Mitten durch den Krieg
- 264 Seiten
- 10 Lesestunden
Vor zwei Jahren, im Alter von dreißig Jahren, beschloss Anne Nivat, den Krieg aus erster Hand zu erleben, als Russland seine brutale Kampagne gegen Tschetschenien startete. Trotz des Verbots für Westler, über den Konflikt zu berichten, entschied sich die angehende französische Journalistin, in die Kriegszone zu gehen. Die Gefahren waren real: Festnahme durch die Russen oder Entführung durch Tschetschenen. Nivat verkleidete sich als tschetschenische Bäuerin, befestigte ihr Satellitentelefon an ihrem Bauch und schlich über die Grenze. Mit einem jungen Führer, Islam, reiste sie illegal durch die gefährliche Region. Sechs Monate lang erlebte sie den Krieg hautnah, reiste mit Untergrundrebellen und übernachtete bei tschetschenischen Familien oder in verlassenen Gebäuden. Während Luftangriffen zitterte sie, wanderte über verlassene Schlachtfelder und half in blutigen Krankenhäusern. Sie interviewte Rebellenführer, Regierungsbeamte, junge Witwen und wütende Kämpfer und berichtete alles zurück nach Frankreich. Annes Worte sind prägnant, kühl und dramatisch. Mehr als ein Bericht einer Kriegsberichterstatterin ist es eine bewegende Geschichte von Kampf und Selbstfindung – die Abenteuer einer jungen Frau, die ihre physischen und psychologischen Grenzen in der extrem gefährlichen Umgebung des Krieges testet.





