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Adriana Enslin

    Die blutigen Tage von Genua 2001
    • Die blutigen Tage von Genua 2001

      G8-Gipfel, Widerstand und Repression

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Eine Blutlache breitet sich auf der Piazza Alimonda in Genua aus, als Carlo Giuliani, 23 Jahre alt, von einer Polizeikugel getroffen zusammenbricht. Der 20. Juli 2001 wird zum Symbol für die von der italienischen Regierung angeheizte Polizeigewalt und einen politischen Mord. Silvio Berlusconi setzte das G8-Gipfeltreffen fort, während die Strategie der Spannung bereits zuvor begann. Das Schengener Abkommen wurde außer Kraft gesetzt, und mehr als 20.000 Bereitschaftspolizisten wurden in Genua konzentriert. Die Stadt wurde in zwei Zonen unterteilt: die „Rote Zone“, die mit hohen Eisengittern abgeriegelt war, umfasste den Stadtkern und das Hafengebiet, während die „Gelbe Zone“ nur mit speziellen Ausweisen betreten werden konnte. Die Autobahnen rund um Genua waren kontrolliert, und es herrschte ein Belagerungszustand. Gegen die über 300.000 Demonstranten ging die Polizei mit beispielloser Brutalität vor, was zu mehr als tausend Verletzten und Hunderte von Inhaftierten führte, die teilweise schwer misshandelt wurden. Der Guardian berichtete, dass der Staat, wenn er sich bedroht fühlt, alle Gesetze außer Kraft setzt und blanke Gewalt herrscht. Zehn Jahre nach Giulianis Tod erinnert der LAIKA-Verlag mit einem Buch und fünf Filmen an diese brutalen Konfrontationen zwischen den G8-Regierenden und den Demonstranten für eine andere Weltordnung.

      Die blutigen Tage von Genua 2001