Max Weber Bücher
Ein bedeutender deutscher Soziologe und Nationalökonom, dessen Werk die Sozialtheorie und den Aufgabenbereich der Soziologie selbst maßgeblich beeinflusste. Seine Hauptwerke beschäftigten sich mit der Rationalisierung, Bürokratisierung und der 'Entzauberung', die mit dem Aufstieg des Kapitalismus einhergingen. Weber war neben seinem Kollegen Georg Simmel eine zentrale Figur bei der Etablierung des methodologischen Antipositivismus und präsentierte die Soziologie als ein nicht-empirisches Feld, das soziales Handeln durch entschieden subjektive Mittel untersuchen muss.







Schriften zur Wissenschaftslehre
- 276 Seiten
- 10 Lesestunden
Die Serie "Meisterwerke der Literatur" beinhaltet die Klassiker der deutschen und weltweiten Literatur in einer einzigartigen Sammlung für Ihren eBook Reader. Lesen Sie die besten Werke großer Schriftsteller,Poeten, Autoren und Philosophen auf Ihrem Kindle Reader. Digital überarbeitet und in allerbester Qualität und bei den allermeisten Titeln inklusive eines interaktiven Inhaltsverzeichnisses für einfache Orientierung.Webers wichtigste Arbeiten zur Wissenschaftslehre in einem Band.Roscher und Knies und die logischen Probleme der historischen NationalökonomieDie »Objektivität« sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer ErkenntnisKritische Studien auf dem Gebiet der kulturwissenschaftlichen LogikR. Stammlers »Ueberwindung« der materialistischen GeschichtsauffassungNachtrag zu dem Aufsatz über R. Stammlers Ueberwindung« der materialistischen GeschichtsauffassungDie Grenznutzlehre und das »psychophysische Grundgesetz«»Energetische« KulturtheorienUeber einige Kategorien der verstehenden SoziologieDie drei reinen Typen der legitimen HerrschaftDer Sinn der »Wertfreiheit« der soziologischen und ökonomischen WissenschaftenSoziologische GrundbegriffeWissenschaft als Beruf
Religion und Gesellschaft
Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie
Welche Rolle spielen Religionen und Wertesysteme bei der Entwicklung von Gesellschaften? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Religion und wirtschaftlichem Erfolg? Welche Kraft treibt die Rationalisierungsprozesse in der Moderne voran? Max Webers Antwort, dass der Protestantismus den Kapitalismus zur vollen Entfaltung gebracht habe, ist eine der bekanntesten und umstrittensten soziologischen Thesen. Diese wurde erstmals 1904 in der Abhandlung "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" formuliert und steht in Konkurrenz zu Karl Marx' Kapitalismusanalyse. Auch über 100 Jahre später bleibt die sogenannte "Weber-These" relevant. Der Band "Religion und Gesellschaft" versammelt Webers religionssoziologisches Gesamtwerk auf 1230 Seiten. In einer Zeit, in der die Funktion von Religion in der Gesellschaft analysiert wird, bieten Webers Ausführungen wertvolle Einsichten. Heute findet seine Religionssoziologie neues Interesse, nicht nur aufgrund des Konflikts mit dem islamischen Fundamentalismus, sondern auch, weil nach dem Untergang des marxistischen Weltentwurfs wieder nach den langfristigen, religiösen Grundlagen des westlichen Modernisierungsweges gefragt wird. Die zentralen Themen Webers sind nach wie vor so aktuell wie vor hundert Jahren.
