Robert Dachs lernte den Schauspieler Oskar Werner zwar erst in den 1980er Jahren kennen, die beiden werden aber rasch enge Freunde. Robert Dachs schrieb drei biografische Bücher über Oskar Werner. Das vorliegende Buch, 1994 erschienen, ist das mittlere aus dieser Reihe.
Mit dem „Hamlet„, dem Feuerwehrmann in „Fahrenheit 451“ und vielen anderen Rollen schrieb er Theater- und Filmgeschichte. Nahezu selbstverständlich verehren ihn seine Fans auch heute noch in Hamburg oder Paris, Düsseldorf, New York und in seiner Geburtsstadt Wien.
Jetzt folgt ein enger Freund des geliebten Schauspielers den Spuren dieses unbequemen Mannes, dessen Sensibilität die Menschen faszinierte. Persönliche Notizen, Briefe, private Tonbandaufzeichnungen und über 180 Fotografien werden zum „Nachklang", wenn Robert Dachs ein ungeschminktes und facettenreiches Porträt für die Verehrer Oskar Werners zeichnet.
Oskar Werner ist Legende und Mythos geblieben, weit über seinen
Tod hinaus. Geliebt, bewundert, gehasst – eine Ausnahmefigur in
der Welt des Theaters. Die dunkle Seite des herausragenden Mimen
war sein Alkoholismus, der auf tragische Weise der bestimmende
Faktor seines Lebens und Todes sein sollte.
Der Autor Robert Dachs verfügt als enger Freund von Oskar Werner
über tiefen Einblick in dessen tragische Entwicklung und über noch
nie veröffentlichtes Text- und Bildmaterial: vom ersten Muttertagsgedicht
bis zu Briefen kurz vor seinem Tod. Dachs legt ein einkreisendes,
mit handschriftlichen Originaldokumenten belegtes Psychogramm
eines verletzten und verletzenden Genies vor. Er wird der
Tragik des Künstler- und Privatlebens des Schauspielers, Sohnes,
Ehemannes und Vaters gerecht, ohne zu beschönigen, aber mit viel
Sympathie für den Menschen Oskar Werner.