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Johannes R. Becher

    22. Mai 1891 – 11. Oktober 1958

    Johannes Robert Becher war ein deutscher Dichter und Politiker, der maßgeblich die Kulturlandschaft der DDR prägte. Als Minister für Kultur und erster Präsident des Kulturbundes setzte er sich für die Gestaltung der Kunstszene ein. Seine Dichtung zeichnet sich durch expressionistische Züge aus und er ist zudem als Verfasser des Textes der Nationalhymne der DDR bekannt.

    Johannes R. Becher
    Frühe sozialistische Hörspiele
    Vom Mut des Künstlers
    Lyrik, Prosa Dokumente
    Erinnerungen an Johannes R. Becher
    Dem Dichter des Friedens
    Abschied
    • In der Silvesternacht 1899/1900 gelobt Hans Gastl, Spross eines Staatsanwalts, dass alles anders werde. Er will zum "guten Menschen" reifen und sich aus dem allgemeinen "Dahindämmern" der Gesellschaft befreien, während er sich von der autoritären Übermacht seines Vaters löst. Gastl steht vor der Wahl zwischen "Strammstehen" und "Standhaft bleiben", was ihn verführbar macht. Er verbündet sich gegen seinen besten Freund Hartinger, was in brutaler Gewalt gegen den "Hungerleider" gipfelt. Zudem stiehlt er Geld von seiner Großmutter, seiner stillen Verbündeten. Als sein Vater ihn wegen eines vermeintlichen Verhältnisses mit einem Dienstmädchen in ein Internat zwingt, soll er zum Untertanen dressiert werden. Nach einer gescheiterten Karriere als Schwimmer flüchtet er sich in die Bücher, um Wissen zu sammeln. Einen Seelenverwandten findet er im "Jüdlein", einem progressiven Geist, der ihn mit sozialistischen Ideen vertraut macht. In einem Künstlercafé wachsen seine poetischen Versuche. Trotz der allgemeinen Kriegseuphorie verweigert er den Dienst an der Front und wird von seinem Vater verstossen. Der Dichter Sack prophezeit ihm: "Sie werden Ihr Leben als Dichtung fortsetzen."

      Abschied