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Ferdinand de Saussure

    26. November 1857 – 22. Februar 1913

    Ferdinand de Saussure war ein Schweizer Linguist, dessen Ideen die Grundlage für viele bedeutende Entwicklungen in der Linguistik des 20. Jahrhunderts legten. Saussure gilt weithin als einer der Väter der Linguistik des 20. Jahrhunderts, und seine Ideen hatten einen monumentalen Einfluss auf die Geistes- und Sozialwissenschaften.

    Ferdinand de Saussure
    Saussure's Third Course of Lectures on General Linguistics (1910-1911)
    Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft
    Wissenschaft der Sprache
    • Wissenschaft der Sprache

      Neue Texte aus dem Nachlaß

      • 206 Seiten
      • 8 Lesestunden
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      1996 wurden in der Orangerie des Genfer Stadthauses der Familie unbekannte Notizen Ferdinand de Saussures entdeckt. Ein bedeutender Anteil der neu aufgefundenen Manuskriptfragmente kreist um die Frage der Identität sprachlicher Einheiten und damit um die Frage nach Gegenstand und Methode der Sprachwissenschaft. Obgleich sie sich weithin bereits publizierten Notizen Saussures – wie den Notes Item und den Notizen zu den Vorlesungen über allgemeine Sprachwissenschaft – zuordnen lassen, erlauben sie einen faszinierenden Blick auf den Prozeß der begrifflichen Entfaltung der Saussureschen Sprachidee. Der überraschende Fund läßt an die Stelle der starren strukturalistischen Systematik des Cours de linguistique générale das facettenreiche Bild eines unorthodoxen Sprachdenkens treten.

      Wissenschaft der Sprache
    • Der berühmte Text bildet den Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Strukturalismus. Die deutsche Übersetzung erschien 1931, und die 2. Auflage von 1967 leitete eine intensive Saussure-Rezeption im deutschsprachigen Raum ein. 1916 veröffentlichten zwei Schüler Saussures drei Vorlesungen über allgemeine Sprachwissenschaft, die zwischen 1907 und 1911 stattfanden. Der Text wurde nicht nur zur Grundlage neuer linguistischer Disziplinen wie Phonologie und strukturalistischer Morphologie, sondern beeinflusste auch traditionelle Richtungen wie Sprachgeschichte und Sprachphilosophie. Im Nachwort wird betont, dass das Werk durch vielfältige Interpretationen weiterlebt. Seine Bedeutung wird treffend mit der Formulierung von Leonard Bloomfield aus 1923 zusammengefasst: Der Wert des Textes liegt in der klaren Darstellung fundamentaler Prinzipien. Viele Ideen waren bereits vorhanden, doch die Systematisierung stammt von Saussure. Der entscheidende Punkt ist, dass er erstmals die Welt absteckte, in der die historische Grammatik des Indo-Europäischen nur ein Teilgebiet darstellt, und er lieferte die theoretische Grundlage für eine Wissenschaft von der menschlichen Sprache.

      Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft
    • The notes taken by Saussure's student Emile Constantin were not available to the editors of the published Cours de linguistique générale (1916), and came to light only after the second world war. They have never been published in their entirety. The third and last course of lectures, of which Constantin kept this very full record, is generally considered to represent a more advanced version of Saussure's teaching than the earlier two. It is clear that Constantin's notebooks offer a text which differs in a number of significant respects from the Cours published by Saussure's original editors, and bring forward ideas which do not emerge in the 1916 publication. They constitute unique evidence concerning the final stages of Saussure's thinking about language. This edition of the notes is accompanied by an introduction and a full English translation of the text. There has been no attempt made by Komatsu and Harris, to turn the English into readable prose. Constantin's notes, even as revised by their author, retain the infelicities, repetitions, abruptness - occasionally incoherences - that betray the circumstances of their origin. The volume constitutes an important landmark in the history of modern linguistics and provides essential documentation for all scholars and libraries specializing in the subject.

      Saussure's Third Course of Lectures on General Linguistics (1910-1911)