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Andrea Woeldike

    Antisemitismus - die deutsche Normalität
    Initiative Sozialistisches Forum: Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten
    • Antisemitismus - die deutsche Normalität

      Geschichte und Wirkunsweise des Vernichtungswahns

      • 287 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Die konkrete deutsche Tat Auschwitz ist in ihrer Singularität zu begreifen, ohne das Band zur bürgerlichen Kälte und zur Totalität spätkapitalistischer Vergesellschaftungsformen ganz zu zerschneiden. Der erste Teil behandelt die verleugnete Kontinuität des Antisemitismus, beginnend mit vorindustrieller Judenfeindschaft und deren historischen Wurzeln in Städten wie Würzburg. Es wird untersucht, wie Antisemitismus als strukturelles Element der deutschen Nation fungierte, sowie die komplexen Beziehungen zwischen Emanzipation, Assimilation und Antisemitismus. Der zweite Teil reflektiert über Auschwitz und die Ermordung der Juden Europas, beleuchtet die Dialektik des Antisemitismus und analysiert die Perspektiven von Hannah Arendt und Martin Heidegger. Die deutsche Geschichtswissenschaft wird auf ihrem Weg zur normalen Nation kritisch betrachtet. Der dritte Teil thematisiert das Fortleben des Antisemitismus in der postfaschistischen Demokratie, einschließlich der Reflexionen über die Nachkriegszeit und den Antizionismus der Neuen Linken in der BRD. Es werden verschiedene Stimmen und Perspektiven beleuchtet, die sich mit den anhaltenden Antisemitismus-Diskursen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft auseinandersetzen, sowie persönliche Erfahrungen und Erinnerungen aus der Zeit des Nationalsozialismus.

      Antisemitismus - die deutsche Normalität2006
    • Initiative Sozialistisches Forum: Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten

      Über Israel und die linksdeutsche Ideologie

      • 195 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Hundert Jahre nach Theodor Herzl und dem Basler Zionistenkongress ist Israel zur Projektionsfläche der deutschen Ideologie geworden. Sowohl Philosemiten als auch Antizionisten behaupten, dieser Staat sei etwas Besonderes. Das Besondere an Israel ist jedoch nur die Kehrseite des einzigartigen Ereignisses der Massenvernichtung, aus der niemand die Konsequenzen ziehen will. Diese kollektive Verdrängung wird in den Projektionen ausagiert, auch von links. Der Antisemitismus, den bürgerliche Gesellschaften erzeugen, zeigt sich geopolitisch. Israel ist als bürgerliche Gesellschaft der Juden im Nahen Osten in einer Zwangslage, die eine unfreiwillige Reprise der Rolle des Schutzjuden aus dem Mittelalter darstellt, jedoch nicht unbewaffnet. Von der BRD als Wiedergutmachung und von den USA subventioniert, ist Israel als einzige bürgerliche Demokratie im sogenannten Trikont vom Westen privilegiert, gleichzeitig jedoch von den strategischen Interessen der amerikanischen Weltmarktpolizei abhängig. Israels „Privilegierung“ ist die Kehrseite seiner existenziellen Bedrohung. Die Projektionen der deutschen Ideologie auf Israel haben nichts mit seiner politischen und ökonomischen Realität oder den tatsächlichen Bedingungen im Nahen Osten zu tun, ebenso wenig wie der Antisemitismus mit dem Objekt seiner Liquidationssehnsüchte. Diese Projektion vereint die Deutschen aller Fraktionen zur Volksgemeinschaft im Wartestand.

      Initiative Sozialistisches Forum: Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten2002