Am 17. September 1970 spielte die Pianistin Marcelle Mercier in Lüttich Ludwig van Beethovens Dibelli-Variationen. Das Besondere dieses Konzerts: Gesprochene Interventionen des berühmten französischen Schriftstellers Michel Butor. Sie wurden der Ausgangspunkt von Butors Buch über Beethovens überragendes Spätwerk, zu einem ganz ungewöhnlichen "Dialog" des Dichters mit dem Musiker über dessen umfangreichstes Klavierwerk. Jetzt, ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen von Michel Butors vielschichtigen Dialogen mit Beethoven, erscheinen diese, auch dem Wunsch des Autors folgend, auf Deutsch
Michel Butor Reihenfolge der Bücher
Michel Butor war ein wegweisender experimenteller Romanautor, der oft mit dem nouveau roman in Verbindung gebracht wurde, auch wenn er dieses Label lange ablehnte. Seine Werke zeichnen sich durch innovative Techniken aus, wie zum Beispiel die vollständige Verwendung der zweiten Person in seinem berühmtesten Roman. Butor erforschte die Beziehung zwischen Sprache und Realität und betrachtete selbst wörtliche Zitate aufgrund ihrer „Transkontextualisierung“ als eine Form der Parodie. Über Romane hinaus beschäftigte er sich mit Essays, Lyrik und Künstlerbüchern, wobei er oft strenge strukturelle Symmetrien mit einer lyrischen Empfindsamkeit verband und sich als bedeutende Figur der literarischen Experimente etablierte.







- 2020
- 2018
Michel Butors mehrstimmig angelegte ›Beschreibung von San Marco‹ ist ein literarisches Reenactment des Markusdoms von einzigartiger spiritueller und intellektueller Intensität. »Die Menschenmenge auf dem Markusplatz. Mitten darin schauen Sie ihr zu, hören Sie ihr zu. Sie gehen näher an den Dom heran. Sie betreten den Dom. Sie beginnen die Inschriften zu entziffern, den Text dieses gewaltigen Buchs aus Stein; Sie betrachten seine Illustrationen, erkennen nicht jedes Detail, aber doch genug, um zu begreifen, dass Sie einen ganzen Kosmos von Geschichten und Gedanken vor sich haben …« (Michel Butor über sein Buch) In seiner Dombeschreibung erklärt und inszeniert Butor den Kosmos von San Marco, des geheimnisvollen byzantinischen Bauwerks im Herzen von Venedig.
- 2015
One day I went to interview Dan Graham about the legendary John Daniels Gallery in New York, which he ran from 1964 to '65. Right after I arrived, Dan started talking to me about Michel Butor and his fascination with the writer's work back in the 1960s. I merely asked: "And did you ever meet him?" Dan answered: "No. Some people wanted to introduce us, but it never happened." I asked: "And would you like to meet him?" And he said, with his very own smile: "Of course I would." --From the editor's preface In the fall of 2013, Dan Graham and Mieko Meguro traveled with Donatien Grau to a town in the French Alps to meet Michel Butor, one of the foremost innovators of postwar literature. This is their conversation. Michel Butor is a writer. He redefined the genre of the novel, notably with Second Thoughts (1957), further developing new forms with Mobile (1962) and other fundamental works. Dan Graham is an artist. A major retrospective of his work was held in 2009 at the Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Whitney Museum, New York; and Walker Art Center, Minneapolis.
- 2012
Die Lektüre dieser Verse verspricht mehr als es der voyeuristische Blick in das Atelier eines prominenten Dichters zwischen den Millennien je zu leisten vermöchte. Zu entdecken und hautnah zu erleben gibt es den wunderbaren Michel Butor, geboren 1926, seine lyrischen Dialoge mit der Welt, dem Kosmos und sich selbst, urplötzlich gefangen in einem Universum, wo Schmerz ist, Zweifel - und die Trauer der Verlorenen. Oder doch nicht verloren? Die Lektüre der episch sich entfaltenden Gedichte wird zur großen Bilderschau auf medial sich verewigender Leinwand. Und doch ist - insgeheim - alles aufgerufen, sich selbst zu Grabe zu tragen oder - doch noch - hereinbrechender Schöpfungsmorgen zu werden. Mit allen Konsequenzen heraufdämmernden Wissens und zehrender Emotionen. Butors neueste Lyrik, entstanden in der gelebten Auseinandersetzung mit dem Tod seiner Liebsten und mit der eignen Vergänglichkeit, will unsere Welt des Abgrunds verheißungsvoll überschreiten. Auf dass es ein Morgen gebe.
