Nobelpreis für Literatur 2013
Tricks, acht meisterliche Erzählungen von Alice Munro: Geschichten über Ausreißer, Entscheidungen, Leidenschaften und Verfehlungen. Wieder beweist Alice Munro besonderes Gespür für das Geheimnis ihrer Figuren, jenen rätselhaften Bereich, wo Selbstbetrug auf Hoffnungen, gefährliche Illusionen auf die kleinen Tricksereien des Alltags treffen. Der Leser kommt in ihren Geschichten seinem eigenen Leben so nah, dass er schwindlig wird vor Herzleid und Glück.
Ein Juwel der utopischen Frauenliteratur Zwischen Elendsviertel, Psychodrogen und Zwangsjacke beginnt Connie Ramos eine Freundschaft, die sie in eine andere Zeit entführt. Dort ist alles anders - aber wie gut ist es wirklich? Dann ist diese künftige Welt plötzlich bedroht Connie Ramos lebt in den Slums von New York. Als sie versucht, ihre Nichte vor einem Zuhälter zu schützen, wird sie bewusstlos geprügelt und erwacht im Irrenhaus. Doch da ist jemand, den Anstaltsmauern nicht fernhalten können: ein geheimnisvolles Wesen namens Luciente, das schon früher manchmal bei Connie aufgetaucht ist. Sie weiß nicht recht, was sie davon halten soll. Ist es ein junger Mann, der ältere Frauen abschleppt? Luciente selbst behauptet, nur virtuell anwesend zu sein - ein Mensch aus der Zukunft. Undenkbar? Connie Ramos' Gratwanderung zwischen gewaltsam verabreichten Psychopharmaka und einer gesunden, menschlich reiferen Zukunft birgt phantastische Entwürfe zu heutigen Problemen und globalen Krisen. Der Roman wird zum Thriller, als sich zeigt, daß Lucientes Zeit durch Connies Gegenwart gefährdet ist. Marge Piercy, geb. 1936, gehört zu den großen zeitgenössischen US-Schriftstellerinnen und Dichterinnen. Sie verfasste neben 14 historischen und Gegenwartsromanen zwei Utopien, Frau am Abgrund der Zeit (1976) und Er, Sie und Es (1991). Piercys Werk wurde mit etlichen Literaturpreisen geehrt und in 15 Sprachen übersetzt.
Nobelpreis für Literatur 2013
Zu viel oder zu wenig – für das Glück gibt es kein Maß, nie trifft man es richtig. Alice Munros Heldinnen und Helden geht es nicht anders, sie haben das Zuviel und Zuwenig erlebt: eine Balance ist nur schwer zu finden. Auf der Suche nach ihr macht Alice Munro ihre Leser zu Komplizen dieser spannenden Mission.
»Ich bewundere Alice Munro. Ich bewundere die Direktheit ihres Erzählens, die Nüchternheit und Einfachheit ihrer Sprache. (…) Was für Geschichten, was für ein Werk!« Bernhard Schlink, Die Welt
In Frühstück bei Tiffany erzählt Capote auf seine unnachahmliche Weise die Geschichte der rätselhaften, unschuldig-verruchten Holly-Golightly, die aus der tiefsten Provinz nach New York kommt, die Stadt und viele ihrer Bewohner unsicher macht und zu guter Letzt mysteriös aus dem Gesichtskreis all derer verschwindet, die das berückende Nachtschattengewächs lieben. Mit gleicher Meisterschaft sind auch die drei anderen Geschichten erzählt: Das Blumenhaus,Die Diamantengitarre, Eine Weihnachtserinnerung.
Vor Grady liegt ein Sommer nie gekannter Freiheit: Während ihre Eltern nach Europa reisen, bleibt die Siebzehnjährige allein zurück in einem drückend heißen New York voller Versprechen. Auf einem ihrer ziellosen Streifzüge durch Manhattan verliebt sie sich in den jüdischen Arbeiterjungen Clyde. Mit ihm und seinen Kumpeln schwirrt sie durch diese heißen Monate – erfüllt von der Sehnsucht nach einer Welt, in der nichts festgeschrieben ist und alles stets ein Rätsel bleibt. Das Manuskript von Sommerdiebe (im Original Summer Crossing) galt lange als verschollen, bis 2004 ein alter Pappkarton von Capotes ehemaligem Housesitter bei Sotheby’s auftauchte. Schnell war klar, dass die vier Schulhefte und die vielen losen Notizblätter ein vollständiges Manuskript ergaben: das tatsächliche Debüt Capotes – ein Juwel der Weltliteratur. 'Eine literarische Sensation.' Facts 'Der trotzige, verspielte, leichtsinnige Versuch, dem eigenen Schicksal zu entgehen – eingefangen in der wunderbaren Erzählkunst Capotes.' Brigitte