Ein meisterhafter Roman von António Lobo Antunes über Erinnerungen, Rassismus und die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Er beleuchtet den portugiesischen Kolonialkrieg in Angola durch die Perspektiven eines Soldaten, eines Bezirksverwalters und der Tochter eines Plantagenbesitzers, die alle mit ihrer Vergangenheit ringen.
António Lobo Antunes Reihenfolge der Bücher
António Lobo Antunes schuf ein literarisches Erbe, das tief von seinen Erfahrungen im angolanischen Krieg und seiner lebenslangen Tätigkeit als Psychiater geprägt ist. Seine dichte und anspruchsvolle Prosa, stark beeinflusst von literarischen Größen wie William Faulkner und James Joyce, befasst sich mit tiefgreifenden Themen wie Tod, Erinnerung und der menschlichen Psyche mit unerschrockener Intensität. Antunes' umfangreiches Werk, das in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, stellt einen bedeutenden und fesselnden Beitrag zur zeitgenössischen Literatur dar.







- 2024
- 2022
Der Weltliterat António Lobo Antunes wird 80 Jahre alt. Sein neuer Roman ist ein geniales Sprachkunstwerk - eine Reise ins Unbewusste von fünf Männern, die durch ein grausames Verbrechen vereint sind. Ein Geschäftsmann wurde ermordet und sein Körper in Schwefelsäure aufgelöst, um jeden Beweis zu eliminieren. Zu ihrer Verteidigung wiederholen die fünf Angeklagten immer wieder: »Keine Leiche, kein Verbrechen.« Der Autor dringt ins intimste Innere der Verdächtigen vor, er öffnet die Türen zu ihren Kindheitserinnerungen und Traumata, schält allmählich ihre Persönlichkeiten heraus und enthüllt, wie und warum das Verbrechen geschah. Inspiriert von einer wahren Begebenheit, entwirft Lobo Antunes mit seiner unvergleichlichen Sprachkunst die Stimmen von fünf menschlichen Monstern.
- 2019
Angola zurzeit des Kolonialkriegs. Ein afrikanischer Junge ist der einzige Überlebende, als sein Dorf von portugiesischen Soldaten gebrandschatzt wird. Ausgerechnet der Mann, der seine Eltern getötet hat, nimmt den Jungen mit nach Portugal zurück, doch er wird von der Familie in Lissabon nie richtig akzeptiert. Und die Erinnerungen an den Krieg verfolgen sowohl den Vater als auch mit den Jahren zunehmend den Adoptivsohn. Als im Heimatdorf des Vaters am Fuß der Berge das alljährliche Schlachtfest stattfindet, kulminert dieses intensive, eindringliche Sprachkunstwerk über die Grauen des Krieges.
- 2019
Am Ende ihres Lebens sieht sich eine zurückgezogen lebende Theaterschauspielerin mit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert, die ihr Gedächtnis beeinträchtigt. Es wird immer schwerer für sie, sich an bestimmte Ereignisse in ihrem Leben zu erinnern, und nicht nur das, manchmal fällt ihr der eigene Name nicht mehr ein. Sie hat die Stimmen so vieler verschiedener Charaktere angenommen, so viel erlebt, und jetzt scheint sich ihre Identität aufzulösen, in ihrem Inneren verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart. Wo ist die Grenze zwischen den anderen und ihrer eigenen Stimme, wer ist sie selbst?
- 2018
Vom Wesen der Götter
Roman
Ein sprachgewaltiger Roman über die sogenannte feine Gesellschaft Portugals zurzeit des Diktators Salazar: Die besseren Familien Portugals residieren in Cascais, einem westlich von Lissabon gelegenen Badeort, insbesondere in der Quinta da Marinha, wo man den Atlantik rauschen hört und die Dünen hinter den Pinien sieht. Hier spielt sich das gesellschaftliche Leben ab, hier wohnt man in herrschaftlichen Villen. Da gibt es den „Senhor Doutor“, einen reichen Unternehmer und Vertrauten des Diktators Salazar, der sich mit Härte und Lieblosigkeit aus einfachen Verhältnissen nach oben gekämpft hat. Seine Frau lebt zurückgezogen im obersten Stock, die Tochter des Hauses, „Senhora“ genannt, wurde vom Butler gezeugt und verbringt ihre Tage damit, ihr Hündchen zu streicheln und Bücher zu lesen, die ihr eine Buchhändlerin aus dem Ort vorbeibringt. Und dann gibt es noch eine junge Fadosängerin, deren Gefühle nicht erwidert werden …
- 2018
Návrat karavel
- 231 Seiten
- 9 Lesestunden
Lisabon, 70. léta dvacátého století: v duchu magického realismu ožívají velké postavy portugalských mořeplavců a kolonistů: Luís de Camões, Vasco da Gama, Pedro Álvares Cabral a ostatní, dnes již zapomenutí hrdinové portugalské historie. Postavy mořeplavců bloudí po proměněném a jim neznámém Lisabonu a očekávají návrat lodí ze zámořských výprav a obnovení slávy kdysi mocného Portugalska. Nostalgická i kritická připomínka kdysi slavné koloniální doby od jednoho z nejznámějších současných portugalských spisovatelů. Za kritické zpodobnění Portugalska jako koloniální mocnosti a nedotknutelných hrdinů-mořeplavců se v době vydání románu snesla na jeho hlavu vlna kritiky.