- 2005
M. Butor a réalisé et commenté une sélection de masques dans les collections du musée Barbier-Mueller (masques funéraires iraniens, de théâtre népalais, de carnaval européen ...). Son point de vue et les deux études sur l'origine et l'histoire du masque qui l'accompagnent, restituent la force de cet objet qui rend visible et tangible l'invisible et montrent qu'il constitue un art à part entière
- 2004
Dans l'oeuvre au long cours de Michel Butor, la poésie a pris une place toujours plus vaste, à la mesure de son formidable appétit de découverte et d'expérience, à la mesure de l'immense liberté qui l'anime : les formes, les bruits de langue, les images, les méditations explosées, les improvisations érudites trouvent spontanément place au sein de compositions qui tiennent de la symphonie, de l'oratorio, voire de la fresque. Butor sait manier le langage comme un peintre sa palette ou un musicien son instrument, il veut tout signifier, tout suggérer, tout recréer, qu'il s'agisse d'un tableau, d'une mélodie ou d'un périple en eaux profondes. Sans doute faudra-t-il un jour lire l'ensemble de ses compositions comme un défi de démiurge acharné à réinventer la Création, avec çà et là des notes vibrantes et pures, des soupirs d'anges ironiques, des pensées abyssales et le désir d'un horizon d'écriture pareil à un écho qui n'en finirait pas. Dans ce volume de Poésie/Gallimard, Michel Butor nomadise à travers son oeuvre immense et compose le parcours d'écriture qu'il entend partager aujourd'hui.
- 1998
Das erstmals im Salon von 1841 ausgestellte Werk „Einzug der Kreuzritter in Konstantinopel“, wird von Michael Butor, Leitfigur des französischen nouveau roman, mit wichtigen zeitgenössischen Dokumenten sowohl aus der Periode der Kreuzzüge als auch mit solchen des spätroyalistischen Frankreichs unter dem Bürgerkönig Louis-Philippe in Dialog gesetzt. Die daraus resultierende Spannung zwischen den politischen Interessen der Auftraggeber und Delacroixs persönlicher Auffassung über die Kreuzzüge und einer an sie gebundenen Kritik der Tradition mitteleuropäischen Imperialismus, nutzt Michel Butor, um mit dem Leser das im Bild vorhandene Figurenregister zu deuten. Dabei entwickelt er detailfreudig eine vielschichtige Interpretation des Bildes. Deren aktueller Charakter läßt das politisch-energetische Potential Delacroixs beim heutigen Leser, im Wechselspiel der Semantik von Auge und Licht, Beobachtung und Farbe, neu entflammen.
- 1997
Daß dieses Triumvirat in einer Ausstellung einmal zusammenkommt, lag sozusagen "auf der Hand". Die Idee hat denn auch sofort gezündet. Auch ohne Detailwissen ergibt sich in der inneren Vorstellung durch das Zusammentreffen dieser drei formal verschiedenen und inhaltlich verwandten Bildwelten ein schillerndes, spannendes Ganzes. Kunstwissenschaftliche Studien etwa von Wieland Schmied über de Chirico und Werner Spies zu Max Ernst wiesen immer wieder auf die engen Verbindungen der drei Werkkomplexe hin.
- 1997
Butor o Butorovi
- 181 Seiten
- 7 Lesestunden
Kniha esejí nesie podtitul Improvizácie na tému Michel Butor: premeny písania.
- 1996
Anna Livia Plurabelle
Dreisprachige Ausgabe




