Abrie Fourie - Oblique
- 150 Seiten
- 6 Lesestunden
Durch das Objektiv seiner Kamera durchstreift Abrie Fourie vier Kontinente: Afrika, Europa, Asien und Amerika. Das südliche Afrika ist seine Heimat, während er Asien und Amerika als Besucher erlebt. Europa, insbesondere Berlin, ist sein derzeitiger Wohnort. Fourie betrachtet Orte und Kulturen nicht isoliert, sondern schafft poetische Assoziationsräume, die sich überlagern. Er untersucht das Alltägliche mit der gleichen Neugier wie das Unbekannte und zielt nicht darauf ab, Erlebtes einfach festzuhalten. Stattdessen umkreist er die Beziehungen zwischen Räumen, Zeichen und dem Selbst, wodurch versteckte Strukturen sichtbar werden, die die Schönheit hinter oberflächlichen Eindrücken offenbaren. Kleine menschliche Details und zeitliche Spuren ziehen sich durch seine Arbeiten. Der international anerkannte Schriftsteller Ivan Vladislavić lässt sich von Fouries Fotografien inspirieren, die weniger kommentiert werden, sondern als Ausgangspunkt für fiktive Ereignisse dienen. Fouries Werke erweitern sich in die Dimension der Sprache. Er wurde 1969 in Pretoria, Südafrika, geboren und lebt heute in Berlin. Zu seinen Einzelausstellungen zählen "End of the World" in der Johannesburg Art Gallery (2005) und im Museum for African Art in New York (2004). Er hat an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter in Amsterdam, Tokio und Brüssel sowie an der Luanda Triennale und der Biennale von Venedig.
