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Albert Drach

    17. Dezember 1902 – 27. März 1995
    Das große Protokoll gegen Zwetschkenbaum
    Unsentimentale Reise
    "Z.Z." das ist die Zwischenzeit
    Untersuchung an Mädeln
    Almanach der Vergessenen
    O Catilina : ein Lust- und Schaudertraum
    • Catilina kehrt zurück ins Jahr zweitausend. Als Todesengel überzieht er die Welt mit Gewalt und Terror. Gerade dadurch verdient er sich die Wertschätzung der Überlebenden. Als es zum Entscheidungskampf kommt, fällt er wie sein römischer Vorgänger, von Cäsar beerbt. In surrealen Bilderwelten und visionären Obsessionen erzählt Albert Drach Catilinas Aufstieg und Fall als Anklage gegen die apokalyptische Macht des Bösen.

      O Catilina : ein Lust- und Schaudertraum
      4,0
    • Die literaturhistorische Einordnung von Albert Drach war bereits vor seiner breiten Bekanntheit umstritten. Oft wurde er als Nachfolger von Herzmanovsky-Orlando betrachtet, was beiden Autoren nicht gerecht wird. Drach ist in thematischer und stilistischer Hinsicht eigenständig, wie dieser Roman eindrucksvoll zeigt. Er gehört zur populären Gattung des Gerichtsromans, unterscheidet sich jedoch grundlegend von Autoren wie Grisham. In einem durchgängigen Protokollstil schildert Drach die Erlebnisse der beiden Mädchen Stella Blumentrost und Esmaralda Nepalek, die beim Autostoppen von dem Viehhändler Joseph Thugut vergewaltigt werden. Sie schaffen es, ihn zu überwältigen und zu fliehen, werden jedoch bald von der Polizei aufgegriffen und wegen Mordes angeklagt, obwohl keine Beweise gegen sie vorliegen. Drach beleuchtet akribisch die Vergangenheit der Frauen und zeigt, wie bürokratische Starrheit und patriarchale Fantasien die Realität verzerren. Er bringt es auf den Punkt: „Es genügt, dass der Mord angenommen wird.“ Diese Neuausgabe eröffnet eine Werkausgabe des Autors, der bereits 1968 als einer der bedeutendsten Avantgardisten gewürdigt wurde. „Untersuchung an Mädeln“ zeigt Drach auf dem Höhepunkt seiner Kunst: Trotz des trockenen Stils ist der Roman von Anfang bis Ende fesselnd und ein Musterstück des Kriminalromans als Sittenbild.

      Untersuchung an Mädeln
      4,0
    • Die Zeit zwischen 1935 und dem »Anschluß« Österreichs an das Deutsche Reich 1938 beschreibt Albert Drach in »Z. Z.«. Am Schicksal des Sohnes, das sein eigenes ist, zeigt er die allmähliche Entmündigung, Demütigung und Denunziation der Juden. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit seinem typisch zynischen Humor hat Drach eines der ungewöhnlichsten, provokantesten und zugleich eines der persönlichsten Bücher über die dreißiger Jahre in Österreich geschrieben.

      "Z.Z." das ist die Zwischenzeit
      3,0
    • Unsentimentale Reise

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der Autor schildert in seinem unnachahmlich ironischen Ton seine Odyssee durch Frankreich 1942–1945 auf der Flucht vor der Gestapo und seinen Weg durch die Internierungslager. Seine Begegnungen mit bekannten und unbekannten Persönlichkeiten der Emigration ergeben ein lebendiges Zeitzeugnis.

      Unsentimentale Reise
      3,3
    • »[Albert Drachs Literatur] ist den Lesern in keinem Moment entgegengekommen, aber wer sich von ihr nicht abweisen ließ, hatte Teil an einigen der abgründigsten Höhepunkte deutschsprachiger Erzählkunst im 20. Jahrhundert ...« Frankfurter Rundschau Es beginnt beinahe harmlos: Weil er ohne Ausweispapiere unter dem gleichnamigen Baum angetroffen wird, unterstellt die österreichische Justiz dem Juden Schmul Leib Zwetschkenbaum, sich an dessen Früchten delektiert zu haben. Ein Protokoll wird angefertigt, wie das in einem Rechtsstaat üblich ist, ›Das große Protokoll gegen Zwetschkenbaum‹. Doch dieses Protokoll dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern kehrt sich gegen einen Unschuldigen, der sich weder wehren kann noch will. Im Herrschaftsanspruch der Sprache zeigt sich die Unmenschlichkeit ihrer Benutzer und des Staates, dem sie dienen.

      Das große Protokoll gegen Zwetschkenbaum
      3,4
    • In diesem Band mit drei Erzählungen, der zum 90. Geburtstag des Autors erschien, zeigt Albert Drach erneut sein Meisterschaft im Erzählen böser Geschichten. Mit seinem Protokollstil schildert er schonungslos abwegige Gelüste und Brutalität, wobei die Demaskierung des Bösen aus einem scharfsichtigen Moralismus resultiert.

      Ia und Nein. Drei Fälle
    • In "Z.Z. - das ist die Zwischenzeit" schildert Albert Drach die Zeit zwischen der Ermordung des österreichischen Kanzlers Dollfuß und dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Am Schicksal eines namenlosen jüdischen Protagonisten zeigt er Entmündigung und Demütigung, verknüpft mit seinem eigenen Schicksal und einem zynischen Humor.

      "Z.Z." das ist die Zwischenzeit. Ein Protokoll. Werke Band 2