Rilke hat „das deutsche Gedicht zum ersten Mal vollkommen gemacht“, urteilte Robert Musil. Grund genug, Leben und Werk in einem eigenen Handbuch unter die Lupe zu nehmen. Von bleibender Aktualität, skeptisch gegenüber allen einseitig rationalen, psychologisch-soziologischen Welterklärungen entwirft Rilke ein Menschenbild mit rein poetischen Mitteln. Rilkes Biografie, seine Beziehungen z. B. zur russischen Literatur und den Dichterinnen Marina Zwetajewa und Anna Achmatova, zur Psychoanalyse und zu anderen Künsten erschließen das Schaffen in allen Schattierungen.
Manfred Engel Bücher






Rilke gilt als einer der bedeutendsten Dichter der deutschen und der Weltliteratur. Zu seinen grundlegenden Werken gehören die Duineser Elegien und die Sonette an Orpheus. In der Prosa stechen die Briefe an einen jungen Dichter und die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge hervor.
Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
- 358 Seiten
- 13 Lesestunden
InhaltsverzeichnisDie Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge Anhang Erste Fassung des Romananfangs Zweite Fassung des Romananfangs Ursprünglicher Romanschluß Erste Fassung Zweite Fassung Zu dieser Ausgabe Abkürzungen und Zitierweise Anmerkungen Dokumente I. An Lou Andreas-Salomé, 18. Juli 1903 II. An Witold Hulewicz, 10. November 1925 III. Die Arbeitsliste aus dem ›Berner Taschenbuch‹ Literaturhinweise Nachwort Übersicht zu den einzelnen Aufzeichnungen und Synopse mit den Standardausgaben
Das Redner-Pannen-ABC
Sie Sie als Redner gekonnt auf alle Zwischenfälle reagieren
Materialien zu Rainer Maria Rilkes "Duineser Elegien"
Erster Band: Selbstzeugnisse
- 398 Seiten
- 14 Lesestunden
Rilke und die Weltliteratur
- 351 Seiten
- 13 Lesestunden
Rilke läßt sich weder in seiner Eigenart noch in seinem Rang allein im Zusammenhang der deutschen Literatur bestimmen. Schon Paul Valéry hat ihn, nicht nur seines Lebens wegen, einen "europäischen Menschen" genannt. Tatsächlich war Rilke in mehr als einer Hinsicht ein europäischer Autor: Er hat in drei Sprachen geschrieben, außer auf Deutsch auch auf Russisch und Französisch; er hat aus acht Sprachen ins Deutsche übersetzt: Ovid, Dante, Petrarca, Louise Labé, Elizabeth Barrett-Browning, Paul Valéry und André Gide, und er hat sich in seinem poetischen Werk immer wieder auf die europäische Weltliteratur bezogen – von der Bibel bis zu Baudelaire. Nach seinem Tod ist Rilke schließlich vollends eine Figur der Weltliteratur geworden: durch Übersetzungen in alle großen Literatursprachen, auch ins Japanische und Chinesische, und durch eine Fülle von Rezeptionen außerhalb der deutschen Literatur.
