Die Autorin rettet aus Tierliebe eine streunende Katze, was zu Eifersucht und einem Katzenbiss führt. Während sie nach Budapest fliegt, um zu lesen, schwellen ihre Hand und die Situation dramatisch an. Es folgt eine aufregende Reise durch die Notaufnahmen der Stadt und ein Kampf um ihre Gesundheit und Schreibfähigkeit.
Monika Maron Bücher
Monika Marons Werk befasst sich intensiv mit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und erforscht die Gefahren von Erinnerung und Isolation. Ihre Prosa ist spärlich und düster, durchdrungen von der Empfindlichkeit und Verzweiflung ihrer Erzähler. Mit ihrer charakteristischen Stimme schafft sie scharfsinnige Porträts von Individuen, die sich in einer sich ständig verändernden Welt zurechtfinden. Ihre einzigartige Perspektive beleuchtet die menschliche Verfassung.







Trotzdem herzliche Grüsse
- 129 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Überläuferin
- 221 Seiten
- 8 Lesestunden
Eines Morgens spürt die wissenschaftliche Mitarbeiterin eines historischen Instituts in Ostberlin, daß ihre Beine gelähmt sind. Sie bleibt fortan im Bett, geht nicht mehr zur Arbeit, entzieht sich ihrer "lebenslangen Dienstverpflichtung". Und niemand vermißt sie ... Monika Maron erweist sich in diesem Buch als großartige Satirikerin. (Fischer)
Artur Lanz
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Monika Marons Roman »Artur Lanz« entwirft ein ebenso provokantes wie differenziertes Stimmungsbild einer Gesellschaft, die sich dem Mainstream unterwirft.Artur Lanz, der seinen Namen der Schwärmerei seiner Mutter für die Artus-Legende verdankt, ist kein heldenhafter Mann. Erst durch die kühne Rettung seines Hundes entdeckt er das unbekannte Glück der Opferbereitschaft. Er fragt nach dem Ursprung dieses Glücks und sucht die Wiederholung.Charlotte Winter, die im Alter anfängt, Geschichten zu schreiben, lernt Artur Lanz zufällig kennen. Sie wird Zeugin seiner Bewährungsprobe, als er sich nach einer streitbaren politischen Äußerung seines Freundes zwischen Mut und Feigheit entscheiden muss.Was darf gesagt werden und was nicht? Dieser Frage spürt Monika Maron mit ihren Geschichten, Figuren und ihrem unverwechselbaren Erzählton nach.
Nach Massgabe meiner Begreifungskraft
- 119 Seiten
- 5 Lesestunden
Dieser etwas merkwürdig klingende Titel geht auf ein Kleist-Zitat zurück. Monika Maron bedankte sich mit einer Rede unter diesem Titel für den ihr von Marcel Reich-Ranicki zugesprochenen Kleist-Preis (1992). Pointiert nahm sie darin Stellung zu Fragen unserer Tage, zum Beispiel zur »anachronistischen und verlogenen Diskussion um den § 218«. Denn: »Die vom Staat angemaßte Leibeigenschaft der Frau ist nichts und gar nichts anderes als der fortgesetzte Anspruch männlicher Herrschaft über die Frau.« Die Fähigkeit der Autorin, die Dinge so ins Licht der Vernunft zu rücken, daß die fast schon eingewöhnten Verzerrungen schlagartig von ihnen abfallen, ihre eindeutige Haltung und schließlich die Eleganz ihrer Sprache machen sie zu einer Kommentatorin hohen Ranges. Der Leser kann eine Sprache genießen, die in ihrer vermeintlichen Leichtigkeit in der deutschsprachigen Literatur kaum ihresgleichen hat.
"Diese meisterhafte Erzählung über einen Hund sagt alles über uns Menschen." - Ulrich Wickert „Ich saß verloren in meiner Wohnung und fragte mich, was ich hier eigentlich sollte. Mein Hund war gestorben und hatte mich in die Einsamkeit entlassen. Ich brauchte einen neuen Hund.“ Die unvergessliche Geschichte von Bonnie Propeller, dem Hund mit den zwei Namen, handelt von unerfüllbaren Erwartungen und unverhofftem Glück; von Freude, Liebe – und von der selbstverordneten Notwendigkeit, dreimal am Tag das Haus zu verlassen.
Das Mißverständnis: Vier Erzählungen Und Ein Stück
- 123 Seiten
- 5 Lesestunden
Fünf Texte gegen die Erstarrung zwischen den Menschen. Die Erzählungen und das Theaterstück in diesem Band kreisen um das Hauptthema: die Erwartung, die man von sich hat, die man an andere stellt; die Erwartung, die immer wieder enttäuscht wird. Das Spektrum der Texte reicht vom realistischen über surreales Erzählen bis zum Märchen, zum Traumspiel. Immer wieder geht es um den Zusammenbruch von Beziehungen: zwischen dem Ich und Du, zwischen dem einzelnen und der größeren Gruppe, geht es um den Bruch, der quer durch die Gesellschaft verläuft, der die Frau vom Mann, die Oberen von den Unteren, die Dichter von den anderen Menschen trennt. Bei aller Verschiedenartigkeit der Thematik - einmal der Infarkttod eines hohen DDR-Funktionärs, ein andermal die Begegnung zwischen zwei ungläubigen jungen Frauen und Gottvater im Himmel - laufen die einzelnen Beiträge stets auf einen Gedanken hinaus: man liebt, was sich einem entzieht; alle Sehnsucht richtet sich immer auf das Unmögliche.
Die Erzählerin in diesem Roman erinnert sich zum letzten Mal an ihre Liebe, die ihr im Sommer 1990 begegnete, als sie nicht mehr jung war und noch nicht alt. Nachdem ihr Geliebter sie verlassen hat, zieht sie sich aus der Welt zurück und wiederholt seitdem die Zeit mit ihm als eine nicht endende Liebesgeschichte. Das Ende der Diktatur offenbart die Ordnung ihres Lebens als absurd, die gewonnene Freiheit fügt sich nicht mehr dem Ganzen, sondern stellt die früheren Lebensentscheidungen infrage. Die Liebe zu Franz, der jenseits der Mauer aufgewachsen ist, wird zur obsessiven Leidenschaft, die keinen Verzicht zuläßt und keine Rücksicht. Die Heldin des Romans beschwört die Liebe als letzte anarchische Sinngebung, die sich über jede Ordnung hinwegsetzt und ihre eigene errichtet.
War das Glück immer nur eine Illusion? Johanna versucht ihren biografischen Standort zu bestimmen, rückblickend, vergleichend und ratlos. „Monika Maron hat ein mutiges Buch geschrieben. Es trifft die Seelenlage der Nation wie kaum ein anderes in diesem Herbst.“ Tilman Krause, Die Welt



