Die Meisterdetektive der Kriminalliteratur sind in Rom versammelt, um einen spektakulären Fall zu lösen, an dem sich schon Generationen von Detektiven, Schriftstellern und Wissenschaftlern die Zähne ausgebissen haben: das 'Geheimnis des Edwin Drood', das rätselhafte Ende des letzten Romans von Charles Dickens, dem sein plötzlicher Tod 1870 die Feder aus der Hand gerissen hat. In diesem spannenden, quirligen Stück Kriminalsatire gelingt es den Detektiven, und damit Fruttero & Lucentini, Droods Geheimnis und Dickens' jähes Ende überzeugend aufzuklären.
F. Lucentini Reihenfolge der Bücher
Dieses Autorenduo ist besonders bekannt für seine redaktionelle Arbeit an der Urania-Reihe italienischer Science-Fiction-Anthologien, die sie von 1964 bis 1985 kuratierten. Ihre Leitung prägte die Landschaft und Ausrichtung der italienischen Science-Fiction in einer entscheidenden Ära maßgeblich. Durch ihre sorgfältige Auswahl von Werken beeinflussten sie den Geschmack des Publikums und stellten sowohl aufstrebende Talente als auch etablierte Autoren vor. Ihr Erbe zeigt sich im tiefen Verständnis und der Leidenschaft für Science-Fiction, die aus ihren Beiträgen strahlen.





- 2000
- 1990
Für alle, die ihren Urlaub noch vor sich haben, ist ein Buch eine ideale Begleitung, besonders wenn man nach Venedig reist. Die Hauptfigur, Mr. Silvera, ist ein geheimnisvoller Mann um die 40, groß und mager, mit einem schwer deutbaren Lächeln und einer bemerkenswerten Antwort auf schwierige Fragen – "ah". Er ist kein typischer Reisebegleiter und lässt geduldig die Begeisterung der Touristen über sich ergehen. Während er Venedig kennt, trennt er klar zwischen dem touristischen und dem ihm vertrauten Teil der Stadt. Mr. Silvera spricht fließend Suaheli und Chinesisch, erinnert sich an nicht mehr existierende Fresken und identifiziert einen Fugger auf einem Gemälde, als hätte er ihn gekannt. Seine Komplexität macht es schwer, sich in ihn zu verlieben, was zu Schwierigkeiten führt. Obwohl man den beiden ihr Glück in der romantischen Kulisse Venedigs gönnen möchte, lässt Mr. Silveras Leben dies nicht zu. Die Autoren erkunden verschiedene Möglichkeiten seiner Figur, ohne auf einfache Lösungen zurückzugreifen. Ihr Ziel war es, das alte Venedig sichtbar zu machen, und das gelingt ihnen eindrucksvoll. Die Lektüre ist so fesselnd, dass man sich wünscht, sie möge nie enden. Am Ende bleibt unklar, ob es sich um einen Krimi oder eine melancholische Liebesgeschichte handelt, doch die Reflexion über das Phänomen der Zeit bietet reichlich Denkanstöße.
- 1989
- 1989
Die mystischen Freitagsandachten des engagierten Turiner Priesters Don Pezza sind beim Volk und der vornehmen Turiner Gesellschaft gleichermaßen beliebt. Als er bei einer seiner Predigten die apokalyptische Frage stellt: »Wie weit ist die Nacht?«, explodiert die Kerze in seiner Hand und tötet ihn. Wer mögen die Drahtzieher des Attentats auf den Priester sein? Sind es die Würdenträger der Kirche, die inkognito dem Spektakel beiwohnten und anschließend verhaftet werden? Sind private Aversionen im Spiel? Oder sind gar die Mafia und der Fiat-Konzern in die Verschwörung verwickelt? Keine leichte Aufgabe für den sizilianischen Kommissar Santamaria, dem nicht nur das raue Turiner Klima zu schaffen macht. »Wie weit ist die Nacht« - jetzt wieder bei Piper Edition erhältlich
- 1989
Der Palio der Toten Reiter
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Ein Mailänder Anwaltsehepaar gerät auf einen mysteriösen Landsitz in der Toskana und in eine seltsame Abendrunde. Gesprächsthema ist das bevorstehende Reiterfrest in Siena. In derselben Nacht wird ein Toter in der Bibliothek gefunden. Das Autorenduo läßt mit genüßlicher Ironie die Welt der Fernseh- und Konsumwirklichkeit mit uralten kulturellen Ritualen zusammenprallen.