Das Kompendium versammelt Beiträge jüdischer, katholischer und protestantischer Forscherinnen und Forscher zu den Facetten christlich-jüdischer Dialoge in Europa, den USA und Israel. Es reflektiert Ergebnisse, Grenzen und Neuansatze: Was wurde erreicht, was verbindet und trennt? Was ermöglicht bzw. erschwert einen angemessenen Dialog? Welche Entwicklungen gibt es in der Erforschung der historischen »Trennung der Wege« beider Religionen? Wie verhalten sich jüdische Deutungen und christliche Hermeneutik der Schrift zueinander? Welches Potential bieten beide Religionen zur Debatte über religiöse Vielfalt und die Pluralismusfähigkeit religiöser Traditionen? Daneben stehen Reflexionen nach Gemeinsamem und Trennendem in der liturgischen Praxis, Interpretationen der Theodizeefrage nach der Shoah, dem Verhältnis des Judentums zum Land Israel und der Herausforderung durch den Antisemitismus.
Micha Brumlik Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Krieg, Religion und Geschichte
ad Karl Löwith, „Weltgeschichte und Heilsgeschehen“
- 150 Seiten
- 6 Lesestunden
Vor fünfzig Jahren, am 26. Mai 1973, starb der Philosoph Karl Löwith, ein bedeutender Schüler Martin Heideggers. Löwith, der wegen seiner jüdischen Herkunft im Nationalsozialismus verfolgt wurde und Zeit in den USA und Japan verbrachte, veröffentlichte 1949 das Werk „Meaning of History“, das 1952 auf Deutsch erschien. In diesem geschichtsphilosophischen Grundlagenwerk setzte sich Löwith mit den theologischen Voraussetzungen der Geschichtsphilosophie auseinander und kritisierte die Philosophie des Marxismus sowie das Denken Japans. Er stellte fest, dass die Frage nach dem Sinn der Geschichte tief in jüdischem und christlichem Denken verwurzelt ist. Löwith betonte, dass die ernsthafte Frage nach dem letzten Sinn der Geschichte unser Wissen übersteigt und uns in ein Vakuum versetzt, das nur durch Hoffnung und Glauben gefüllt werden kann. Der Band „ad Karl Löwith, Weltgeschichte und Heilsgeschehen“ wird diese Kritik der Geschichtsphilosophie rekonstruieren und im Kontext der Löwith noch nicht zugänglichen analytischen Philosophie der Geschichte untersuchen. Ziel ist es, zu klären, ob und wie Löwiths von Heidegger beeinflusstes existenzphilosophisches Denken ihn von den kritisierten Voraussetzungen und dem Geschichtsdenken lösen konnte.
"Gemeinhin wird Ernst Bloch vor allem als ein marxistischer - wenn auch von religiösen Motiven beeinflusster - Denker gesehen. Micha Brumliks Studie über Blochs Philosophie des Rechts schlägt demgegenüber einen anderen Weg ein. Sie zeigt, in welchem Maß Bloch von ganz anderen philosophischen Strömungen beeinflusst war, nämlich mindestens so stark von Kant wie von Marx, mehr noch: auch und gerade von dem philosophiehistorisch lange Zeit verächtlich angesehenen Neukantianismus. Dabei geht die hier vertretene These soweit, zu behaupten, dass Bloch ein herausragender, freilich linksradikaler Vertreter dieser Strömung des Denkens war. Dann aber zeigt sich im Umkehrschluss, dass auch das marxsche Denken – zumindest das Denken des jungen Marx – nicht nur ein Ausläufer, sondern genuiner Teil der idealistischen Tradition war; Ernst Bloch jedoch dieses Denken zu seinem krönenden Abschluss brachte"--From publisher's website
Deutscher Geist und Judenhass
Das Verhältnis des philosophischen Idealismus zum Judentum.
- 360 Seiten
- 13 Lesestunden
Postkolonialer Antisemitismus?
Achille Mbembe, die palästinensische BDS-Bewegung und andere Aufreger Bestandsaufnahme einer Diskussion
Die Ausladung des afrikanischen Philosophen Achille Mbembe von der Ruhrtriennale 2020 löste eine Debatte über Israel und Zionismus aus, ähnlich dem Historikerstreit der 1980er Jahre. Die Auseinandersetzungen umfassen auch den Umgang mit der BDS-Bewegung und die Reaktionen auf eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin. Micha Brumlik analysiert diese Kontroversen.
Antisemitismus. 100 Seiten
- 100 Seiten
- 4 Lesestunden
»Das antisemitische Weltbild folgt stets einem paranoiden Leitgedanken: Seine Anhänger sind – angesichts der objektiven Komplexität der Verhältnisse – von der Suche nach geheimen Drahtziehern im Hintergrund besessen.« Antisemitismus ist ein Problem – seit Jahrtausenden. Doch wie entstand und entsteht auch heute noch Hass auf Juden? Mit Blick auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen geht Micha Brumlik einem Phänomen auf den Grund, das sich stets nicht nur verbal, sondern auch in Form von Gewalt und Terrorismus geäußert hat – von den mittelalterlichen Pogromen bis zur Shoah / zum Holocaust und zum heutigen Islamismus. Antisemitismus ist eine Form des Rassismus, die jeden und jede von uns etwas angeht – umso wichtiger ist es, seine Wurzeln zu kennen. Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.
Antisemitismus - Ausbeutung - Unterdrückung
- 522 Seiten
- 19 Lesestunden
Eine umfassende Geschichte des Antisemitismus für Universitäten und Schulen. Traditionell datierten die christlichen Kirchen den Beginn des Antisemitismus auf die Zeit nach 1870, während die Verfolgung und Ermordung von Juden davor als „Antijudaismus“ betrachtet wurde. Seit 2000 haben die Kirchen jedoch diese Sichtweise überdacht und bekennen sich zu ihrer Mitverantwortung an der „Versündigung der Christen an den Juden“ sowie der „unheilvollen Tradition der Entfremdung und Feindschaft“. Das Buch beschreibt detailliert, wie kirchliche Stellen, unterstützt von staatlichen Institutionen, über 2000 Jahre hinweg Antisemitismus in der Bevölkerung schürten. Juden wurden als Beispiel herangezogen, um autoritäre Herrschaft zu festigen, was zur finanziellen Ausbeutung der Bevölkerung, insbesondere der Juden, führte. Dieser Teil der Geschichte ist oft verdrängt worden. Zum ersten Mal liegt eine umfassende Darstellung des Antisemitismus vor, die auch pädagogisch nutzbar ist. Prof. Dr. Micha Brumlik, ehemaliger Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft, und Heiner Ehrbeck, der eine Karriere im Bildungsbereich hatte, bieten wertvolle Einblicke in diese Thematik.
Kindliche Sexualitat
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Existenz und Formen kindlicher Sexualität stellen bis heute ein äußerst kontrovers diskutiertes Thema dar. Aus den Perspektiven von Erziehungs- und Sozialwissenschaft, Kindheitsforschung und Psychoanalyse beleuchtet der Band in einem ersten Teil die jeweiligen Konzeptualisierungen der kindlichen Sexualität bzw. Leerstellen in den verschiedenen Diskursen und diskutiert die Frage, welche Rolle die Sexualität in der psychischen und sozialen Entwicklung des Kindes spielt. In einem zweiten Teil wird danach gefragt, welche Konsequenzen dies für Erziehungs- und Bildungsprozesse besitzt.
Judaismus
- 93 Seiten
- 4 Lesestunden
Autor se pokouší odbourat negativní stereotypy spojené s judaismem, vychází zejména ze vztahu křesťanství k judaismu.




