Philippe Jaccottet ist eine der großen Stimmen der europäischen Poesie und 2014 durch die Aufnahme in die Bibliothèque de la Pléiade zum Klassiker geworden. „Sonnenflecken, Schattenflecken“ umfasst Aufzeichnungen aus der gesamten Zeit seines Schaffens, von den Anfängen im Frankreich der 1950er Jahre bis in die Gegenwart des 21. Jahrhunderts: poetische Fragmente im Sinne der Romantiker, Naturbeobachtungen, Reflexionen zum eigenen Leben, zu Literatur, Malerei und Musik. Es sind Texte, die dieses Lebenswerk wunderbar zusammenfassen – das Selbstporträt eines großen Dichters in seiner Zeit.
Philippe Jaccottet Bücher
Philippe Jaccottet gilt als eine prägende Stimme der französischen Lyrik des 20. Jahrhunderts und hat für seine tiefgründigen Auseinandersetzungen mit Dasein und Natur große akademische Anerkennung erfahren. Sein Werk zeichnet sich durch einen unverwechselbaren introspektiven und lyrischen Stil aus, der darauf abzielt, flüchtige Momente und subtile Wahrnehmungsnuancen einzufangen. Kritiker heben oft seine Fähigkeit hervor, die äußere Landschaft mit der inneren menschlichen Erfahrung zu verbinden. Die Lektüre von Jaccottet bietet eine kontemplative Reise in die zarte Schönheit der Welt und die Komplexität des inneren Selbst.







Die wenigen Geräusche
Späte Prosa und Gedichte
Zum 95. Geburtstag erscheint Philippe Jaccottets bedeutendes Alterswerk erstmals auf Deutsch. Seine späten Gedichte thematisieren das Alter und die Endlichkeit, während sie gleichzeitig die lebendige Welt feiern. Jaccottet reflektiert über Unsicherheit und das Dazwischen als seine einzige Heimat.
Landschaften mit abwesenden Figuren
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Dieses Buch von Jaccottet enthält eine Reihe von Texten über die Landschaft, die auch sehr schöne Meditationen über die Arbeit des Dichters, über seine Bedingung als entblößter und unsicherer Mensch, der ohne Rückgriff auf einen Glauben oder eine beruhigende Ideologie ist, beinhaltet. Die Wahrnehmung und das Gefühl für die Natur sind von äußerster Zartheit und seltener Inbrunst. Durch die Beschreibung reflektiert Jaccottet über sein Leben als Dichter und über sein Verständnis von Poesie.
Notizen aus der Tiefe
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
Der in Frankreich lebende schweizerische Autor Philippe Jaccottet ist einer der großen europäischen Dichter. Dieser Prosaband vereint Texte, die sich den Tragödien unserer Gegenwart stellen, aber auch von persönlichen Niederlagen handeln. "Israel, blaues Heft" ist ein Reisebericht über die Krisenregion in Nahost; "Das Wort Russland" beschreibt, ausgehend von Jaccottets Erfahrungen als Übersetzer von Ossip Mandelstam, die Bedeutung der russischen Literatur für die Darstellung des menschlichen Leidens, von Dostojewski bis zu den Gulag-Erzählungen von Schalamow; und "Notizen aus der Tiefe" ist eine persönliche Annäherung an Krankheit und Tod.
Antworten am Wegrand
- 75 Seiten
- 3 Lesestunden
Antworten am Wegrand könnte als Leitwort über vielen von Philippe Jaccottets Texten stehen. Immer wieder sind es Bilder aus der Natur, sind es Farben und Bewegungen, die auf die bedrängendsten Fragen Antwort zu geben scheinen: der Anbruch des Morgens in der Eiseskälte des Berggipfels, das brennende Rot im Abendlicht eines fruchtbeladenen Kirschbaums.
Der Italiener Giorgio Morandi (1890-1964) zählt heute zu den berühmtesten Malern der klassischen Moderne. Seine Stilleben, in denen er jahrzehntelang nur ein einziges Sujet variierte, blieben jedoch für viele ein Rätsel. Philippe Jaccottet verfolgt Morandis Weg von den frühen Landschaftsbildern bis zu den späten asketischen Stilleben und zeichnet ihn nach in einer tiefen Wahlverwandtschaft. Eine poetische Meditation über das Verständnis von Kunst und ihr Verhältnis zu Sprache und Poesie.
Clarté Notre-Dame
Gedichte und Prosa
Das letzte Werk des im Februar verstorbenen Philippe Jaccottet. Clarté Notre-Dame, ein altes Dominikanerinnenkloster, liegt ganz in der Nähe von Grignan, wo Philippe Jaccottet seit 1953 wohnte. Bei einer seiner vielen Wanderungen am Ufer des Lez weckt der ferne Klang der Glocke Erinnerungen an die Kindheit, an seinen Weg als Dichter. Doch die Berichte über die Schrecken der Gegenwart, die Kriege und Folterkeller in Syrien, stellen alles noch einmal in Frage. Am 24. Februar 2021 ist Philippe Jaccottet mit 95 Jahren gestorben; eine Woche später erschien sein letztes Werk, das er im Sommer 2020 abgeschlossen hatte. Clarté Notre-Dame ist das letzte Wort eines der großen Dichter unserer Zeit. In Lyrik und Prosa - wobei die Prosatexte poetische Texte sind, sich auf der gleichen Ebene wie die Lyrik befinden - stellt es noch einmal die Fragen dieses langen Lebens, die Frage nach der Poesie, aber auch die nach dem eigenen Raum des »sacré«, des Heiligen in unserer säkularen Welt. Jaccottet ist sich dem nahen Ende seines Lebens bewusst, als er nach langem Schweigen noch einmal ansetzte zu diesem einsamen Spätwerk.
