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Paul Claudel

    6. August 1868 – 23. Februar 1955

    Paul Claudel war ein französischer Dichter, Dramatiker und Diplomat, der vor allem für seine Versdramen bekannt ist. Diese Werke vermitteln oft seinen tiefen katholischen Glauben und verweben ihn in fesselnde Erzählungen. Claudels Stil zeichnet sich durch seine majestätische Qualität und spirituelle Tiefe aus, die mit Themen wie Glauben, Schicksal und der menschlichen Verfassung mitschwingt. Seine Stücke bieten eindringliche Bilder und kraftvolle emotionale Erfahrungen, die Leser und Publikum in eine Welt der Symbolik und transzendentalen Anliegen entführen.

    Paul Claudel
    Das harte Brot
    Mittagswende
    Vom Sichtbaren und Unsichtbaren Gedanken zur Kunst und Musik
    Erkenntnis des Ostens
    Der Seidene Schuh
    Was der Osten ist
    • In neuer Übersetzung: das wohl einflussreichste französische Buch über das alte China. Auf seinen Reisen zwischen Shanghai, Fuzhou und Hankou beginnt der Diplomat Claudel gleich bei seinem ersten Aufenthalt von 1895–1899 mit der Niederschrift literarischer Momentaufnahmen. Obwohl er die chinesische Sprache nicht versteht, fühlt er sich sofort wie ein Fisch im Wasser, alles erscheint ihm »natürlich und normal«, die scheinbare Unordnung der chinesischen Stadt wird für ihn zum Zeichen einer Harmonie, die er der etablierten Ordnung europäischer Großstädte vorzieht. China sollte fortan das Land sein, in dem Paul Claudel nach kurzem Zwischenaufenthalt in Japan die meiste Zeit seiner diplomatischen Karriere verbrachte. Eindrücke vom Meer, den Flüssen, dem Land und den Gärten wechseln sich in den von eigenwilligen, mitunter gebrochenen Rhythmen durchzogenen Prosagedichten ab. Claudel streut Reflexionen, Gesänge und Fabeln ein; Phasen des Innehaltens, der produktiven Leere und Meditation folgt rasende Bewegung. Sie sind daher literarisches Zeugnis einer durch Baudelaire angestoßenen und von Rimbaud weitergeführten aufgebrochenen Prosaform und zugleich Zeugnis eines von allen Klischees befreiten und völlig unvoreingenommenen Blicks auf ein China des späten 19. Jahrhunderts.

      Was der Osten ist
      3,5
    • «Es ist vielleicht das Eigenartigste an Claudels Dichtung, daß alle großen Szenen, in denen das individuelle Schicksal der Haupthelden eine Entwicklung erfährt, immer in eine ethnologische, geographische, astronomische Schau ausmünden, wie umgekehrt alle großpolitische und kosmische Überlegung immer an die individuellen Schicksale geknüpft bleibt. Denn Rodrigo ‹gehört zu denen, die sich nicht retten können, als indem sie das ganze Gewimmel miterlösen, das hinter ihnen von ihrer Gestalt geprägt wird›. ... So gibt es hier überhaupt kein individuelles Schicksal, das nicht zugleich sozial und welthistorisch wäre.»

      Der Seidene Schuh
      3,0