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Der vorliegende Text wurde 1921/22 im Rahmen nachgelassener Schriften veröffentlicht und stammt vermutlich aus den Jahren 1913/1914. Max Weber bezeichnete ihn in einem Brief als seine 'Religionssystematik'. Dieser Text ist das erste Ergebnis seiner religionswissenschaftlichen Studien, die er seit 1911 betrieb. Weber entdeckte, dass Religionen entscheidend zur Herausbildung kultureller Unterschiede im Orient und Abendland beigetragen haben. Er argumentierte, dass nicht nur das kapitalistische Wirtschaftsethos des Westens, sondern auch andere gesellschaftliche Ordnungen wie Recht und Herrschaft von der Religionsentwicklung beeinflusst wurden. In dem Text rekonstruiert Weber die Entwicklung religiöser Gemeinschaften und deren Abhängigkeit von ökonomischen, sozialen und politischen Interessen der Laien. Er betont, dass alles soziale Handeln, bewusst oder unbewusst, im Kontext des von Religionen bearbeiteten Sinn-Problems steht, wobei sein Fokus auf weltabgewandten Religionen liegt. Der Text spielt eine zentrale Rolle in der Gesamtheit von Wirtschaft und Gesellschaft und bildet eine Verbindung zwischen der Schrift zur Protestantischen Ethik und späteren Studien zur Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Eine geplante Überarbeitung des Manuskripts konnte Weber vor seinem Tod nicht mehr realisieren. Die historisch-kritische Edition gibt die erste Auflage von 1921/22 wieder und beleuchtet die Entstehungsumstände sowie Webers Position in
Die Max Weber-Studienausgabe (MWS) macht die Schriften und Reden Max Webers auf der gesicherten Textgrundlage der Max Weber-Gesamtausgabe (MWG) allgemein zugänglich, ohne den editorischen Apparat. Die Studienausgabe ist so gestaltet, dass der Benutzer jederzeit auf die MWG zurückgreifen kann. Sie folgt in Textkonstitution und Anordnung der Texte durchgängig der MWG. Um das Auffinden von Fundstellen zu erleichtern, sind am Fuß jeder Seite die entsprechenden Seitenzahlen der MWG angegeben. Zudem wird auf gängige Ausgaben verwiesen, die in der Sekundärliteratur verbreitet sind. In dem posthum veröffentlichten Text „Die Stadt“ hat Weber eine vorläufige Synthese seiner Studien erarbeitet. Der Text präsentiert eine universalhistorisch anwendbare Typologie von Städten und konzentriert sich auf das Thema der 'Stadt im Rechtssinn', der Stadtgemeinde. Diese ist eine sich selbst verwaltende Bürgerschaft, die nur in der okzidentalen, nicht jedoch in der orientalischen Stadt vorkommt. Für den Okzident werden das europäische Mittelalter mit den verschiedenen Ausprägungen der Stadtgemeinde in Italien, Deutschland und England sowie die griechisch-römische Antike betrachtet. Im Orient stehen insbesondere Indien und China im Fokus, aber auch die Besonderheiten der Städte des Alten Orients, des alten Israels, des Islams und Russlands werden erörtert.
Max Webers zentrale Frage, auf die man alle seine religionssoziologischen Untersuchungen beziehen kann, ist: warum haben wir bei uns im Abendlande Kapitalismus? Das ist die Frage, die in eminentem Sinne die gegenwärtige Existenz begreifen will. (…) Vor allem das Religiöse als einen gestaltenden und bewegenden Faktor auch des Wirtschaftlichen hat er zum Gegenstand seiner Analyse gemacht; aber weiter suchte er alle nur erkennbaren Beziehungen, ohne eine von ihnen zu verabsolutieren. Seine Soziologie sollte dieses ganze verwickelte System kausaler Beziehungen hinstellen. So wurde er auf die Gesamtheit menschlicher Existenz gewiesen, ganz von selbst universal in seiner Betrachtung. Diese Betrachtung ist eine so noch nicht dagewesene Vereinigung von Historie und Systematik. Karl Jaspers
»›Persönlichkeit‹ auf wissenschaftlichem Gebiet hat nur der, der rein der Sache dient. Und nicht nur auf wissenschaftlichem Gebiet ist es so.« – Max Weber
Die Wissenschaft bietet nach Max Weber nicht das Ganze der Welt. Sie kann uns nicht sagen, was wir tun sollen. Sie schafft keine Tugend, sie bringt die entzauberte Welt nicht in Ordnung, und auch ihre Orientierung ist etwas je Relatives. Doch wenn das mit der „Wertfreiheit“ der Wissenschaft so ist, was leistet sie dann Positives für das praktische und persönliche Leben, fragt Weber und antwortet: Wissenschaft beschert uns drei unverzichtbare Kulturerrungenschaften; „Kenntnisse über die Technik, wie man das Leben, die äußeren Dinge, sowohl wie das Handeln der Menschen, durch Berechnung beherrscht. Zweitens: Methoden des Denkens, das Handwerkzeug und die Schulung dazu. Drittens: Hilfe zur Klarheit.“ Überlebensfähig sind wir also nur, wenn wir der Wissenschaft verpflichtet bleiben: ihre Grenzen bedenkend, ihre Sachlichkeit „leidenschaftlich“ nutzend. Mathias Jung