- 2017
Der neue Roman des Weltliteraten aus Portugal ist ein Glanzstück der polyphonen Stimmenführung. Alle Mieter eines ganz normalen Wohnhauses in Lissabon kommen hier zu Wort, erzählen aus ihrem Leben, von ihrer Vergangenheit, ihren Sehnsüchten und Ängsten. Sie kommen aus Portugal, Afrika oder der Ukraine, sie sind jung oder alt, einsam oder krank oder wütend, und sie wissen wenig voneinander. Was sie eint, ist die verzweifelte Suche nach Sinn, nach Wärme, nach Liebe.
- 2015
«Na Balada da Praia dos Cães, oferece-nos uma obra-prima mas, como nos seus restantes livros, torna-se necessário um paladar exigente a fim de compreender isso. Para falar do romance precisava de muita conversa, e prefiro que seja o leitor a entendê-lo e a dar-se conta, por si, das subtilezas, alçapões e achados desta prosa com vários níveis de leitura e compreensão. Como tudo o que José Cardoso Pires nos deixou. Por favor, leiam-no: é uma imensa prenda que darão a vós mesmos.» Do Prefácio de António Lobo Antunes
- 2015
Was bleibt vom Leben, wenn man alles verloren hat? Eine Frau Anfang fünfzig fährt für ein Wochenende an den Strand. Das Ferienhaus ihrer Familie, an der Atlantikküste nördlich von Lissabon gelegen, ist verkauft worden, und sie möchte Abschied nehmen, ihren Erinnerungen an die Kindheit, an die gemeinsamen Sommer dort nachhängen. Doch die Vergangenheit bricht regelrecht über sie herein, und der Kurzurlaub gerät ihr zur Abrechnung über ihr Leben, zur Rückschau auf das ganze Drama ihrer Existenz. In diesen drei Tagen weichen ihre Erinnerungen an die glücklichen Zeiten der Kindheit einem immer bedrohlicheren Strudel der Verzweiflung …
- 2014
Ein zerrissenes Land. Eine zerrissene Seele. Im Werk des weltberühmten Schriftstellers Lobo Antunes haben die Kolonialkriege seines portugiesischen Heimatlandes schon immer einen festen Platz. Nun geht er einen Schritt weiter und schreibt über das postkoloniale Angola, über die Zeit nach der Befreiung von der portugiesischen Herrschaft, als die damalige kommunistische Regierung auf brutale Weise gegen Oppositionelle in den eigenen Reihen vorging. Und es wäre kein Roman von Lobo Antunes, dem Meister der Polyphonie, wenn es nicht viele widerstreitende, melodische und rhythmisch sich abwechselnde Stimmen wären, die von der »Kommission der Tränen« und ihren fatalen Folgen erzählen und davon, wie ein Land seine Unschuld verlor. Cristina lebt in der Altstadt von Lissabon, in der Nähe des Tejo, hin und wieder aber auch in einer psychiatrischen Klinik, denn sie hört Stimmen, die ihr keine Ruhe lassen. Auch Gegenstände und Pflanzen sprechen zu ihr, aber vor allem sind es ihre frühen Erinnerungen, die sie nicht mehr loslassen. Sie wurde in Luanda, der Hauptstadt Angolas geboren, ihr Vater war Mitglied der MPLA, der marxistischleninistischen Befreiungsbewegung, die nach der Unabhängigkeit des Landes an die Regierung kam. Ihre Mutter, eine weiße Portugiesin, hat er in dem Nachtclub kennengelernt, in dem sie als Tänzerin auftrat. Als es in den späten Siebzigern zu grausamen »Säuberungen« innerhalb der MPLA kam, mit Schnellgerichten, Folterungen und Hinrichtungen, lud er schwere Schuld auf sich und floh später mit seiner Familie nach Portugal. Damals war Cristina fünf Jahre alt. Und doch kann sie nicht vergessen, wie manche der Opfer so lange tanzten, sangen und lachten, bis sie für immer verstummten. Flirrende Erinnerungen, in denen die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen, Traumgebilde und Halluzinationen, Wahrheiten und Gegenwahrheiten zeichnen in Lobo Antunes’ neuem Roman ein düster leuchtendes Bild Angolas und Portugals, das vielleicht stimmigste Bild einer Zeit, die geprägt war von Schuld und Rache, von Rassismus, Angst und Grausamkeit, einer Zeit, die bis heute nachwirkt.








