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Luc Boltanski

    4. Januar 1940

    Luc Boltanski gilt als eine Schlüsselfigur der französischen Soziologie des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Er ist bekannt als führender Vertreter der 'pragmatischen' Tradition im zeitgenössischen sozialen und politischen Denken und Mitbegründer eines Ansatzes, den er als 'pragmatische Soziologie der Kritik' bezeichnet. Boltanski hinterfragt formelhafte soziologische Methoden und eröffnet neue Perspektiven auf etablierte gesellschaftliche Probleme. Seine Arbeit beleuchtet die Widersprüche der sozialen Realität und die Handlungsfähigkeit von Akteuren, diese zu verändern, und wird für ihre theoretische Originalität und methodische Innovation geschätzt.

    Distant Suffering
    Rätsel und Komplotte
    Eine illegitime Kunst
    Der neue Geist des Kapitalismus
    Bereicherung
    Soziologie und Sozialkritik
    • Soziologie und Sozialkritik

      Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2008

      4,0(1)Abgeben

      Luc Boltanski behandelt in seinen Frankfurter Adorno-Vorlesungen eine zentrale Frage der ersten Generation der Frankfurter Schule, die in der französischen Sozialtheorie derzeit stark diskutiert wird: Wie steht das Wissen des kritischen Theoretikers zu den alltäglichen Urteilen der Akteure, für die er Kritik übt? Boltanski distanziert sich dabei von seinem Lehrer Pierre Bourdieu und unterläuft die klassische Trennung zwischen dem soziologisch geschulten Kritiker und den in ihrer Alltagswelt verankerten Gesellschaftsmitgliedern. Er betont die kritische Kompetenz der „normalen“ Akteure und sieht die Aufgabe der Soziologie darin, die Praktiken der Rechtfertigung zu beschreiben und theoretisch nutzbar zu machen, die wir im Alltag ohne wissenschaftliche Unterstützung vollziehen. In seinen Vorlesungen erläutert er die Konsequenzen einer pragmatischen Wende in der Soziologie und bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand seiner Soziologie der Kritik. Er erweitert den theoretischen Rahmen seiner Analysen zur gesellschaftlichen Urteilskraft und zum „neuen Geist des Kapitalismus“ und formuliert eine umfassende Analyse der Herrschaft, die die Errungenschaften der pragmatischen Wende mit den Stärken der traditionellen kritischen Sozialwissenschaft verbindet.

      Soziologie und Sozialkritik
    • Bereicherung

      Eine Kritik der Ware

      4,0(5)Abgeben

      Museen, Kunst, Luxusgüter, Immobilien, Tourismus – für Luc Boltanski und Arnaud Esquerre sind dies zentrale Felder einer neuen Ökonomie, eines neuen Kapitalismus. Dieser prägt zunehmend unsere Gesellschaften und dient vor allem der Bereicherung der Reichen. Sein Ziel ist nicht mehr die industrielle Warenproduktion, sondern die Anreicherung von bereits vorhandenen Dingen mit einer bestimmten Geschichte oder Tradition. Die Autoren verfolgen den Aufstieg dieser postindustriekapitalistischen Ökonomie und zeigen, wie sie – befördert von Medien und Politik – neue soziale Rollen schafft: Rentiers und Bedienstete, Kreative und Zukurzgekommene.

      Bereicherung
    • Luc Boltanski und Ève Chiapello analysieren den Kapitalismus als ein anpassungsfähiges normatives System, das Kritik konstruktiv verarbeitet. Sie zeigen, wie die emanzipatorische Bewegung von 1968 zu einer neuen Produktionsorganisation führte, die durch Flexibilität, Kreativität und Eigenverantwortung geprägt ist und die employability der Menschen bestimmt.

      Der neue Geist des Kapitalismus
    • Eine illegitime Kunst

      Die sozialen Gebrauchsweisen der Fotografie

      • 334 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Eine 'illegitime Kunst' nennen Bourdieu und seine Mitarbeiter die Fotografie. In der Tat gilt sie als 'Zwitter': als Alltagshandlung mit dem Anspruch einer Kunstanstrengung. Welchen Zwecken gehorcht die Fotografie? Sind Fotografien Bilder in dem strengen Sinne, mit dem dieses Wort in aller Regel ausgestattet wird? Und welche stillschweigenden oder ausdrücklichen Vorsätze steuern den technischen Apparat, wenn ein Foto 'geschossen' wird? In diesem Buch wird die Fotografie unter dem Gesichtspunkt ihres Gebrauchswertes untersucht. Denn es ist, wie Bourdieu sagt, der Gebrauch, der ihre Bedeutung konstituiert, eine soziale Bedeutung. Dies erklärt sowohl die Verbreitung des Mediums als auch die Uniformität der Bildmotive. Und es erklärt den besonderen Status des Fotografierens innerhalb der kulturellen Alltagstätigkeiten es signalisiert eine kodifizierte Verhaltensweise, die 'den Anspruch erhebt, Kunst zu sein'.

