Eichmann und der Holocaust
Ein Überblick






Ein Überblick
Die Deutschen, die NS-Führung und die Alliierten
Das Buch beleuchtet das bislang wenig erforschte Thema der Reaktionen der deutschen Bevölkerung auf die Judenverfolgung und den Holocaust sowie die Antworten der NS-Führung auf die internationale Diskussion über diese Verbrechen. Ab 1942 war ein wachsendes Bewusstsein über die Vernichtung der Juden in der Gesellschaft präsent, was Bestrafungserwartungen und Vergeltungsängste hervorrief. Die Autoren analysieren, wie diese Informationen in der deutschen Öffentlichkeit aufgenommen wurden und welche Maßnahmen die NS-Führung ergriff, um mit der Situation umzugehen.
Reisen zu Stätten von Krieg, Massengewalt und NS-Verfolgung
Gedenk- und Erinnerungsorte, die im Kontext der NS-Verbrechen stehen, verzeichnen immer neue Besucherrekorde. Sie werden mittlerweile in erheblichem Umfang von Touristen aufgesucht. Was aber bedeutet eine touristische Erinnerungskultur? Schließen sich Tourismus und Gedenken aus, oder ergeben sich dadurch neue Chancen der Geschichtsvermittlung? Die Beiträge des Bandes spüren dem Phänomen des „Dark Tourism“ nach, fragen nach Motivationen und Hintergründen und werfen einen kritischen Blick auf dessen Folgen für die gegenwärtige Erinnerungskultur. Sie plädieren zugleich dafür, nicht in Abwehr und Skandalisierung zu verharren, sondern die Herausforderung durch touristische Besucher produktiv anzunehmen.
Edice deníků ideologa nacistické strany a státu (1893–1946), který se již velmi záhy stal jedním z nejradikálnějších antisemitů a až do samého konce aktivně podporoval nacistickou vyhlazovací politiku, pokrývá období let 1934–1944. Rosenberg v denících věnuje pozornost aktuálnímu dění a otevřeně prezentuje své úvahy o nacionálněsocialistickém „světovém názoru“, jehož byl horlivým propagátorem, o boji proti křesťanství, o nadřazenosti germánské rasy. V souvislosti se svým jmenováním „ministrem pro Východ“ se zabývá způsoby, jak ovládnout „východní národy“, „židobolševismem“ a „řešením židovské otázky“. Otevřeně píše o svých nedobrých vztazích s některými dalšími nacistickými veličinami (Goebbelsem, Himmlerem, Ribbentropem a dalšími), naopak až devótní úctou zahrnuje svého vůdce. Edici uvádí rozsáhlá studie, text deníků je opatřen poznámkami.
A New Forum for International Holocaust Research, European Holocaust Studies (EHS) publishes significant international research on the murder of European Jews and its broader contexts. This English-language yearbook aims to enhance visibility for research contributions from various countries and institutions while promoting international scholarly exchange, particularly among North America, Europe, and Israel. Each thematic issue features peer-reviewed articles offering fresh perspectives on the main topic, alongside discussions of key documents and descriptions of related research projects. Additionally, it includes a literature review or essay addressing historiographical debates. Featured articles include Frank Bajohr's examination of German antisemitism's influence in Europe, Dieter Pohl's analysis of right-wing politics and antisemitism in Europe from 1935 to 1940, Ferenc Laczó's exploration of the radicalization of Hungarian antisemitism until 1941, and Susanne Heim's insights into the international reactions to the forced emigration of German Jews in 1938. Grzegorz Krzywiec also contributes with a study on Polish political antisemitism amid national and economic crises in the 1930s.
