Ein Mann sitzt nach einer Beerdigung an einem hellen Sommertag im Kino, sieht einen Zeichentrickfilm und beginnt plötzlich zu schreien. Eine Frau, die auf einer von einem Ölteppich umgebenen Insel lebt, verliebt sich unsterblich in den alten Künstler, für den sie täglich putzt, ohne mehr als ein paar Sätze mit ihm zu wechseln. Eine Schriftstellerin, die Paula Fox selbst ist, wird beinahe an ihrem eigenen Schreibtisch erschossen, weil Jugendliche im Nachbargarten mit einer geladenen Pistole spielen. Neben ihren Romanen und Jugendbüchern hat Paula Fox seit den 60er-Jahren Erzählungen und kleine Prosastücke verfasst, die hier erstmals versammelt sind. Oft sind es stille Begebenheiten, die sich zu etwas Unerhörtem ausweiten und von den großen Themen Liebe, Tod und Verlust erzählen. Fox ist eine Meisterin der genauen Beobachtungen, die selbst einfachen Situationen Poesie entlockt. Mit ihrer klaren und eindringlichen Sprache erschafft sie eine eigene Welt, in der die Grenzen zwischen Autobiographie und Fiktion verschwimmen. Die Texte, die von den 60er-Jahren bis heute reichen, zeigen die kluge Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis einer bedeutenden zeitgenössischen Autorin, deren Leben und Schreiben untrennbar miteinander verbunden sind. Paula Fox wurde 1923 in New York geboren und lebt dort weiterhin. Sie erhielt 1978 den Hans-Christian-Andersen-Preis und veröffentlichte zahlreiche Kinderbücher sowie sechs Romane und ihre Autobiogr
Paula Fox Reihenfolge der Bücher
Paula Fox war eine amerikanische Autorin, deren Werke sich oft mit der Komplexität menschlicher Beziehungen und der Suche nach Identität befassten. Ihr Schreiben zeichnete sich durch scharfe psychologische Einblicke in ihre Charaktere und eine feinfühlige Darstellung der menschlichen Erfahrung aus. Fox verband meisterhaft Themen wie Verlust, Erlösung und Widerstandsfähigkeit und bot den Lesern tief bewegende und zum Nachdenken anregende Erzählungen. Ihre unverwechselbare Stimme in der Literatur hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck.







- 2011
- 2009
Manchmal ist der Weg zurück nach Hause meilenweit. Als der 10-jährige James von einer Gang älterer Jungs entführt wird, ahnt er noch nicht, wie weit es ist. Gino, Stick und Blue zwingen ihn dazu, bei ihrem einträglichen Geschäft mitzumachen: Sie stehlen die kleinen Hunde reicher alter Damen und verdienen dann am Finderlohn. Der unschuldig aussehende James ist bestens dafür geeignet, an den Türen zu klingeln und treuherzig einen Spaziergang im Park zu versprechen -
- 2008
Ein Dorf am Meer
- 126 Seiten
- 5 Lesestunden
Voller Kraft und Poesie Zum ersten Mal in deutscher Sprache Ein literarisches Meisterwerk für junge Leser Während ihr Vater sich einer Operation unterziehen muss, wird Emma für ein paar Wochen bei ihrer Tante Bea und Onkel Krispin untergebracht. Die beiden leben in einem Strandhaus in Long Island, direkt am Meer. Emma kennt sie kaum und fühlt sich von Anfang an in dieser Umgebung nicht wohl. Tante Bea verhält sich merkwürdig und behandelt das Mädchen mit eisiger Schroffheit, da kann auch Onkel Krispin mit seiner unbeholfenen Herzlichkeit nichts ausrichten. Emma flüchtet aus der beklemmenden Enge des Hauses an den herrlich weiten Strand, wo sie ein Mädchen kennen lernt. Gemeinsam bauen sie über Tage ein Dorf am Meer - aus Steinen, Muscheln, Zweigen und anderem angespülten Strandgut. Voller Stolz erzählt sie ihrem Onkel und ihrer Tante beim Abendessen davon. Tante Beas Eifersucht ist geweckt ... Paula Fox wurde einmal eine »Meisterin des emotionalen Realismus« genannt. In diesem erstmals auf Deutsch erscheinenden Roman für junge Leser beschreibt sie mit untrüglicher Präzision und Einfühlsamkeit die Gefühle eines Kindes in einer hermetisch verschlossenen Erwachsenenwelt.
