Ein neues Buch von Neil Postman: eine unmißverständliche Aufforderung, es uns in der Welt der hilfreichen Technologien nicht bequem zu machen; eine leidenschaftliche Verteidigung der menschlichen Vernunft gegen die Entmündigung der Gesellschaft durch die Maschinen; ein Vorschlag, die Freiheit wieder auf Verantwortung zu gründen.
Neil Postman Bücher
Neil Postman war ein bedeutender amerikanischer Pädagoge, Medientheoretiker und Kulturkritiker, der vor allem für seine kritische Untersuchung des Einflusses der Massenmedien bekannt war. Er untersuchte, wie Fernsehen und andere Kommunikationsformen ernsthafte Gedanken vereinfachen und den Diskurs untergraben, indem sie komplexe Themen in oberflächliche Unterhaltung verwandeln. Postman betonte, dass interaktives Engagement und nicht nur die Informationsvermittlung von oben nach unten für echtes Lernen unerlässlich ist. Seine Analysen bieten eine bleibende Perspektive auf die Beziehung zwischen Information und menschlicher Reaktion.







Wir amüsieren uns zu Tode
- 206 Seiten
- 8 Lesestunden
Was heißt es, wenn in Medien und Politik die Logik des Entertainment Einzug hält? Wenn unser Bild von der Welt davon bestimmt wird, welche Bilder uns die Medien zeigen? Und wenn das Zerstreuungsgeschäft an die Stelle von Erkenntnisstreben und Wahrnehmungsanstrengungen tritt? In einer Welt, die Orwells »1984« immer ähnlicher wird, ist Neil Postmans unverzichtbares Werk über die Wirkmacht der Medien wichtiger denn je. Der wegweisende Klassiker über die zersetzenden Auswirkungen des Fernsehens auf die Politik und unseren gesellschaftlichen Diskurs wurde erstmals im Jahr 1985 veröffentlicht. Obwohl im 20. Jahrhundert erschienen, wird es mittlerweile als das Buch des 21. Jahrhunderts gefeiert. »Wir amüsieren uns zu Tode« ist ein prophetischer Blick auf das, was passiert, wenn Politik, Journalismus, Bildung und Religion zum Gegenstand von Unterhaltung werden. Gleichzeitig ist das Werk eine Blaupause dafür, wie wir die Herrschaft über die Medien und damit unsere Mündigkeit zurückgewinnen. »Ein brillantes, wirkmächtiges und wichtiges Buch. Postman hat eine Anklageschrift verfasst, die … unwiderlegbar ist.« Jonathan Yardley, The Washington Post Book World »Ich kenne kein prophetischeres, durchdachteres, notwendigeres – und ja, unterhaltsameres – Buch über Medienkultur.« Victor Navasky, Gewinner des National Book Award
Dieses Buch bricht den faulen Frieden, den die Erwachsenen mit der Gleichgültigkeit geschlossen haben, um die Welt bis in die Nischen hinein nach ihrem Bilde einzurichten. Es handelt von dem vielleicht folgenschwersten kulturellen Kolonisierungsunternehmen in der Gegenwart: der Zerstörung der Kindheit durch Mißachtung oder Destabilisierung ihrer Spielräume, ihrer inneren Geschichte und ihrer spezifischen Zeitrechnung. Brisant ist nicht nur Postmans These, daß in der abendländischen Zivilisation die Idee der Kindheit im Verschwinden begriffen sei, sondern auch seine intelligente Analyse der elektronischen Medien, die er als die machtvollen Beschleuniger dieser Entwicklung bestimmt. Postmans Kritik gilt der Allianz von Kommerz, Ideologie und Gedankenlosigkeit gegen die Ansprüche der Kinder auf eine eigene, freie Lebenszeit: auf die Kindheit nicht als eine biologische, sondern vielmehr als eine kulturelle Erfahrung. Die Vorstellungs- und Empfindungswelt der Kindheit ist endgültig dann abgeschafft, wenn die Kinder und Jugendlichen nur noch zu Erwachsenen-Wünschen fähig sind.
Die zweite Aufklärung
- 253 Seiten
- 9 Lesestunden
In bekannter Radikalität definiert der Medienkritiker die großen vor uns liegenden Herausforderungen. Seine Themen sind Fortschritt, Technologie, Sprache, Information, Demokratie und Erziehung. Er hinterfragt die modernen Technologien wie Internet, interaktives Fernsehen, virtuelle Realität: "Was ist das Problem, für das diese Technologie die Lösung bietet?"§Für Postman liegt die Antwort in den Erkenntnissen des Zeitalters der Aufklärung. Postmans frühere Analysen sind durch die modernen Industriegesellschaften ausnahmslos bestätigt worden - auch in diesem Buch liefert er Handlungsmodelle, die sich im 21. Jahrhundert als fruchtbar erweisen könnten.
§Es gibt keine Götter mehr, keine, die in einer von Computern, Fernsehen und Kommerz dominierten Gesellschaft vermittelten, "wie man lebt". Griffig, populär und polemisch klagt Neil Postman eine Neubesinnung in der Pädagogik ein: "Ich schreibe dieses Buch in der Hoffnung, die Definition des "Schulproblems" von den Mitteln weg hin zum Zweck, zum Sinn zu verschieben."§§
Es ist klar, dass die Ingenieure und nicht die Poeten die heimlichen Gesetzgeber unserer Zeit sind. aber ohne das Gegengewicht einer starken Opposition ist die Tyrannei der Technik unausweichlich ..


