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Rainer Bakonyi

    Antisemitismus - die deutsche Normalität
    • Antisemitismus - die deutsche Normalität

      Geschichte und Wirkunsweise des Vernichtungswahns

      • 287 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Die konkrete deutsche Tat Auschwitz ist in ihrer Singularität zu begreifen, ohne das Band zur bürgerlichen Kälte und zur Totalität spätkapitalistischer Vergesellschaftungsformen ganz zu zerschneiden. Der erste Teil behandelt die verleugnete Kontinuität des Antisemitismus, beginnend mit vorindustrieller Judenfeindschaft und deren historischen Wurzeln in Städten wie Würzburg. Es wird untersucht, wie Antisemitismus als strukturelles Element der deutschen Nation fungierte, sowie die komplexen Beziehungen zwischen Emanzipation, Assimilation und Antisemitismus. Der zweite Teil reflektiert über Auschwitz und die Ermordung der Juden Europas, beleuchtet die Dialektik des Antisemitismus und analysiert die Perspektiven von Hannah Arendt und Martin Heidegger. Die deutsche Geschichtswissenschaft wird auf ihrem Weg zur normalen Nation kritisch betrachtet. Der dritte Teil thematisiert das Fortleben des Antisemitismus in der postfaschistischen Demokratie, einschließlich der Reflexionen über die Nachkriegszeit und den Antizionismus der Neuen Linken in der BRD. Es werden verschiedene Stimmen und Perspektiven beleuchtet, die sich mit den anhaltenden Antisemitismus-Diskursen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft auseinandersetzen, sowie persönliche Erfahrungen und Erinnerungen aus der Zeit des Nationalsozialismus.

      Antisemitismus - die deutsche Normalität2006