Peter von Matt präsentiert in dieser Kollektion die bedeutendsten Westschweizer Gedichte des 20. Jahrhunderts, zusammengestellt von Philippe Jaccottet. Die neue Übersetzung offenbart einen beeindruckenden Reichtum, ergänzt durch prägnante Einführungen zu den Autoren und ein Nachwort.
Nach so vielen Jahren
- 97 Seiten
- 4 Lesestunden
Philippe Jaccottet zeichnet das Bild einer Landschaft, einer Pflanze, eines Gegenstandes der sichtbaren Welt. Aus diesen Anstößen entfaltet sich eine Dichtung, die in stiller Eindringlichkeit nach jenem »anderen Blick« sucht, wie ihn nur die Sprache der Poesie möglich macht. Nach so vielen Jahren ist ein Buch des Rückblicks; Jaccottet schlägt einen für ihn ganz neuen Ton an, als wären Rückschau und Blick in die Zukunft für den Dichter nur eines.
Gedichte
- 191 Seiten
- 7 Lesestunden
The Pilgrim`s Bowl - (Giorgio Morandi)
- 72 Seiten
- 3 Lesestunden
A meditation on the work of Italian artist Giorgio Morandi and its power to evoke a complexity of emotions and astonishment.In The Pilgrim’s Bowl , Swiss poet Philippe Jaccottet examines Giorgio Morandi’s ascetic still lifes, contrasting his artistic approach to the life philosophies of two authors whom he cherished, Pascal and Leopardi, and reflecting on the few known autobiographical details we know about Morandi. In this small and erudite tome, Jaccottet draws us into the very heart of the artist’s calm and strangely haunting oeuvre. In his literary criticism, Jaccottet is known for deeply engaging with the work of his fellow poets and tenaciously seeking the essence of their poetics. In this, his only book-length essay devoted to an artist, his critical prose likewise blends empathy, subtle discernment, and a determination to pinpoint, or at least glimpse, the elusive underlying qualities of Morandi's deceptively simple, dull-toned yet mysteriously luminous paintings. The Pilgrim’s Bowl is a remarkably elucidating study based on a profound admiration for and a dialogue with Morandi’s oeuvre.
English, French (translation)Original French
Maximum poezie. Francouzští básnící poslední doby
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
Francouzští básníci poslední doby Jaká je dnešní francouzská poezie? Bezpochyby formálně a názorové bohatá. Má také různou myšlenkovou inspiraci: surrealistickou, existencialistickou i křesťanskou. Českému čtenáři, vedenému k zemitosti a lidovosti, se však může zdát abstraktní a spekulativní... Má blízko k próze, a to poetické zůstává v maximálně účinném obraze, v hudbě a volbě slov a v rytmu věty. Ve Francii se klade větší důraz na jazykovou stránku poezie. V naší znalosti francouzské poezie vznikla mezera a tu bylo třeba zaplnit. Antologie obsahuje ukázky z tvorby 14 současných francouzských básníků. Svazek seznamuje čtenáře jednak s předchůdci dnešní francouzské poezie (Char, Ponge, Michaux), dále s básníky narozenými ve 20. letech i se současnými nadějnými autory. Editor Aleš Pohorský. Kniha je doplněna fotografiemi Paříže od Barbary Huckové.
Výbor básní francouzského autora z let 1953 – 1983, jehož základní podobu stanovil autor sám. – Doslov Jiří Pechar.
Ještě jednou se pokusit zachytit tu nevysvětlitelnou radost při pohledu na kvetoucí strom, hory proti světlu, bystřinu na úpatí skal; to nejasné volání, které přiměje zastavit se a naslouchat; ten pocit, že se svět jako otevře, nepanuje smrt, vše drží pohromadě, svěží, jako dívky v tanci na Botticelliho obraze. To je snahou stárnoucího básníka: na svých toulkách alpskou krajinou slovy uchopit ony okamžiky přízemní transcendence, tady a teď, a ne mimo náš svět. Francouzský básník švýcarského původu Philippe Jaccottet (nar. 1925), známý u nás již z výboru Myšlenky pod mraky a jiné básně (Torst 1997), se ve svých pozdních básnických prózách Sešit zeleně (1990) a Po mnoha letech (1994) pokouší za neustálého reflektování přiléhavosti básnické řeči vyjádřit svou transcendentální zkušenost skutečnosti. Autor řazený k tzv. kritickému lyrismu zde v psaní, střídajícím pasáže jednou více úvahové a jednou více básnické, nechává nahlédnout do procesu tvorby, která se úzkostlivě střeží lacinosti a falešnosti. Sledujeme básníkovo živé myšlení, které postupuje od jednoho básnického obrazu k druhému, zkouší je, zavrhuje, obměňuje – bere je nikoli jako estetický cíl, ale jako krok v přibližování se ke skutečnosti, na jehož konci je ticho.









