Gender-Mainstreaming in Deutschland
Konsequenzen für Staat, Gesellschaft und Kirchen. 2. Auflage
- 116 Seiten
- 5 Lesestunden
Gender-Mainstreaming wird oft als Strategie zur Durchsetzung gleicher Rechte für Männer und Frauen missverstanden. Eine tiefere Analyse zeigt, dass es vielmehr eine Strategie zur Relativierung der Heterosexualität ist, die die Familie gefährdet und tiefgreifende Veränderungen in Staat, Gesellschaft und Kirchen in Deutschland bewirkt hat. Die Untersuchung beleuchtet drei zentrale Etappen der politischen Implementierung: die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, den 7. Familienbericht der Bundesregierung, der die „serielle Monogamie“ als Leitbild der Familienpolitik etabliert, und den Kampf um die „Sexualpädagogik der Vielfalt“. Besonderes Augenmerk liegt auf den Anpassungen der katholischen Kirche an Gender-Mainstreaming in Theologie und Verbänden sowie der Kritik daran. Hierbei zeigt sich eine neue Leibfeindlichkeit hinter der theologischen Rezeption und der Kritik an der kirchlichen Lehre zu Ehe und Familie. Die Untersuchung konfrontiert Gender-Mainstreaming mit Reflexionen über Ehe und Familie, deren gesellschaftliche Funktionen und die Kosten ihres Zerbrechens, und argumentiert für einen besonderen verfassungsrechtlichen Schutz. Zudem wird die katholische Sexualethik und die Theologie des Leibes betrachtet, um die Enzyklika Humanae Vitae einer neuen Lektüre zuzuführen.