- 2007
Ein Bild von Ivan
- 122 Seiten
- 5 Lesestunden
Ivan ist ein einsames Kind: Sein Vater ist meist verreist, seine Mutter seit vielen Jahren tot. Einzig die haitianische Haushälterin Giselle kümmert sich liebevoll um ihn. Das ändert sich, als sein Vater beschließt, ein Portrait von Ivan anfertigen zu lassen: In dem jungen Maler Matt und der eigens für ihn engagierten Vorleserin Miss Manderby findet Ivan neue Freunde ...
- 2007
Im Jahr 1941, kurz nach dem Tod ihres Vaters, verlässt Helen Bynum zum ersten Mal ihren kleinen Heimatort in New York und reist nach New Orleans, um ihre Tante Lulu, die Schwester ihrer Mutter, zu finden. Lulu, eine alternde, alkoholabhängige Schauspielerin, wird von dem jungen Len unterstützt und hat nicht vor, die Stadt zu verlassen. Helen, erst dreiundzwanzig, ist fasziniert und manchmal schockiert von dem Leben in New Orleans, insbesondere in den Bohemien-Kreisen, in die sie gerät. Sie wird mit dem Rassenkonflikt konfrontiert und nimmt die Nachrichten aus Nazi-Deutschland und den Kriegseintritt der Amerikaner wahr. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die sie trifft, und die Lektionen über Leidenschaft und Schmerz, die sie lernt. Am Ende verlässt sie New Orleans als frisch verheiratete Frau. Jahrzehnte später, 1967, reflektiert sie ihre damaligen Erlebnisse und Entscheidungen in einem neuen Licht. Helen ist die unschuldigste und offenste Figur in Paula Fox’ Werk, und dieser Roman gilt als ihr zärtlichster und spannendster. Die elegante Sprache und der unerschütterliche Blick der Autorin machen das Buch zu einem literarischen und moralischen Schatz.
- 2006
"Der Kälteste Winter" schließt an Fox' Erinnerungen "In fremden Kleidern" an und gewährt abermals faszinierende Einsichten in ein bewegtes Leben. Ein Blick zurück zu den eigenen Anfängen und auf eine aus der Agonie des Krieges wiedererwachende Welt.Paula Fox ist dreiundzwanzig, als sie im Jahre 1946 im Hafen von New York ein notdürftig umgebautes Kriegsschiff besteigt, um in der Alten Welt neue Erfahrungen zu sammeln. London, Warschau, Paris, Prag. Leere Schlösser, zerstörte Kathedralen, Francos Spanien, wo ihr Großonkel Antonio in einer uralten Villa lebt, schäbige Pensionen, in denen sie friert, skurrile Personen - überall hallt ihr das Echo des gerade vergangenen Krieges entgegen, sind die Wunden der Menschen und Städte spürbar.