Tagebücher und Briefe von Tätern, Opfern und »Bystandern« des NS-Regimes als Quellen, die individualbiographisch entschlüsselt werden müssen. Kaum eine Quellengattung hat die Beschäftigung mit dem gesellschaftlichen Alltag des »Dritten Reiches« ähnlich stark beeinflusst wie die der Tagebücher. Allein die 1995 erstmals veröffentlichten Tagebücher des Dresdner Romanisten Victor Klemperer haben sich bis heute mehr als 300.000 Mal verkauft. Das große öffentliche Interesse hängt sicher zum Teil mit dem langsamen Verschwinden der Zeitzeugen zusammen. Darüber hinaus hat sich jedoch seit den achtziger Jahren ein alltags- und gesellschaftsgeschichtlicher Perspektivenwechsel vollzogen, der die damaligen Zeitgenossen als handelnde Akteure begreift und nach deren Wahrnehmung der historischen Ereignisse fragt. Aus dem Inhalt: Susanne Heim: »Beim Schreiben habe ich immer noch einen Funken Hoffnung.« Tagebücher und Briefe verfolgter Juden im Vergleich Beate Meyer: »Ich schlüpfe wie eine graue Motte überall durch.« Die Wandlungen der Luise Solmitz im Spiegel ihrer Tagebücher Andrea Löw: Tagebücher aus dem Ghetto Litzmannstadt (Lodz): Autoren, Themen, Funktionen Dietmar Süß: Die »Heimat« als »Front«. Der Luftkrieg in Tagebuchaufzeichnungen
Ergebnisse und neue Fragen der Forschung
In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien zur Geschichte des Holocaust erschienen, die bedeutende Ergebnisse zu verschiedenen Einzelfragen liefern. Hochkarätige NS-Historiker vereinen in einem Band die neuesten Erkenntnisse über die Täter, die Strategien verfolgter Juden, den Holocaust in Osteuropa und die materiellen Aspekte des Raubzugs, der mit der Ermordung der jüdischen Bevölkerungen einherging. Diese umfassende Bilanz der internationalen Holocaust-Forschung ist unverzichtbar für alle, die sich über den aktuellen Stand informieren möchten. Die Herausgeber Frank Bajohr und Andrea Löw, Historiker am Zentrum für Holocaust-Studien in München, präsentieren verschiedene Perspektiven: Ulrich Herbert gibt einen Überblick über die deutsche Holocaust-Forschung, während Sybille Steinbacher Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Forschung beleuchtet. Dieter Pohl betrachtet den Holocaust im Kontext anderer NS-Massenverbrechen. Bajohr zieht eine Bilanz der Täterforschung, und Mark Roseman thematisiert führende Täter. Ingo Loose behandelt die materielle Bereicherung durch den Holocaust, während Jürgen Matthäus die Verbindung zwischen Holocaust und Antisemitismus untersucht. Beate Meyer und Andrea Löw analysieren die Handlungsstrategien und Reaktionen verfolgter Juden in verschiedenen Regionen. Dan Michman fasst die jüdische Geschichtsschreibung zusammen, Tatjana Tönsmeyer beleuchtet soziale Dynamiken, und Doris Bergen beschreib
Vier Tagebücher geben neue Einblicke in Politik und Alltag des Jahres 1933. Die NS-Machtübernahme am 30. Januar 1933 gehört auch 80 Jahre danach zu den weithin bekannten historischen Zäsuren des 20. Jahrhunderts. Dennoch ist immer noch wenig über unmittelbare Eindrücke und Reaktionen der Zeitgenossen gerade im ersten Jahr der NS-Herrschaft bekannt. Begriffen die Menschen die damaligen Ereignisse als einen tiefgreifenden Einschnitt im politischen und in ihrem persönlichen Leben? Welche Veränderungen im gesellschaftlichen und politischen Alltag nahmen sie wahr? Wie gingen sie mit den Ansprüchen und Anforderungen um, die das neue Regime schon bald an sie stellte? Ein Blick in die Tagebücher der Lehrerin Louise Solmitz, des jüdischen Rechtsanwalts Kurt F. Rosenberg, des Bankiers Cornelius Freiherr von Berenberg-Goßler und des Archivars Nikolaus Sieveking offenbart ein breites Spektrum an Grundhaltungen, Verhaltensweisen, Wahrnehmungen und Meinungen. Abhängig von den jeweiligen politischen Präferenzen der vier Tagebuchschreiber aus Hamburg, ihrer sozialen Herkunft und nicht zuletzt ihrem vom NS-Regime definierten »rassischen« Status, eröffnet sich heutigen Leserinnen und Lesern ein genauer Blick auf die Frühzeit des NS-Regimes und den Alltag des Jahres 1933.