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Klaus Kinski

    18. Oktober 1926 – 23. November 1991
    Paganini
    Ich brauche Liebe
    Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund
    Jesus Christus Erlöser und Fieber
    Fieber
    Klaus Kinski. "Ich bin so wie ich bin"
    • Der Versuch, Licht in das Phänomen Klaus Kinski zu bringen, endet meist in der bloßen Darstellung skandalträchtiger Auftritte und sexueller Ausschweifungen. Die Autoren des vorliegenden Bandes haben dagegen ein höher gestecktes Ziel: Fernab von sensationslüsternen Schlagzeilen verfolgen sie den Werdegang des Schauspielers Klaus Kinski -- eine seitens der Medien oftmals vernachlässigte Perspektive. Klaus Kinski. Ich bin so wie ich bin ist ein vorbildlich gemachter Bildband, der zum Teil unveröffentlichte Fotografien mit detaillierten Texten zu den jeweiligen Schaffensphasen des Enfant terribles vereint. Der Großteil des Bandes beschäftigt sich mit Kinskis Theaterlaufbahn und zeigt ein Talent fernab von eindimensionalen Filmcharakteren. In einem Werk, das den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, darf die beinahe in Vergessenheit geratene Rezitations-Karriere nicht fehlen, der Kinski neben der Theater- und Film-Arbeit verstärkte Aufmerksamkeit schenkte -- bis das Fiasko der "Jesus Christus Erlöser"-Tournee zu seinem Abschied von der Bühne führte. Im letzten Abschnitt erfährt der Leser alles über die Entstehung seines letzten Films Kinski Paganini , der kurz vor seinem Tod fertig gestellt wurde und Kinski zum ersten und einzigen Mal die ersehnte totale künstlerische Freiheit bescherte. Ein rundum gelungenes Buch, das sowohl für langjährige Fans von Interesse sein dürfte als auch ein kompaktes Einstiegswerk für Neulinge darstellt. --Daniel Hofmann

      Klaus Kinski. "Ich bin so wie ich bin"
      5,0
    • Fieber

      • 128 Seiten
      • 5 Lesestunden

      In einer surrealen und eindringlichen Welt entfaltet sich ein kaleidoskopisches Bild des Wahnsinns und der Verzweiflung. Die Bilder sind geprägt von einer bedrückenden Atmosphäre: Ein Leichenträger verriegelt sein Haus, während ein Würdenträger auf einem Dach erscheint. Die Szenerie ist durchzogen von grotesken Elementen, wie einem Schornsteinfeger, der sich bückt, und kalten Zoten, die am Fenstergitter hängen. Pflegekinder stehen still, konserviert für schlechtere Tage, während der Irrenarzt sein Gesicht bügeln lässt. Ein Koch misshandelt einen Hund, und die Stille im letzten Bett birgt stummgemachte Fragen. Der Text beschreibt eine düstere Realität, in der die Figuren mit amputierten Haaren und einer Streichholzschachtel an den Füßen konfrontiert sind. Alte Kreise sammeln sich in der Ecke, während ein toter Körper leise verschluckt wird. Der Wahnsinn ist greifbar, und die Wände scheinen zu leben. Der Abend bringt Müdigkeit und das Verlangen, Fragen abzustreifen. Inmitten von Hitze und Lärm steht der Protagonist auf einer Treppe, während das Blut an die Wand fließen muss. Diese eindringlichen Bilder und Emotionen schaffen ein starkes Gefühl der Unruhe und des Unbehagens, das den Leser in seinen Bann zieht.

      Fieber
      4,2
    • Was als Auftakt zu einer weltweiten Tournee geplant war, geriet zum legendären Skandalauftritt: Als Klaus Kinski, Schauspieler und Weltstar, am 20. November 1971 in der Berliner Deutschlandhalle als Rezitator seines eigenen Textes Jesus Christus Erlöser auf die Bühne trat, war den meisten der 4000 Besucher weniger nach Kinskis kluger persönlicher Auseinandersetzung mit dem Neuen Testament zumute als vielmehr nach Provokation und Tumult in der Halle. Am Ende des Abends lauschte ihm nur noch eine Handvoll Menschen, als er – nun ohne Mikrophon – seine ganz eigene Version von Jesus’ Leben vortrug. Zum 80. Geburtstag von Klaus Kinski am 18. Oktober 2006 wird Jesus Christus Erlöser erstmals veröffentlicht, gemeinsam mit den Gedichten Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen, die Kinski in den fünfziger Jahren schrieb und die bei ihrem Erscheinen 2001 vom Focus als »literarische Entdeckung des Jahres« bezeichnet wurden.

      Jesus Christus Erlöser und Fieber
      3,6
    • Ich brauche Liebe

      • 490 Seiten
      • 18 Lesestunden

      „… Sie sind der Gegensatz des Roboters, des programmierten Computers, der Metall-Struktur und des Stahl-Betons … Ja, Sie leben und atmen wie ein freies Tier … Sie sind das pulsende Leben, das wir vergessen haben … Sie haben die Mähne des Löwen, den Blick des Adlers, das Lächeln des Wolfes, die raue Schönheit des tobenden Meeres und die wilde Hässlichkeit der schmelzenden Lava, blutrot, wie ein blutendes Herz, am Abhang des düsteren Vulkans … Sie sind der Mann, von dem man immer wieder sprechen wird, aber an den sich niemand mehr erinnern kann … die Legende … Mensch zu sein …“(anonymer Brief an Kinski, Paris 1989)

      Ich brauche Liebe
      3,8
    • Wenn einer dutzende Male den Rennsteiglauf absolviert, mehrmals den 78,5 Kilometer langen Schweizer Bergmarathon auf sich nimmt, den Extremberglauf auf Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze, durchsteht, sogar 700 Meter unter der Erde Marathon läuft und selbst 100km-Strecken nicht scheut, dann muss er wohl süchtig nach dem Laufen „langer Kanten“ sein. Wenn er die Wettkampf- und die Trainingskilometer der letzten drei Jahrzehnte zusammenzählt, dann ist Klaus Kinski (Jahrgang 1952) zweimal um die ganze Welt gerannt. Wie er es geschafft hat, solche Wettkämpfe erfolgreich zu bestehen, welche Erlebnisse und Erfahrungen ihm ein solches Läuferleben beschert hat, darüber berichtet der Autor authentisch, unterhaltsam und humorvoll. Hinzu kommen Erinnerungen an seine Kindheit und die Schulzeit in Jatznick und Pasewalk im heutigen Uecker-Randow-Kreis sowie zum Teil recht kuriose Anekdoten über ihn und seine Lauffreunde. Klaus Kinski führte – und führt immer noch – wahrhaftig ein Leben im Laufschritt.

      Erfolg kann man nicht buchen