Dieser umfangreiche, bildreiche Band bietet eine Einführung in das Judentum und dient als praktischer Begleiter zu jüdischen Kulturorten in Deutschland. Mit Essays von etwa dreißig Autoren werden Städteporträts und informative Texte zu Themen wie jüdische Literatur und Geschichte präsentiert, ergänzt durch einen Serviceteil.
Micha Brumlik Bücher






Deutscher Geist und Judenhass
Das Verhältnis des philosophischen Idealismus zum Judenntum
- 351 Seiten
- 13 Lesestunden
Die Dialektik des Judentums bezüglich Herrschaft und Knechtschaft ist zentral für Hegels Philosophie der Weltgeschichte. Diese neue Deutung ist ein Ergebnis von Brumliks Analyse der Philosophen des deutschen Idealismus und deren Haltung zum Judentum. Die antijüdischen Äußerungen dieser Denker, wie Kant, der von einer "Euthanasie des Judentums" sprach, werfen Fragen zur Mitverantwortung am Holocaust auf. Brumlik nutzt drei Methoden, um diese Äußerungen zu erklären, indem er die Widersprüche und Vorurteile der Denksysteme untersucht und zeitgeschichtliche sowie biografische Kontexte heranzieht. Die Kapitel sind den Philosophen in chronologischer Reihenfolge gewidmet: Kant, Fichte, Schleiermacher, Hegel, Schelling und Marx. Jedes Essay ist eigenständig, doch die vollständige Sicht auf die idealistische Deutung des Judentums und der Religionen wird nur durch die Gesamtlektüre erlangt. Im Kant-Kapitel wird aufgezeigt, wie die Differenz zwischen Gesetz und Evangelium bei Kant in eine Theorie über die jüdische Religion mündet, die ideologisch und rechtspolitisch gegen das Judentum verwendet wurde, insbesondere von Fichte. Brumlik verdeutlicht, dass das Thema Judentum und Religion im deutschen Idealismus zentral war und tief in dessen gesellschaftliches Denken eingreift.
German
Gerechtigkeit zwischen den Generationen
- 159 Seiten
- 6 Lesestunden
Weltrisiko Naher Osten
- 159 Seiten
- 6 Lesestunden
1995 336 Seiten perfect FISCHER Taschenbuch,
Vom Missbrauch der Disziplin
- 246 Seiten
- 9 Lesestunden
Der ehemalige Direktor des Internats Schloss Salem, Bernhard Bueb, hat mit seiner Streitschrift 'Lob der Disziplin' für Aufregung gesorgt. BILD machte das Buch mit Aufmacherseiten zum Bestseller und bejubelte Bueb als 'Deutschlands strengsten Lehrer'. Jetzt antworten renommierte Autoren aus Wissenschaft und Publizistik auf Buebs umstrittene Thesen. Vorbehaltlose Unterordnung fordert der Pädagoge Bueb, physisch erfahrbare Grenzen und kurzen Prozess. Die meisten von Buebs Thesen sind unbewiesen, viele unhaltbar. Deshalb dieses Buch. Aus dem Inhalt: Warum ist Bernhard Buebs 'Lob der Disziplin' gefährlich? Welches Gesellschafts- und Geschichtsbild steckt hinter dieser Veröffentlichung? Ungezogen und unerzogen - stimmt das Bild, das Bueb von den Kindern und Jugendlichen zeichnet? Wie vertragen sich Lernen und Disziplin? Was unterscheidet Kasernenhofpädagogik von 'guter Autorität'?
Mein Israel
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
Den 50. Jahrestag der Gründung Israels nehmen 21 namhafte Intellektuelle - Schriftsteller, Wissenschaftler, Politiker - zum Anlaß, ihre ganz subjektiven Gedanken und Empfindungen anläßlich dieses Jubiläums niederzuschreiben. Entstanden ist ein spannungsvolles Geflecht von Essays, das in Stil und Inhalt die Zerissenheit Israels wie des Nahen Ostens insgesamt widerspiegelt.
Sigmund Freud: der Denker des 20. Jahrhunderts
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
Freud, der uns das Bild des Menschen als eines tragisch zerrissenen Wesens vor Augen führt, nahm zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen die im ersten Weltkrieg zerstörte bürgerliche Welt - und verfasste davon ausgehend nicht mehr und nicht weniger als eine Anthropologie des 20. Jahrhunderts. Freud zeigt sich mit der Psychoanalyse als - vorausschauender - Chronist seines Jahrhunderts, seiner Kriege, den Erfahrungen des massenhaften Sterbens und Tötens bishin zum systematisch organisierten Massenmord an den europäischen Juden. Micha Brumlik beschreibt, unter welchen historischen Voraussetzungen diese Theorie des Unbewussten entstehen konnte und nähert sich den Schriften Freuds fortan aus verschiedenen Richtungen, von der Traumtheorie ebenso wie von der Geschlechtertheorie und Trieblehre bis zu den zahlreichen kulturkritischen Schriften in seinem Werk. Zum Schluss des Buches stellt er die Frage, ob der Beitrag des Judentums zur europäischen Kultur - seine und die Tradition des Christentums reflektierend - nicht zuletzt in der Erfindung der Psychoanalyse bestand.



