Bezahlt wird nicht!
- 94 Seiten
- 4 Lesestunden
Nachw. v. Jungblut, Helga ; Chotjewitz, Peter O. 94 S. N.-A.
Dario Fo war ein italienischer Satiriker, Dramatiker und Theaterregisseur, dessen Werk die komödiantischen Methoden der alten italienischen Commedia dell'arte nutzte. Sein dramatisches Schaffen, das beim Proletariat beliebt war, spiegelte eine scharfe, satirische Sicht auf die Gesellschaft wider. Gemeinsam mit seiner Frau leitete er eine Theaterkompanie, in der seine Darbietungen durch außergewöhnliches Schauspiel lebendig wurden.







Nachw. v. Jungblut, Helga ; Chotjewitz, Peter O. 94 S. N.-A.
Das ist Fo's 400seitiges Hauptwerk, seine höchst fröhliche Wissenschaft vom Theater, eine kenntnis- und materialreiche Theatergeschichte ebenso wie eine Schule der Komödianten, entstanden aus den Traditionen und Travestien eines universellen kulturellen Erbes - eine Summe seines politisch-moralischen wie innovativ-unterhaltsamen Werkes. Mit einem Beitrag von Franca Rame.
In dieser Komödie von Fos wird die Sorge um eine Immunisierung gegen den HIV-Erreger mit den Themen Psychotherapie, Aids-Forschung und Frauen in der Wissenschaft verknüpft. Herr Wonnemacher begegnet der exzentrischen Madame Curie, was zu humorvollen und tiefgründigen Momenten führt.
Die Geschichte einer Tigerin hebt das Positive hervor und betont die Hoffnung, besonders in Zeiten, die als hoffnungslos und negativ empfunden werden.
Eine Farce über die Entführung einer hochgestellten Persönlichkeit
HOHN DER ANGST ist ein spannendes Verwirrspiel und politisches Drama. Antonio Minelli, ein linker Gewerkschafter, rettet beim Entführungsversuch den Fiat-Boss Agnelli, was zu einem Chaos führt. Ein Kommissar, ein verletzter Richter und Antonios Frau und Geliebte sorgen für Verwirrung, da sie die beiden Antonios nicht unterscheiden können.
Eines der historischen Lehrstücke von Dario Fo, das vor dem Hintergrund der ersten großen Krise des Kapitalismus spielt: dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen. Anhand von Szenen aus den Jahren 1911 bis 1923 schildert Fo das Aufkommen des Faschismus in Italien, das Zerbrechen der sozialdemokratischen Arbeiterpartei an der Frage des Kriegseintritts Italiens und unter dem Eindruck des Siegs der Oktoberrevolution in Russland. Aber Fo wäre nicht Fo, wenn er daraus einen trockenen chronologischen Exkurs machen würde. Vielmehr verbindet EINER FÜR ALLE, ALLE FÜR EINEN! in gewohnter Fo'scher Manier Politik und Humor zu einem vor Einfällen überbordenden Theaterspaß. In dessen Mittelpunkt steht die junge Antonia, die sich von einer unbedarften Näherin zur politisch bewusst handelnden Revolutionärin mausert.
In ihren drei persönlichsten Stücken macht sich Franca Rame gemeinsam mit Dario Fo stark für die Rolle der Frau: Sie nimmt die italienischen Machos, die chauvinistische Gesellschaft und die daraus resultierende Politik aufs Korn. Das skurrile Chaos einer »Offenen Zweierbeziehung«, deren Freiheiten natürlich nur der Mann genießen darf, ist der erheiternde Anfang. Ernsthafter sind dagegen ihre Monologe: »Eine Mutter« versucht verzweifelt zu ergründen, ob ihre Erziehung oder die Politik aus ihrem Sohn einen Terroristen gemacht hat. »Die Vergewaltigung« einer Frau beschreibt Rame beklemmend und schonungslos genau und zieht gegen die Verharmlosung sexueller Gewalt in der italienischen Öffentlichkeit zu Felde.
Der italienische Dramatiker und Nobelpreisträger Dario Fo erzählt die Geschichte einer starken Frau Dario Fos Romanheldin Christina von Schweden ist eine „unmögliche Königin“: hochgebildet, rebellisch und unberechenbar. Sie weigert sich zu heiraten, hat Affären und korrespondiert mit Intellektuellen wie Blaise Pascal und Molière. Nach ihrer Abdankung 1654 geht sie nach Rom und wird zu einer wichtigen Förderin von Wissenschaft und Kunst. Anhand geschichtlicher Zeugnisse und Chroniken erzählt Dario Fo das Leben einer selbstbewussten Frau, die mit den Konventionen ihrer Zeit bricht, und erfindet sie dabei ganz neu.