"Das Ungeheuer hat 35 Jahre gelebt, war 5 Fuß, 2 Daumen groß, hatte leicht verkniffene Züge und einen galligen, fahlen Teint." So urteilten seine Zeitgenossen wenige Jahre nach dessen Guillotinierung über Maximilien Robespierre, den sie zuvor als den "Unbestechlichen" gefeiert und umjubelt hatten. Unbestechlich war er wirklich. Daß er aber ein fanatischer Demagoge war, der die Faszination seiner Rhetorik mit der Zeit recht widersprüchlichen taktischen Zielen zugute kommen ließ, wirft einen deutlichen Schatten auf das Bild seiner Makellosigkeit. Unsere von Professor Carlo Schmid eingeleitete Auswahl enthält einen Querschnitt aus den Reden und den von Robespierre vorgelegten "Nationalen Erziehungsplan" Le Pelletiers.
Maximilien de Robespierre Bücher
Dieser französische Anwalt und Politiker wurde zu einer der bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Französischen Revolution. Er war ein fähiger Verfechter der Überzeugungen des linken Bürgertums, setzte sich gegen die Todesstrafe und für die Abschaffung der Sklaverei ein und unterstützte die Gleichheit der Rechte und das allgemeine Wahlrecht. Seine Anhänger nannten ihn „Den Unbestechlichen“, während seine Gegner ihn als „blutrünstigen Diktator“ bezeichneten. Als Mitglied des Wohlfahrtsausschusses war er maßgeblich an der Periode der sogenannten „Schreckensherrschaft“ beteiligt, die wenige Monate nach seiner Verhaftung und Hinrichtung endete.





Virtue and terror
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Robespierre's defense of the French Revolution remains one of the most powerful and unnerving justifications for political violence ever written, and has extraordinary resonance in a world obsessed with terrorism and appalled by the language of its proponents. Yet today, the French Revolution is celebrated as the event which gave birth to a nation built on the principles of enlightenment. So how should a contemporary audience approach Robespierre's vindication of revolutionary terror? Zizek takes a helter-skelter route through these contradictions, marshaling all the breadth of analogy for which he is famous.