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Anna Bikont

    17. Juli 1954

    Anna Bikont ist eine polnische Journalistin und Schriftstellerin, die sich tiefgründig mit gesellschaftlichen und historischen Themen auseinandersetzt. Ihre Arbeit konzentriert sich häufig auf komplexe und kontroverse Ereignisse, die die polnische Gesellschaft geprägt haben, und beleuchtet diese mit scharfer psychologischer Einsicht. Ihr Werk zeichnet sich durch die Suche nach Wahrheit und das Verständnis menschlicher Motivationen aus, insbesondere im Hinblick auf kollektives Gedächtnis und historische Verantwortung. Bikont bemüht sich, durch ihre journalistische und literarische Tätigkeit kritisches Denken und einen Dialog über anspruchsvolle Themen anzuregen.

    Wislawa Szymborska
    Wir aus Jedwabne
    • Wir aus Jedwabne

      Polen und Juden während der Shoah

      Am 10. Juli 1941 fiel die jüdische Bevölkerung der polnischen Kleinstadt Jedwabne einem Pogrom zum Opfer. Hunderte Männer, Frauen und Kinder wurden in einer Scheune verbrannt. Nur wenige überlebten. Es war ein Verbrechen von unermesslicher Grausamkeit. Aber nur wenige Menschen wurden dafür zur Verantwortung gezogen. Was an diesem Tag tatsächlich geschah – und durch wessen Hand –, sollte mehr als sechzig Jahre lang im Dunkeln bleiben. Erst das Buch Nachbarn (2000) des Historikers Jan T. Gross legte dar, dass es Polen waren, die in Jedwabne, geschützt von den deutschen Besatzern, ihre wehrlosen jüdischen Nachbarn umgebracht hatten – ein Schock für die polnische Gesellschaft und Auslöser einer erbitterten Debatte um das Tabu eigener Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung des Landes. Die Journalistin Anna Bikont macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Sie reist immer wieder nach Jedwabne. Sie spricht mit Überlebenden und mit Tätern, mit Dorfbewohnern, Historikern und Politikern. Sie durchforstet Prozessakten und Zeitungsarchive. So unerbittlich wie behutsam rekonstruiert sie nicht nur die Gewalttat und die Umstände, die sie ermöglicht haben – sie zeichnet zugleich das Porträt einer Stadt, die sich der Erinnerung bis heute verweigert.

      Wir aus Jedwabne
      4,2
    • Wislawa Szymborska

      Prullaria, dromen en vrienden

      • 331 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Wisława Szymborska houdt niet van bemoeizucht. Ze heeft nooit willen weten van een ‘uitwendige biografie’: wat ze over zichzelf te zeggen heeft, staat in haar gedichten. Toen ze na de toekenning van de Nobelprijs door journalisten bestormd werd, kregen deze te horen dat de laureate niet graag antwoord geeft op vragen over haar leven. Bij verschillende gelegenheden zei ze: ‘Het in het openbaar spreken over zichzelf verarmt inwendig.’ Desondanks schreven Anna Bikont en Joanna Szczęsna een biografie van Wisława Szymborska, nadat eerdere pogingen van anderen waren mislukt. Het begon met de rubriek Literaire post in een literair tijdschrift, die door Szymborska (onder pseudoniem) werd geschreven. Toen Bikont en Szczęsna dit ontdekten en erover begonnen te schrijven, ging de telefoon: ‘Het is een verschrikkelijk gevoel’, zo hoorden zij Szymborska zeggen, ‘over jezelf te lezen, maar nu de dames al zo veel werk hebben verzet, vooruit, laten we dan maar gaan “preciseren”.

      Wislawa Szymborska
      4,3