Joris sich in diesem Sommer zum ersten Mal verliebt, wird das Unterscheiden von Erträumtem und Erlebtem, von Wunsch und Realität noch schwieriger. Erwin Mortier erzählt Joris’ Suche nach der eigenen Geschichte, der eigenen Identität mit einem feinen Ohr für Stimmungen und psychologische Details; beschreibt mit meisterhafter Eleganz, wie Joris seine Kindheit anhand von alten Fotos zu rekonstruieren versucht – und nach und nach die feinen Risse in den Bildern erkennt, die er sich von seinem Vater, dem Dorf und der Liebe gemacht hat.

      Belichtungszeit
    • Ein kleiner, feiner Roman über die Pubertät eines Jungen.

      Meine zweite Haut
    • Exploring themes of protection and solace, this publication delves into De Bruyckere's recent artwork inspired by the angelic figure, conceived during the isolation of the COVID-19 pandemic. It reflects on the emotional and psychological impacts of the crisis, showcasing how art can provide comfort and connection in times of loneliness.

      Berlinde De Bruyckere: Angel's Throat
      3,0
    • Stammered Songbook

      • 176 Seiten
      • 7 Lesestunden

      One day, the author's mother no longer remembers the word for 'book'. This seemingly innocuous moment of distraction is the first sign of the slow disintegration of her mind. As Alzheimer's disease sets in and language increasingly escapes her, her son attempts to gather the fragments of what she has become, writing a moving, loving chronicle of the gradual descent into dementia of someone who 'no longer knows who she is, where she is or what will happen'.

      Stammered Songbook
      4,0
    • De moeder van Erwin Mortier lijdt aan alzheimer. Ze heeft geen wilsbeschikking gemaakt en geleidelijk wordt ze door de ziekte overmeesterd. De zoon heeft dit wrede proces vastgelegd in een literair en universeel meesterstuk dat veel verder reikt dan het ziekbed van zijn moeder. Gestameld liedboek is een rauwe en tegelijk tedere elegie over ouders en kinderen, liefhebben en verlies, over afscheid nemen en herinneren.

      Gestameld liedboek
      4,2
    • Terwijl de wereld ten prooi valt aan onze beschaving en de mens zijn zintuig voor esthetiek dreigt te verliezen, staat de dichter op in de stellige overtuiging dat niets minder dan schoonheid de wereld kan redden van de welig tierende haat.In Precieuze mechanieken neemt Erwin Mortier het op tegen de lelijkheid en zoekt hij de taal in al haar schoonheid op. Hij trekt alle registers open en wisselt barokke gedichten af met kale en speelse met ernstige, terwijl hij toont wat de lyriek vermag. Hij knipoogt naar Flaubert, Zagajewski en andere dierbare schrijvers die hij als zijn literaire vaders beschouwt. Ook richt Mortier zich, net als in zijn pijnlijk mooie roman Gestameld liedboek, tot zijn overleden moeder om zijn hart te luchten. In de slotcyclus spreekt zij terug, biedt hem een inkijk in het hemelrijk en stelt haar zoon gerust.

      Precieuze mechanieken - nieuwe gedichten
      4,0
    • De spiegelingen

      • 300 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Edgard Demont, geboren uit de modder van de Eerste Wereldoorlog, keert gewond en gehavend terug naar een vaderland dat nooit meer hetzelfde zal zijn. Minnaars helpen hem te leven met kwetsuren die dieper gaan dan de littekens in zijn vlees. Ondertussen moet hij machteloos toezien hoe de wereld voor nieuwe waanbeelden bezwijkt en verse nachtmerries worden voorbereid. Zijn bespiegelingen schetsen het zelfportret van een man die voor de geschiedenis wil wegkruipen in de liefde en in het verlangen, waarvan hij de glorie bezingt en de broosheid beseft. Erwin Mortier (1965) debuteerde in 1999 met de roman Marcel (bekroond met onder meer de Literatuurprijs Gerard Walschap). In 2008 verscheen zijn roman Godenslaap, die zijn doorbraak betekende naar het grote publiek en werd bekroond met de AKO Literatuurprijs 2009.

      De spiegelingen
      3,7