Nach der Eroberung Trojas zieht es König Odysseus zurück in seine griechische Heimat. Doch die Rückreise gestaltet sich langwierig und gefahrenreich. Erst nach 10-jähriger Irrfahrt und dem Bestehen haarsträubender Abenteuer u. a. bei den Kyklopen, den Sirenen und der Zauberin Kirke, erreicht Odysseus Ithaka und kann das Königsamt zurückgewinnen. Bereits in der Antike nahm die Odyssee eine überragende Stellung ein. Und die Wirkung des Werkes auf die europäische Literatur- und Geistesgeschichte ist noch immer ungebrochen. Die Reihe „Brockhaus Literaturcomics" bereitet Klassiker der Weltliteratur in mitreißenden Bildergeschichten auf. Sie führt Jugendliche ab 10 Jahren an das Lesen großer Meisterwerke heran und bietet mit ihren kompakten Plots einen Einstieg in das Original. In einem Anhang finden sich Informationen zum Autor, zum Werk und zur Entstehungsgeschichte. Publiziert in Kooperation mit der UNESCO.
Homère Bücher






Die bedeutendsten Werke der Antike in einem Band Sie zählen zu den ältesten Meisterwerken der Weltliteratur: Die »Ilias« und die »Odyssee«. Die kraftvolle Erzählkunst Homers und der motivische Reichtum beider faszinieren bis heute. In der »Ilias« schildert der erste große Dichter Europas die Eroberungsgeschichte Trojas. Die zum geflügelten Wort avancierte »Odyssee« erzählt von der Irrfahrt des Odysseus, die in Troja ihren Anfang nimmt und nach zahllosen gefahrvollen Abenteuern in Ithaka endet. In einem grandiosen Finale befreit er seine treue Gattin Penelope aus den Fängen ihrer Freier und feiert das Wiedersehen mit seinem Sohn Telemachos.
Die Erzählungen des Odysseus bilden innerhalb der 'Odyssee' eine eigenständige Gattung von abgeschlossenen Geschichten. Es geht um unglaubliche Abenteuer mit fremdartigen Menschen und Zauberwesen, um eine unerfüllbare Liebe, um einäugige Riesen und manches mehr – von Michael Schroeder in Prosa neu übertragen. Durch alle Jahrhunderte blieben sie ungemein populär. Im Nachwort wird dem Ursprung dieser Geschichten nachgespürt und die Irrfahrt des Odysseus als Bild der Lebensreise eines jeden Menschen schlechthin beleuchtet.
Wie ein Paukenschlag markiert die »Ilias« den Beginn der abendländischen Literatur: als Groß-Epos, das die heute allbekannte Geschichte vom zehnjährigen Kampf um Troja erzählt, indem es doch nur die Handlung von rund 50 Tagen aus dem letzten Kriegsjahr schildert. Schon dieser erzähltechnische Kunstgriff zeigt die kompositorische Meisterleistung, durch die das Werk poetische Maßstäbe für alle Zeiten setzte – und der Name Homers zum Inbegriff des Dichters schlechthin wurde. Die Übersetzung von Roland Hampe liegt in der Versform vor.
Ludwig Bernays analysiert in seiner einzigartigen Übersetzung die zahlenmäßigen Verhältnisse der Abschnitte und zeigt, dass das Epos architektonisch aufgebaut ist.
Helena: eine der faszinierendsten wie umstrittensten Gestalten der antiken Mythologie. Schön, treulos, unheilbringend, „bewundert viel und viel gescholten“ (Goethe). Helena steht für die Liebe, für den Tod, sie ist Opfer und Täterin zugleich. Seit Homer wurde das Thema in Literatur, bildender Kunst, Musik und Film immer wieder aufgegriffen. Und die hier versammelten Zeugnisse von der Antike bis in die Gegenwart zeigen deutlich: der Mythos Helena wird auch in Zukunft weiter fortgeschrieben.
Wer sich bisher nicht an Homer heranwagte, weil er sich durch die Versform oder die altertümliche Sprache der vorliegenden Übersetzungen abgeschreckt fühlte, kann in der Prosaübertragung von Karl Ferdinand Lempp die Ilias und die Odyssee als das erleben, was diese ältesten Dokumente der europäischen Literatur wirklich sind: fesselnde Romane.Die hier erstmals aus dem Nachlaß edierte Gesamtübersetzung von Karl Ferdinand Lempp befreit diese beiden zusammengehörigen Weltbücher, in denen der Krieg der Kriege und die Reise aller Reisen erzählt werden, von den Schlacken, die sich der antiken Vortragsform verdanken, und greift behutsam erklärend ein, wenn der Inhalt dem heutigen Leser nicht ohne weiteres verständlich ist. Ohne sprachliche Anbiederung präsentiert Lempp einen modernen und temporeichen Text, der den Zorn des Achill und die Irrfahrten des Odysseus so unmittelbar vor Augen führt, als wäre alles erst gestern geschehen. Inhaltsverzeichnis Band 1: Ilias Band 2: Odyssee
Mythos Sisyphos
- 285 Seiten
- 10 Lesestunden
Zeus erlegte Sisyphos als Strafe auf, einen riesigen Stein den Berg hinaufzuwälzen, der ihm jedes Mal, wenn er den Gipfel fast erreicht hat, entgleitet und zurückrollt. Bis in dieses Jahrhundert hinein erscheint Sisyphos als ewig leidender Büßer. Erst Camus stellt den Mythos auf den Kopf: Das Leben braucht keinen Sinn, aber es muss in seiner Absurdität erkannt und akzeptiert werden. 100 Texte von Homer bis Günter Kunert zeichnen die Deutung des Mythos nach.