- 2005
In this elegant and affecting companion to her “extraordinary” memoir, Borrowed Finery, a young writer flings herself into a Europe ravaged by the Second World War (The Boston Globe) In 1946, Paula Fox walked up the gangplank of a partly reconverted Liberty with the classic American hope of finding experience—or perhaps salvation—in Europe. She was twenty-two years old, and would spend the next year moving among the ruins of London, Warsaw, Paris, Prague, Madrid, and other cities as a stringer for a small British news service. In this lucid, affecting memoir, Fox describes her movements across Europe’s scrambled borders: unplanned trips to empty castles and ruined cathedrals, a stint in bombed-out Warsaw in the midst of the Communist election takeovers, and nights spent in apartments here and there with distant relatives, friends of friends, and in shabby pensions with little heat, each place echoing with the horrors of the war. A young woman alone, with neither a plan nor a reliable paycheck, Fox made her way with the rest of Europe as the continent rebuilt and rediscovered itself among the ruins. Long revered as a novelist, Fox won over a new generation of readers with her previous memoir, Borrowed Finery. Now, with The Coldest Winter, she recounts another chapter of a life seemingly filled with stories—a rare, unsentimental glimpse of the world as seen by a writer at the beginning of an illustrious career.
- 2005
Luisa
Roman
Luisa de la Cueva, die auf der kleinen Karibikinsel San Pedro zur Welt kommt, ist die Tochter eines reichen Plantagenerben und einer Küchenhilfe. In ihrer frühen Kindheit vor allem von der Schönheit der Insel und der Liebe ihrer Großmutter erfüllt, wird Luisa schon bald mit den dunklen Seiten des Lebens konfrontiert: Machtkämpfe, die harschen Gesetze sozialer Hierarchie. Als Revolutionsgerüchte aufkommen, emigriert die Familie nach New York, lebt in einer Kellerwohnung, wo der einst klingende Name des Vaters nichts mehr bedeutet. Luisa geht zur Schule, lernt Englisch, wird erwachsen, putzt bei fremden Leuten – eine stille Zeugin und Beobachterin fremder Leben, die genau darin eine Art Freiheit findet.
- 2004
How I Learned to Cook
And Other Writings on Complex Mother-Daughter Relationships
- 322 Seiten
- 12 Lesestunden
A collection of writings by women on the tangled bonds they share with their(often) less-than-perfect mothers. Every woman has something to say on the subject of her mother. In fact, many of us spend our lives trying to figure out just how we are like-or unlike-them. And yet, as intricate as the ties that bind mothers and daughters can be, most women never let go of the desire to really know their mothers. In How I Learned to Cook and Other Writings on Complex Mother-Daughter Relationships, women authors explore what is perhaps the most complicated of family relationships. In this elegant collection of writings, daughters describe their relationships with mothers whose own lives sometimes stood in the way of their ability to fill society's ideal of what a good mother should be. With critically acclaimed authors-including Jamaica Kincaid, Paula Fox, and Alice Walker-sharing the page with emerging writers, How I Learned to Cook proves that every daughter has much to discover and understand about her mother.
- 2004
Pech für George
Roman
George Mecklin, die Hauptfigur, arbeitet als Lehrer an einer Privatschule in Manhattan, lebt aber inzwischen mit seiner Frau Emma außerhalb von New York auf dem Land. Es ist Ende der 60er Jahre, es herrscht Unruhe im Land, eine Unruhe, die sich mit den Lebenskrisen der Ehepaare im mittleren Alter, die Paula Fox beschreibt, geradezu unheilvoll verknüpft. George bemüht sich um seine Schüler, um seine stagnierende Ehe, er ist sensibel und guten Willens, aber seine Unzufriedenheit wächst. Als er einen Jungen, Ernest Jenkins, der in ihr Haus eingedrungen ist, auf frischer Tat ertappt und Ernest sich ihm weniger als Dieb, denn als einsamer, haltloser Jugendlicher darstellt, glaubt er eine neue Aufgabe gefunden zu haben … Scharfsinnig, voll abgründiger Komik, portraitiert Paula Fox in diesem klassischen amerikanischen Roman von 1967 die Verzweiflung in den bürgerlichen Vorstädten und die Versuche, ihr zu entkommen. Konzentriert, dicht, mit einem überschaubaren Arsenal unvergeßlicher Figuren erzählt Paula Fox‘ erster Roman von einem Befreiungsversuch, der beinahe in die völlige Katastrophe führt.