      Eine illegitime Kunst
    • Rätsel und Komplotte

      Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft

      Was hat die Kriminalliteratur mit der Paranoia und den Sozialwissenschaften zu tun? Dieser Frage geht Luc Boltanski in seinem höchst originellen, preisgekrönten Buch nach. Seine Antwort: Wie die Sozialwissenschaften entsteht auch die Kriminalliteratur um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, und in diese Zeit fällt auch die Entdeckung der Paranoia in der Psychiatrie. Zusammen zeugen sie von einem sich zunehmend verbreitenden Zweifel an der »Realität der Realität«, der als Symptom der Moderne gelten kann. Boltanski deckt diesen faszinierenden Zusammenhang zwischen Kriminalliteratur, Paranoia und Wissenschaft insbesondere durch fulminante Analysen der Romane von Arthur Conan Doyle und Georges Simenon auf. Während in England der Privatmann Sherlock Holmes durch die Lösung von Rätseln und Komplotten in der englischen Oberschicht die Stabilität der Realität wiederherzustellen sucht, ist es in Frankreich der asketische Beamte Maigret, der in den Pariser Milieus seine Nachforschungen anstellt. Auf brillante Weise verknüpft Boltanski seine literatursoziologischen »Ermittlungen« zur Kriminal-, Spionage- und Verschwörungsliteratur mit solchen zum Paranoia-Diskurs in der Psychiatrie und zur Entstehung der sozialwissenschaftlichen Erforschung der sozialen Realität: Wie der Detektiv oder Kommissar sucht auch der Paranoiker oder Sozialwissenschaftler nach der Wirklichkeit hinter der sozialen Wirklichkeit. Ein Meisterstück!

      Rätsel und Komplotte
    • Considers morally acceptable response to images of war, famine etc. brought to us by television.

      Distant Suffering
    • Domination and Emancipation

      Remaking Critique

      • 318 Seiten
      • 12 Lesestunden

      The book features a debate between sociologist Luc Boltanski and political philosopher Nancy Fraser, exploring recent advancements in political philosophy and sociology alongside current social and political challenges. It includes a new essay by Fraser and previously untranslated interviews, adding depth to the discourse and providing insights into contemporary issues.

      Domination and Emancipation
    • Under Pressure

      Pictures, Subjects, and the New Spirit of Capitalism

      • 96 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Art isn't just about creating work anymore. Today, external pressuresand constraints play a large role in the artistic process and production.In recognition of this reality, the Institut für Kunstkritik held a series ofconferences in 2006 and 2007 to explore the value system that resultsfrom what they dubbed the New Spirit of Capitalism and to confronttheoretical models with ad-hoc conditions of production. The thoughtsof conference participants Luc Boltanski, Sabeth Buchmann, TimGriffin, W.J.T. Mitchell, Sighard Neckel, Martin Saar, and Paolo Virnoare compiled in this book of questions and dilemmas for today'scultural producers and society at large.

      Under Pressure
    • Énigmes et complots

      Une enquête à propos d'enquêtes

      4,0(7)Abgeben

      Au tournant des XIXe et XXe siècles, se développe le roman policier, centré sur l'enquête, et le roman d'espionnage, axé sur le complot. Parallèlement, la psychiatrie introduit la paranoïa, caractérisée par des enquêtes poussées jusqu'au délire. La sociologie crée des formes de causalité sociales pour expliquer les événements de la vie individuelle et collective, tandis que la science politique, en s'emparant de la problématique de la paranoïa, déplace l'analyse du psychique au social, cherchant à expliquer les événements historiques par des forces occultes. Dans ces contextes, la réalité sociale est mise en question. À la fin du XIXe siècle, l'État-nation tente d'organiser cette réalité pour une population sur un territoire, mais se heurte à des obstacles, notamment les développements du capitalisme qui transcendent les frontières nationales. La notion de complot soulève des interrogations sur l'exercice du pouvoir : qui détient réellement le pouvoir ? Les autorités étatiques ou d'autres entités agissant dans l'ombre, comme des banquiers ou des sociétés secrètes ? Cela donne naissance à des ontologies politiques qui opposent une réalité officielle, illusoire, à une réalité profonde, cachée et menaçante. Les romans policiers et d'espionnage, ainsi que les concepts de paranoïa et de sociologie, offrent une nouvelle manière d'interroger la réalité et d'explorer les contradictions qui la traversent. Le conflit entre ces deux réal

      Énigmes et complots
    • W latach 1960-1990 kapitalizm przeszedł znaczną transformację, przechodząc od dużych, zintegrowanych struktur do organizacji opartych na modelu sieci. Ta radykalna zmiana, która przyniosła niektórym pracownikom kreatywność i autonomię, jednocześnie zepchnęła wielu w prekariat, odbyła się bez większego protestu społecznego. Luc Boltanski i Eve Chiapello opisują trzy duchy kapitalizmu. Pierwszy, duch mieszczański, powstał pod koniec XIX wieku, charakteryzując się małymi, rodzinnymi firmami i relacjami paternalistycznymi. Drugi duch, menedżerski, przypada na lata 1940-1970, kiedy dominował wielki przemysł, produkcja masowa i merytokracja, a polityki publiczne uwzględniały nierówności klasowe. Trzeci duch, który pojawił się w latach osiemdziesiątych, czerpie z idei rewolty '68, koncentrując się na wartościach takich jak kreatywność, innowacja, mobilność i elastyczność. Mimo horyzontalnej struktury sieci, nowa autonomia i mobilność wiążą się z rezygnacją z praw społecznych. Nowe zarządzanie, które promuje osobowość i relacje międzyludzkie, uzyskuje legitymizację naukową, co pozwala mu ingerować w prywatne sprawy pracowników.

      Nowy duch kapitalizmu